Porsche

Mit fast jedem Geldbeutel zum eigenen Porsche

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Das G-Modell blickt auf eine lange Bauzeit zwischen 1974 und 1989 zurück. Neben Coupé und Targa gab es auch das Vollcabrio und einen Speedster, Vollverzinkung sichert guten Korrosionsschutz. Bilder

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Der letzte luftgekühlte 911 lief in den Jahren 1993 bis 1998 vom Band. Der Interessent muss mit Preisen ab 25 000 Euro rechnen. Bilder

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Beim Modell 996 mit dem 3,6-Liter-Motor findet man vereinzelt Fahrzeuge um 25 000 Euro. Mit dem 3,8-Liter-Motor ab dem Jahr 2001 geht fast nichts unter 30 000 Euro. Bilder

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Den derzeit noch aktuellen Elfer kann man knapp unter 40 000 Euro bekommen. Er ist dann rund acht Jahre alt. Bei jüngeren Fahrzeugen steigt der Preis kräftig an. Bilder

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Der Name „Porsche“ im Allgemeinen und das Modell „911“ im Besonderen sorgt für Begeisterung bei vielen Auto-Enthusiasten: Es ist und bleibt ein Traumwagen. Es gibt kaum einen Mann, der nicht einmal davon geträumt hat, einen Elfer zu besitzen. Der Faszination des Porsche 911 kann sich wohl kaum einer entziehen, seit diese Sportwagen-Ikone im Jahre 1964 mit seinem typischen Sechszylinder-Boxer-Motor im Heck das Licht der Welt erblickt hat.

Aber was machen, wenn das nötige Kleingeld für einen neuen Porsche fehlt?

Ganz einfach: nach einem gebrauchten Elfer schauen – und da gibt es jede Menge auf dem Markt. Aber Vorsicht: Auch wenn der aktuelle TÜV-Report dem Traum-Porsche ein wahrlich gutes Befinden – selbst im Alter von zehn Jahren – bescheinigt. Da gibt es ein paar Dinge, die zu beachten sind, damit der Kauf nicht [foto id=“395141″ size=“small“ position=“left“]zum Desaster wird.

Der klassische 911 aus den Jahren von 1964 bis 1973 ist ab rund 35 000 Euro zu finden. Diese Modelle sind allerdings nur für echte Fans geeignet und inzwischen rar geworden. Sie sind laut und hart, nicht einfach zu fahren. Und gerade mit ihrer ruppigen Kupplung sind sie im normalen Stadtverkehr mehr nervend denn erfreuend. Aufpassen sollte der Kunde beim Kauf auf Rost. Damals gab es noch keine verzinkten Karosserien, die Winter waren härter und es wurde erheblich mehr Salz gestreut. Somit konnte sich der Rost fast überall und in allen Varianten einnisten, Innenkotflügel gab es nicht. Ein weiterer Punkt, auf den der Kunde achten sollte, ist der Ölverlust des Motors, eine typische Elfer-Schwäche nicht nur aus dieser Zeit. Um diese gänzlich zu beseitigen, muss das Triebwerk zerlegt und völlig neu abgedichtet werden. Dafür werden beim Fachhändler schnell 10 000 Euro fällig. Wer ein gepflegtes Modell aus dieser Zeit findet, sollte keine Scheu haben, den Kauf zu tätigen. Der Wertzuwachs dieser Baureihe ist in den letzten Jahren besser als mit jeder anderen Geldanlage.

Das sogenannte G-Modell wurde zwischen 1974 und 1989 gebaut, erkennbar an den Faltenbälgen zwischen Stoßfänger und Karosserie. Lange Zeit ungeliebt bei Porsche-Klassik-Freunden ist auch hier zunehmende Wertschätzung erkennbar. Besonders der erste Turbo, aber auch der Speedster sind längst in gutem Zustand über 40 000 Euro wert. Gefragt sind auch die Vollcabrios, deren erste Fahrzeuge in Kürze 30 Jahre alt werden. Ein großer Vorteil ist die Einführung der vollverzinkten Karosserie, die Rost nachhaltig unterbindet. Dennoch tritt die braune Pest auch hier auf, beispielsweise rund um die Lampentöpfe oder [foto id=“395142″ size=“small“ position=“right“]besonders nach Unfallschäden. Von hohen Fahrleistungen muss man sich indes weniger abschrecken lassen. Bei regelmäßiger Wartung sind 200 000 und mehr gefahrene Kilometer kein Grund, vom Kauf Abstand zu nehmen.

