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Mitsubishi Colt CZC: Lieber oben ohne
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Der Sommer ist da. Fehlt nur noch das richtige Auto für unbeschwerte Sonnenstunden unterwegs. Mitsubishi hat dafür den Colt CZC im Angebot. Bei Bedarf sogar mir Turbomotor.

Klappt gut

Die Kunden haben entschieden: Kompakte Cabrios brauchen ein klappbares Metalldach. Seit dem Erfolg des Peugeot 206 CC traut sich kein Hersteller mehr, in dieser Klasse ein Stoffdach zu präsentieren. Ausnahme: das Mini Cabrio, dessen Retrodesign voll auf Emotionen setzt. Das Klappdach ist dagegen ein Sieg der Vernunft. Waschstraßenfest und wintertauglich, selbst Verdeck-Vandalen haben keine Chance. Und geschlossen bieten die kleinen Racker sogar einen urlaubstauglichen Kofferraum. 460 Liter beim Colt CZC. Bestwert im Segment. Dazu ist der neue Colt CZC 1.5 (109 PS) mit einem Basispreis von 16.990 das günstigste Cabrio seiner Art. Der 1.5 Turbo (150 PS) startet bei 22.900 Euro.

Heckmeck mit dem Hecktrick

Geschlossen sind die Klappdächer zwar praktisch, doch man möchte die Autos lieber offen sehen. "Befreie mich von dieser Kapuze", ein stummer Schrei, der mir beim Anblick des Colt CZC in den Ohren gellt. Aus dem mächtigen Heck wächst ein buckliges Dach. Das Ding ist dicht und es faltet sich per Knopfdruck in 22 Sekunden in das Heck. Punkt. Die Form folgt der Funktion, da konnten sich die Designer bei Pininfarina in Turin, wo der Japaner auch gebaut wird, noch so große Mühe geben. Schließlich wollen die beiden Dachsegmente im Kofferraum verstaut sein. Altmeister Peugeot 206 CC und der ebenfalls neue Nissan Micra C+C haben mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Einzig der Opel Tigra TwinTop ist als Zweisitzer im Vorteil. Er verzichtet auf die Alibi-Rückbank – mangels Beinfreiheit und Polstern im Mini-Format mag dort bei Kleinwagencabrios sowieso keiner sitzen. Dadurch fällt das Dach kürzer aus, was den Designern mehr Spielraum lässt.

Hauptsache Cabrio

Offen präsentiert sich der Mitsubishi als Auto mit unverwechselbarem Charakter. Vorderwagen und Heck erscheinen fast gleich lang. Wer hinter dem CZC herfährt, entdeckt ein schmales Leuchtenband und Kanten von italienischem Schick. Ein Hauch von Alfa Romeo weht durch die laue Sommerluft. Die Motorhaube und die schräg stehende Scheibe bilden optisch eine Linie, die für einen gehörigen Schuss Dynamik sorgt. Dahinter sitzt man auch noch bei hohem Tempo gut geschützt, wenn auch recht hoch. Für manchen mag problematisch sein, dass sich das Lenkrad nur in der Höhe und nicht längs verstellen lässt. Bei meinen 1,80 Metern hat die Sitzposition gepasst. Dazu haben auch die bequemen Sportsitze mit Teillederbezug (Serie beim Turbo, Aufpreis Invite 1.000 Euro) beigetragen. Das Seriengestühl der schwächeren Variante ist zwar auch nicht unkomfortabel, doch mit deutlich weniger Seitenhalt ausgestattet.

Innere Werte

Zu den Highlights des Colt gehört das pfiffige Armaturenbrett. Die Kunststoffe sind zwar einfach aber solide. Und mit dem in die Oberfläche eingeprägten Quadratmuster hübsch anzusehen. Zumindest, wenn schwarz und nicht grau als Farbe gewählt wurde. Nachts ist der Innenraum in weiches Licht getaucht, denn die Mittelstrebe und die Bedienknöpfe der Mittelkonsole sind von innen beleuchtet – Translucent Design nennt Mitsubishi diesen Effekt. Im Gegensatz zu den meisten Cabrios sitzt der Schalter für die Verdecktechnik nicht irgendwo in der Fahrzeugmitte, sondern seitlich in der Fahrertür. Der vermeintliche Griff zum elektrischen Fensterheber wird dann mit einer piepsenden Verwarnung beantwortet, wenn man wieder einmal versehentlich den Verdeckschalter erwischt hat. Mit zunehmender Benutzungsdauer dürfte das Problemchen aber an Bedeutung verlieren. Ansonsten gibt das übersichtliche Cockpit keine Rätsel auf.

Einer ist Favorit

Mitsubishi bietet den CZC als Basismodell 1.5 (16.990 Euro) sowie in den Ausstattungsstufen Inform (17.990 Euro), Invite (18.990) und Turbo (22.990) an. Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und vier Airbags sind immer an Bord. Der Invite bietet mit 16-Zoll-Alus, MP3-CD-Radio, Klimaanlage und elektronischem Stabilitätsprogramm die beliebtesten Extras inklusive, womit dem Basismodell nur die Statistenrolle bleiben dürfte. Beim Topmodell setzt Turbotechnik dem 1,5-Liter-Vierzylinder die Krone auf. Die Leistung wächst von 109 PS (80 kW) auf 150 PS (110 kW). Mehr als Genug für ein Cabrio, zumal wenn es sich um einen Kleinwagen handelt.

Weniger ist mehr

Damit die Leistung sicher auf die Straße kommt, verfügt das Topmodell über ein härter abgestimmtes Sportfahrwerk. Der Federungskomfort ist entsprechend straff, ohne jedoch die Passagiere mit übertriebener Härte zu quälen. Auf schlechten Straßen kommt dennoch spürbar Unruhe in den Vorderwagen. Im direkten Vergleich präsentiert sich die 109 PS-Variante ohne Sportfahrwerk deutlich harmonischer. Hohe Kurvengeschwindigkeiten sind auch mit der Basisabstimmung möglich. Keine Kritik auch an den Fahrleistungen. Die sind mit 180 km/h Spitze und 10,5 Sekunden für den Tempo-100-Sprint recht flott. Der Turbo ist mit 8,4 Sekunden und 205 Stundenkilometern zwar deutlich schneller, doch besonders im Gebirge ist das Leistungsplus von theoretischer Natur. Beim Beschleunigen aus Haarnadelkurven fällt der Motor in ein tiefes Turboloch – Leistung ade. Abhilfe schafft hohe Drehzahl im kleinen Gang. Dann ist es aber mit dem ansonsten entspannten Cabrio-Feeling vorbei.

Fazit: Besonders offen vermag der Mitsubishi Colt CZC zu überzeugen. Zum Topmodell sollte jedoch nur greifen, wer auf den prestigeträchtigen Modellzusatz "Turbo" nicht verzichten möchte. Alle anderen sind mit 109 PS bestens versorgt.

http://www.mototype.de, Holger Schilp

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