Motorhutze erobert Kompaktklasse

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Das ursprünglich aus dem Motorsport stammende Tuning-Element Spoiler hat sich bereits 1953 seinen Weg in ein Serienfahrzeug gebahnt. Damals hat die Wolfsburger Firma Kamei für den VW Käfer ein sogenanntes Tiefensteuer entworfen, das anstelle der Front-Stoßstange zum Einsatz kam, um die Hecklastigkeit zu kompensieren.

Nach und nach hat der Spoiler vor allem als Dachabschluss alle Fahrzeugklassen bis hin zu Kleinstwagen wie den Ford Ka erobert. Nun scheint sich ein weiteres aus dem Motorsport bekanntes Karosserieelement in die unteren Fahrzeugklassen vorzuwagen: Die Rede ist von einer „Hutze“ auf der Motorhaube, durch die mehr Luft zum Motor strömen soll. Der auf dem Genfer Salon (5. bis 15. März) debütierende Kompaktklässler Mazda3 MPS trägt nun erstmals eine solche Hutze auf seiner Haube, die eine bessere Anströmung des oben auf dem Motor platzierten Ladeluftkühlers mit Kühlluft bewirkt. Der sportliche Fünftürer wird zwar weiterhin vom bisherigen 191 kW/260 PS starken 2,3-Liter-Benziner angetrieben, doch optisch prescht der Neue mit der Motorhauben-Hutze in Richtung Rennsport.

Auch der weit aufgerissene Lufteinlass und der steil nach oben stehende Dachspoiler sprechen eine neue Formensprache und lassen Wettbewerber wie VW Golf GTI oder Opel Astra OPC daneben recht brav erscheinen. Doch die Hutze in der Kompaktklasse ist nicht neu, wie der Subaru Impreza WRX STi beweist. Denn der sportliche Fünftürer mit Allradantrieb und 221 kW/300 PS starkem Boxermotor trägt bereits seit Jahren eine solche Hutze auf der Haube. Bis die Motorhauben-Hutze ihren Weg von der Kompaktklasse in noch kleinere Fahrzeugklassen findet, wird wohl noch eine Weile dauern. Wobei derzeit die wiederbelebte Veredelungsschmiede Abarth mit dem aufgemöbelten Fiat 500 beweist, dass selbst die kleinsten Fahrzeuge vor einem Rundum-Tuning nicht sicher sind.

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