L.A. Auto Show – Amerika ist wieder da
L.A. Auto Show - Amerika ist wieder da Bilder

Copyright: auto.de

L.A. Auto Show - Amerika ist wieder da Bilder

Copyright: auto.de

L.A. Auto Show - Amerika ist wieder da Bilder

Copyright: auto.de

Lincoln MKS Bilder

Copyright: auto.de

Der ELR ist ein großer Hoffnungsträger Bilder

Copyright: auto.de

Auf Basis des Elektrofahrzeugs Chevrolet Volt erscheint um 2014 ein flacher Cadillac-Sportwagen namens ELR Bilder

Copyright: auto.de

Der XTS ist die große Hoffnung der Amerikaner Bilder

Copyright: auto.de

Amerika ist wieder da Bilder

Copyright: auto.de

Ein Heimspiel haben die amerikanischen Autohersteller in Los Angeles eigentlich noch nie feiern können: Zu weit weg ist das Heile-Welt-Szenario aus Detroit, zu stark dominieren seit Jahrzehnten an der Westküste die japanischen Importeure. Trotzdem dürfte 2011 als gute Messe für die Amerikaner in die Annalen der Los Angeles Auto Show eingehen: Gerade im Vergleich zu den Japanern haben die US-Marken ein erstaunlich starkes Bild abgegeben.

Deutlich wurde dies unter anderem bei General Motors – und hier ganz besonders bei der Nobelmarke Cadillac, die auf bestem Weg ist, sich wieder ihren Platz im automobilen Oberhaus zu erobern. Die viertürige Limousine XTS – sie dürfte bei rund 40.000 Dollar starten und wird damit ähnlich teuer wie der sportlichere CTS – basiert auf einer verlängerten Epsilon-Plattform und ist damit eng mit dem Opel Insignia verwandt. Sie spricht zwar konservativere Kunden an als der CTS, ist aber bei weitem innovativer und moderner gezeichnet als der verflossene DTS.

[foto id=“390045″ size=“small“ position=“left“]Die Studie Ziel verweist auf das tatsächliche Spitzenmodell – einen hinterradgetriebenen Viertürer, der in rund drei Jahren mit einer Auswahl von V6- und V8-Motoren kommen wird. Diese Limousine wird nochmals über dem gerade ausgelaufenen STS rangieren, der bei der sportlichen Neupositionierung der Marke bereits eine wichtige Rolle spielte. Auf Basis des Elektrofahrzeugs Chevrolet Volt erscheint um 2014 ein flacher Cadillac-Sportwagen namens ELR – und schon im Januar steht auf der Detroiter Messe ein BMW 3er-Konkurrent namens ATS.

[foto id=“390046″ size=“small“ position=“left“]Bei Buick gab es weniger zu sehen – Hoffnungsträger der Marke ist vor allem der auf dem Opel Astra basierende Verano, während der mit dem Opel Insignia baugleiche Buick Regal die Erwartungen bislang nur in China, nicht aber in den USA erfüllt. Dafür gibt Chevrolet Gas: Der kleine Spark kommt auch nach Amerika, bald sogar als Elektroauto; der Camaro wird von einem 588 PS starken Spitzenmodell gekrönt, und die Mittelklasselimousine Cruze kommt sogar mit Dieselmotor. Das ist ein Signal pro Diesel, das auf dem diesbezüglich eher abgeneigten US-Markt gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Ob sich der Selbstzünder doch noch durchsetzt? Auch Mazda bringt den CX-5 in den USA als Diesel.

[foto id=“390047″ size=“small“ position=“left“]GM verdient nach überstandener Insolvenz wieder gutes Geld – hat allerdings nichts zu verschenken. Wohl deshalb haben die Detroiter den China-Plänen der ehemaligen Tochter Saab jüngst einen Riegel vorgeschoben. Geht die Marke in chinesische Hände über, wird die Belieferung mit dem SUV 9-4X und zahlreichen Komponenten enden oder muss neu verhandelt werden.

Nicht nur GM tritt wieder selbstbewusst auf: Ford widmet sich mit Energie der Umsetzung der „One Ford“-Strategie. Sichtbares Zeichen sind die Escape/Kuga-Zwillinge, die mit deutlich europäisch geprägter Formensprache auf den Markt kommen. Die Baureihen Fiesta und Focus sind international weit aneinander angeglichen; einen eigenen Stil leisten sich die Amerikaner beim Mustang, der in ständig neuen Variationen auf den Markt kommt und eine treue, leistungssüchtige Klientel bedient.

