Marktübersicht Supersportler – Muskelprotze unter sich
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Braucht man bei einem Motorrad 200 PS? Eine Beschleunigung von weniger als drei Sekunden von null auf 100 km/h? Eine eher unbequeme, da gebückte Sitzhaltung? Fragen, die man spontan verneinen würde. Und doch ist die Zweirad-Spezies der Supersportler kaum wegzudenken und erfreut die Händler: So verkaufte sich die BMW S 1000 RR in den ersten fünf Monaten des Jahres mehr als 1.000 Mal und eroberte den fünften Platz der Zulassungsstatistik.

Denn über ihre sportlichen Aushängeschilder und das damit verbundene Image definieren sich viele Marken. Insbesondere Ducati, Aprilia und die japanischen Hersteller liefern sich seit vielen Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den schnellsten Racer. Und Ducati ist die Marke, die in diesem Jahr den spektakulärsten neuen Renner auf die Straße brachte – die [foto id=”424713″ size=”small” position=”left”]1199 Panigale. Sie soll vor allem der erwähnten BMW, die seit ihrem Erscheinen nahezu alle Tests gewonnen hat, sowie der 147 kW/200 PS starken Kawasaki ZX-10R Paroli bieten.

Aprilia

Doch der Reihe nach, denn auch andere Marken haben interessante Renner im Programm. So etwa Aprilia. Deren Spross heißt RSV4 Factory APRC und ist die Straßenversion von Max Biaggis WM-Siegerbike 2011. Sie ist über Jahre gereift und ein kompromissloser Sportler: 132 kW/180 PS entwickelt der V4-Motor und zudem einen kernigen und eigenständigen Sound. Er steckt in einem Alu-Brückenrahmen und wird gebändigt durch eines der besten Fahrwerke, bestückt mit Teilen aus der Edelschmiede Öhlins. Auch eine Launchcontrol gegen ein durchdrehendes Hinterrad beim Beschleunigen sowie Traktionskontrolle und Schaltautomat helfen dem Fahrer, die Aprilia zu kontrollieren. Das lässt sich der Hersteller auch reichlich vergüten: 22.590 Euro muss der Fan auf die Theke blättern. Ein Renn-ABS wird indes noch nicht angeboten. In der abgespeckten R-Version mit weniger edlen Teilen gibt es die RSV4 aber auch zu Preisen ab 15.500 Euro.

BMW

Erst vor zwei Jahren kam die BMW S 1000 RR auf den Markt. Ein erster Versuch der Münchner, in der Supersportliga mitzuspielen. Und kaum jemand hätte es für möglich gehalten, dass der weißblaurote Racer sofort zur Benchmark avancieren könnte. Der Neuling überrumpelte die Konkurrenz mit viel Elektronik wie Renn-ABS, Schaltautomat und einstellbarer Traktionskontrolle. Verblüfft hat die Fachwelt aber auch, dass der Reihenvierzylinder in Tests regelmäßig die 200-PS-Grenze überschritt, wobei er nominell mit 141 kW/193 PS angegeben wird. Aber auch die hohe Alltagstauglichkeit der BMW [foto id=”424714″ size=”small” position=”right”]überraschte und trägt viel zu den guten Verkaufszahlen bei, ebenso wie der Preis von rund 16.000 Euro für die Basisversion – wer ABS, Traktionskontrolle und Schaltautomat möchte, landet indes bei rund 18.000 Euro. Für die laufende Saison hat BMW die S 1000 RR leicht überarbeitet, wobei die Übersetzung – für besseren Antritt – verkürzt wurde.

Ducati

Den Neuheiten-Kracher aber lieferte in diesem Jahr die Sportbike-Schmiede Ducati. Die Panigale 1199 soll die Liga der Supersportler aufzumischen. 143 kW/195 PS leistet der neu konstruierte Zweizylinder-V-Motor bei einem Gewicht mit vollem Tank von nur 192 Kilogramm. Damit diese Kräfte unter Kontrolle bleiben, spendiert man der Panigale jede Menge elektronische Helfer wie Integral-ABS, Traktionskontrolle, Schaltautomat, diverse Fahrmodi sowie für das Topmodell Tricolore ein elektronisch justierbares Fahrwerk. Auch der Rahmen wurde neu konstruiert, wobei man sich vom traditionellen Stahlrohrrahmen verabschiedete und auf ein Monocoque aus Aluminium setzt. Die Preise beginnen bei knapp über 19.000 Euro, für die S-Version sowie die S Tricolore muss man noch fünf beziehungsweise neun Tausender mehr hinblättern.