Mit dem Modell 964 läutete Porsche im Jahr 1989 die Neuzeit für den Elfer ein. Rost war für die Fahrzeuge keinerlei Problem mehr, da die Karosserien mit feuerverzinkten Blechen versehen wurden. Und erstmals wurde der Heckmotor-Klassiker serienmäßig mit Servolenkung und ABS ausgerüstet. Der 964 ist eine eher günstige Variante beim Gebrauchtwagenkauf – allerdings auch die gefährlichste. Probleme im Bereich Antrieb, Motor und Kupplung ziehen oftmals teure Reparaturen nach sich. Hier sollte man also das Inspektionsheft genau ansehen und fragen, welche größeren Reparaturen schon angefallen sind. Immerhin gibt es hier sogar Angebote unter 20 000 Euro.

Das Nachfolgemodell 993 ab Baujahr 1993 gilt allgemein als das zuverlässigste Modell der Elfer-Baureihe. Er ist auch etwas besonderes, da er den letzten luftgekühlten Motor besitzt. Der 3,6-Liter-Boxer leistete 272 PS. In der Endphase ab 1995 bekam er eine Leistungsspritze auf 285 PS verpasst. Viele Fahrzeuge dieser Generation sind mit Allradantrieb und Automatik ausgerüstet. Wer Zeit hat und sucht, kann Fahrzeuge dieser Baureihe um 30 000 Euro finden.

Das 996er-Modell, das ab Ende 1997 gefertigt wurde, bringt dem Verkäufer bei einem Alter von rund zehn Jahren und einer Laufleistung von 200 000 Kilometern noch um die 25 000 Euro. Dieser Preis ist auch für den Gebrauchtwagenkunden ein überaus attraktives Angebot. Er ist zudem der erste 911, der statt mit Luftkühlung mit einer Wasserkühlung daher kommt. Die bis zum Jahr 2001 produzierten Modelle konnten auf einen 3,4-Liter-Boxermotor mit 300 PS vertrauen. Mit der Modellüberarbeitung im Herbst 2001 bekam der Elfer ein neues Triebwerk mit 0,2 Liter mehr Hubraum und eine Leistung von 320 PS. Für Modelle ab diesem Zeitraum liegen die Preise auch deutlich höher als bei den davor produzierten Fahrzeugen. Unter 30 [foto id=“395143″ size=“small“ position=“left“]000 Euro geht hier fast gar nichts. Außer auf die normalen Dinge, die bei jedem Gebrauchtwagenkauf zu beachten sind, hat der Interessent bei dieser 911-Generation lediglich auf die Simmeringe der Kurbelwelle zu achten. Sie können manchmal undicht sein.

Der Porsche 997, der im Jahr 2004 auf den Markt kam, leistet 345 PS. Er ist das aktuellste Modell, das jetzt gerade vor der Ablösung steht. Es gibt ihn in einer Unmenge von Varianten, mit Allrad oder Heckantrieb, manuell oder sequentiell geschaltet, als Coupé oder Cabrio. Probleme gibt es auch mit den ersten, also rund acht Jahre alten Fahrzeugen nicht. Für ein Fahrzeug mit rund 100 000 Kilometern auf dem Tacho werden knapp unter 40 000 Euro fällig. Also etwas weniger als die Hälfte des Neupreises. Für jüngere Fahrzeuge klettern die Preise allerdings in riesigen Schritten nach oben.

Grundsätzlich kann mit man einem halbwegs gepflegten Porsche 911 nichts falsch machen. Dennoch sollte trotz eines relativ günstigen Einstandspreises klar sein, dass Ersatzteile und Reparaturen richtig ins Geld gehen. Träume können mit dem „Elfer“ auch in gebrauchter Form wahr werden. Und meistens ist die Investition nicht falsch angelegt, denn die Fahrzeuge steigen langsam, aber stetig im Wert.

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