Mercedes-Benz

Mit Brennstoff in der Zelle: In Mercedes- F-Cell-B-Klasse auf Weltumrundung
Mit Brennstoff in der Zelle: In Mercedes- F-Cell-B-Klasse auf Weltumrundung Bilder

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Klar, dass ein Foto mit Warnhinweisen vor über die Straße laufenden Tieren nicht fehlen darf. Bilder

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Fürs Nachfüllen mit Wasserstoff sind zwei komplette Betankungsteams mit dabei. Bilder

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Insgesamt drei F-Cell-B-Klassen plus Begleitfahrzeuge sind beim Mercedes-World-Drive unterwegs. Bilder

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Leuchturm-Projekt: Mercedes-Brennstoffzellen-B-Klasse bei Welttour in Australien. Bilder

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Melbourne/Adelaide – Die Karawane zieht, Ende Januar in Stuttgart gestartet, immer weiter. Gerade hat sie in Australien Station gemacht, wo wir dazu gestoßen sind. Geplant ist vorläufig, dass der F-Cell-World-Drive, die Weltumrundung mit drei BrennstoffzellenB-Klassen von Mercedes, Anfang Juni, dann wieder zurück in Stuttgart, zu Ende geht.

„Bislang gut gelaufen“

Wir treffen Arwed Niestroj am ersten April-Wochenende auf den beiden zusammen über 1000 Kilometer langen südaustralischen Teiletappen von Melbourne nach Portland und weiter nach Adelaide. Auf die Frage, wie es bis dahin gelaufen ist, lässt der verantwortliche Leiter des Konvois und Brennstoffzellen-Spezialist kurz und knapp wissen: „Gut“. Auch Niestrojs Team scheint die Strapazen, die so eine Tour zweifellos ebenfalls mit sich bringt, zumindest nach außen eher gelassen zu nehmen, schmunzelt über einen „Marderbiss an einem Begleitfahrzeug“.

In 125 Tagen über vier Kontinente

Nach dem Paris/Peking-Marathon 2006 haben sich die Schwaben zu ihrem Jubiläum „125 Jahre Automobil/125 Jahre Innovation“ an das gewiss nicht minder aufwändige Unterfangen gewagt, in 125 Tagen den Globus zu umrunden, dabei mit Europa, Amerika, Australien und Asien gleich vier Kontinente zu überqueren und mit Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, den USA, Kanada, Australien, China, Kasachstan, Russland, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark durch 14 Länder zu fahren. Jede der drei F-Cell-B-Klassen hat dann rund 30 000 Kilometer mehr auf ihrem geschwungenen Karosserie-Buckel.

Technisch reif und alltagstauglich

Mit dem World Drive wollen die Stuttgarter untermauern, dass ihre alternative Antriebstechnologie quasi mit eigenem Kraftwerk an Bord bereits alltagstauglich ist. Vorgesehen ist, dass sie 2015 in Serie geht. [foto id=“353294″ size=“small“ position=“left“]

Strom aus Wasserstoff/Sauerstoff-Reaktion

Herzstück ist der Elektroantrieb mit Brennstoffzelle. Die erzeugt, eben direkt im Wagen, den notwendigen Strom aus der chemischen Reaktion von Wasser- und Sauerstoff, wobei es lokal zu keinerlei Schadausstoß kommt. Wasser ist die einzige Emission während der Fahrt. Für das aktuelle, bis zu 170 Stundenkilometer schnelle Modell selbst gibt Mercedes eine Spitzenleistung von 136 PS, maximal 290 Newtonmeter Drehmoment, im Dieselvergleich einen Mixverbrauch von nur 3,3 Litern und 385 Kilometer Reichweite an. Beim Akku handelt es sich um eine Lithium-Ionen-Batterie mit 1,4 Kilowattstunden Speichervermögen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Auch auf notwendige Infrastruktur aufmerksam machen; Gleich zwei Betankungsteams mit dabei; In Perth haben Busse Zuverlässigkeit schon bewiesem ; Tagebuch folgt noch;

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Auch auf notwendige Infrastruktur aufmerksam machen

Über Preise – es könnten um 35 000 Euro sein – spricht auch Mercedes-Mann Niestroj nicht, betont aber, auf dem Niveau eines nach der Abgasnorm Euro 6 zertifizierten Diesel-Hybriden zu liegen. Für den Teamleiter wichtig ist im Zusammenhang mit dem weiteren Ziel der Tour der Hinweis, auf den notwendigen Ausbau einer weltweiten Wasserstoff-Infrastruktur aufmerksam zu machen, die den flächendeckenden Einsatz von lokal schadstofffreien Brennstoffzellen-Fahrzeugen ermöglicht. Bislang existieren nur wenige öffentliche Tankstellen dieser Art.

Gleich zwei Betankungsteams mit dabei

So sorgen bei der Weltumrundung zwei komplette Trupps dafür, dass die mobile Tankstelle mittags und abends zur Verfügung steht. Die Linde AG transportiert den Wasserstoff dafür direkt zur Nachfüllstation. „Der wird“, erklärt Niestroj, „zunächst in die mobile Betankungseinheit geleitet und dort dann mit einem Kompressor auf den Zieldruck von 700bar gebracht“ – und so in die jeweils drei Tanks der Autos gegeben. [foto id=“353296″ size=“small“ position=“left“]

In Perth haben Busse Zuverlässigkeit schon bewiesem

Wir sind auf der Great Ocean Route am Cape Otway angelangt. Ein Australier spricht uns dort vor dem historischen Leuchtturm an, weil wir auf dem Parkplatz am Eingang in unserer entsprechend beschrifteten BrennstoffzellenB-Klasse vorgefahren sind: „Ich kenne die Technologie schon“, sagt unser Gegenüber, „ich komme schließlich aus Perth.“ In der westaustralischen Stadt sind zwischen 2004 und 2007 drei Mercedes-Citaro-Brennstoffzellen-Busse im öffentlichen Personennahverkehr im Einsatz gewesen und haben ihre Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit mit über 261 000 zurückgelegten Kilometern unter Beweis gestellt. „Das ist gut“, betont der Mann aus Perth, Endpunkt der australischen World-Drive-Etappe und fügt hinzu, „sicher nicht nur für uns in Down Under.“

Tagebuch folgt noch

Lesen Sie demnächst noch das Tagebuch unserer australischen Brennstoffzellen-Erfahrung.

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