[foto id=“390048″ size=“small“ position=“left“]Viel vorgenommen hat man sich in der Firmenzentrale in Dearborn mit der angestaubten Nobelmarke Lincoln. Sie soll mit neuen Formen und einer spezifisch amerikanischen Interpretation von Luxus Boden wiedergutmachen. Zunächst wird das Augenmerk auf den US-Markt gelegt, dann kommt Asien. Ein Europastart der Marke befindet sich in weiter Ferne.

Sogar bei Chrysler ist Aufbruchstimmung zu spüren. Und das liegt nicht nur am Fiat 500 und dem bevorstehenden, jedoch immer wieder verschobenen Marktstart der Marke Alfa Romeo. Auch die klassischen Boliden wie der Chrysler 300 und der Dodge Charger sind wieder gefragt. Die Spitzenversionen namens SRT8 leisten inzwischen 477 PS. Passt das noch in die Zeit? Ein Chrysler-Ingenieur kommentiert: „Wir konzentrieren uns mit den V8-Modellen auf das, was wir am allerbesten können.“

Die „Big Three“ also schauen optimistisch in die Zukunft – obwohl diese Messe eines ganz sicher nicht war: eine „grüne“ Messe. Natürlich gibt es deutliche Verbrauchssenkungen über die Flotten hinweg, und die Emissionswerte der Volumenmodelle sind auf ein teils sensationell niedriges Niveau gesunken. Doch den Spaß am Autofahren lassen sich die Amerikaner nicht mehr verderben – und das Thema „Umweltfreundlichkeit“ wird entsprechend unaufgeregt und ergebnisbezogen behandelt. Dazu passt, dass sich die Möchtegern-Hoffnungsträger der Industrie, nämlich die E-Auto-Hersteller Tesla und Fisker, auf ihrer heimatlichen kalifornischen Scholle durch Abwesenheit profilieren. Aber das ist dieses Jahr eigentlich fast niemandem aufgefallen.

[foto id=“390077″ size=“small“ position=“left“]

 Die deutschen Hersteller ließen sich jedoch auch nicht lumpen und zeigten dem US-Publikum, nach was es verlangt: PS satt. So präsentierte Porsche neben der neuen Generation des 911 auch die geschärfte GTS Variante des Panamera. Auch am Mercedes-Stand sucht man auf der IAA in Frankfurt noch gefeierte Kompakte wie A-Klasse und B-Klasse vergebens. Stattdessen wetteifern Mercedes ML 63 AMG (5.5-Liter V8-Biturbo mit 525 PS), das Coupé C63 AMG Black Series (6.2-Liter V8 mit 517 PS) und Mercedes-Benz SLS AMG Roadster (ebenfalls 6.2-Liter V8, jedoch mit 571 PS) mit den potenten Amerikanern um die Leistungskrone.

VW greift mit dem neuen Passat CC, der zumindest auf der anderen Seite des großen Teiches künftig nur noch als VW CC firmieren wird, und dem Beetle R zwar nicht wirklich in den Kampf um die Leistungskrone ein, doch geht auch der deutscheste aller deutschen Hersteller mit PS und km/h auf Kundenfang in den USA. Einzig BMW schaffte es mit seinen Elektro-Studien i3 und i8 etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen. [foto id=“390078″ size=“small“ position=“left“]Damit aber auch der umweltbewussteste Amerikaner trotzdem mit ruhigem Gewissen von der L.A. Autoshow nach Hause fahren kann, werden diese bereits auf der Messe-Homepage lediglich als „futuristische Konzeptfahrzeuge“ abgetan. Die Amerikaner sind wieder da! Und zwar da wo sie vor der Krise aufgehört haben.

Die Bilder zu den Highlights der L.A. Autoshow finden Sie in der auto.de Fotoshow: Los Angeles Motor Show 2011: Highlights

 

 

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Volkswagen Caddy

Volkswagen Caddy: Ein Van für alle Fälle

Audi Q2.

Audi Q2: Sauber währt am längsten

Hyundai i20 N

Hyundai i20 N: Mit 204 PS nicht schwerer als die Rallyeversion

zoom_photo