Honda

Mit der CBR 1000 Fireblade begründete Honda einst die Supersportlerliga. Nun ist der Oldie trotz vieler Überarbeitungen ein wenig in die Jahre gekommen, obwohl er noch viel zu bieten hat: So leistet der Motor nicht nur 130 kW/178 PS, vielmehr begeistert er immer noch durch seine Durchzugskraft bei relativ niedrigen Drehzahlen. Mit 209 Kilogramm Leergewicht liegt die Fireblade indes am oberen Rand der Konkurrenz, auch in Sachen elektronischer Helfer kann sie wenig bieten – bis auf ein [foto id=”424715″ size=”small” position=”left”]serienmäßiges Renn-ABS. Man darf getrost davon ausgehen, dass Honda bald nachrüsten wird. Rund 15.000 Euro muss man derzeit für die flotte Japanerin zahlen.

Kawasaki

Schneller auf die Herausforderung BMW reagiert hat Kawasaki. Schon im vergangenen Jahr brachte die giftgrüne Marke mit der aufgewerteten ZX-10R ein 200-PS-Geschoß auf den Markt, das mit ABS und Traktionskontrolle ausgerüstet ist. Auch das Mapping für die Einspritzung des Reihenvierzylinders lässt sich einstellen. Auf der anderen Seite hat die Kawa ein paar Pfunde abgespeckt und kommt beinahe an die 200-Kilo-Marke heran. In Verbindung mit dem sehr guten Fahrwerk und der guten Alltagstauglichkeit avanciert sie zur ernsthaften Konkurrentin. Zumal sie mit 15.500 Euro eine ganze Ecke günstiger ist.

KTM

Traditionell auf V-Motoren setzt die österreichische Zweiradschmiede KTM. Im Racer-Topmodell 1190 RC8 R arbeitet ein wuchtiger Zweizylinder dieser Bauart, der es immerhin auf 128 kW/175 PS bringt. Das klingt nach ruppigen Manieren, doch KTM hat der RC8 dies mit einer optimierten Masseverteilung und Doppelzündung abgewöhnt. Neben dem vielfältig abstimmbaren Fahrwerk bietet die RC8 eine Exzenterverstellung für die Höhe des Hecks, um je nach Bedarf mehr Gewicht auf [foto id=”424716″ size=”small” position=”right”]das Vorderrad bringen zu können. Elektronische Helfer sucht man bei der KTM vergebens, ebenso ABS. Mit 16.295 Euro liegt sie im Bereich des Wettbewerbs.

MV Agusta

Recht exotisch wirkt nach wie vor den Name MV Agusta. Die Marke für Liebhaber italienischer Bikes offeriert mit der F4 1000 RR ein 200-PS-Geschoss, das mit Traktionskontrolle, höhenverstellbarer Schwingenaufnahme, Schmiederäder, Federelementen von Öhlins sowie verstellbare Fußrasten daher kommt und zweifelsfrei signalisiert: Ich gehöre auf die Rennstrecke. ABS fehlt leider im Angebot, und sie hat mit 214 Kilo einige Pfunde zuviel. Dennoch muss man für den besonderen Geschmack 22.900 Euro hinblättern. Aber auch MV Agusta bietet eine abgespeckte Variante, die F4 1000 R, die “nur” 18.500 Euro kostet.

Suzuki

Ganz elektronikfrei bewegt sich die Suzuki GSX-R 1000 über den Rundkurs. Zwar hat man für die aktuelle Saison ein wenig an Optik, Auspuff, Bremsen und Motor gefeilt und einige Kilo abgespeckt, doch sowohl bei der Suche nach ABS als auch einer Traktionskontrolle wird man nicht fündig. Schade, denn der Reihenvierzylinder-Motor gehört mit seinen 136 kW/185 PS nach [foto id=”424717″ size=”small” position=”left”]wie vor zum Feinsten, was der Markt zu bieten hat. Immerhin spürt der Kunde das am Preis: Mit 14.790 Euro ist die Suzi die günstigste Wettbewerberin im Feld.

Yamaha

Mit einem weiteren Klassiker beschließen wir unsere Übersicht: Die Yamaha YZF-R1 ist aus dieser Phalanx von Supersportlern kaum wegzudenken. Nach der großen Überarbeitung vor zwei Jahren hat Yamaha indes wenig geändert, so dass der Reihenvierzylinder nach wie vor 133 kW/182 PS leistet und dank des Hubzapfenversatzes wie ein V-Motor klingt. Immerhin besitzt die R1 mittlerweile eine sechsstufig einstellbare Traktionskontrolle, doch leider kein ABS. Mit 214 Kilo gehört sie außerdem zu den Schwergewichten. Geändert hat sich auch nicht, dass die R1 zu den komfortabelsten Racern gehört, was für viele – neben dem Preis von 15.750 Euro – durchaus ein Kaufargument ist.

Wie man überhaupt sagen muss, dass kompromisslose Rennstrecken-Performance nicht unbedingt das alleinige Kaufkriterium sein sollte. Vielmehr ist entscheidend, ob man sich auf dem jeweiligen Sportler wohl fühlt. Denn die Rennstrecke sehen die superschnellen Bikes doch eher selten.

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