Motorrad: Moderne Technik für mehr Sicherheit
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Die Sicherheitssysteme für Motorräder werden stetig weiterentwickelt. So ist ein Anti-Blockier-System (ABS) bei den meisten Maschinen über 250 Kubik Hubraum zumindest optional an Bord – teils auch in einer Supersport- oder einer Offroad-Variante. Aber auch andere elektronische Helferlein kommen immer häufiger zum Einsatz.

Nicht nur bei PS-starken Maschinen bedeutet eine Traktionskontrolle ein ungemeines Sicherheits-Plus. Denn bei Nässe oder glatter Fahrbahn können in Schräglage zu starke Beschleunigungskräfte das Hinterrad ausbrechen lassen und zum Sturz führen. Schon 2009 präsentierte BMW mit der dynamischen Traktionskontrolle „DTC“ eine Erweiterung der BMW Motorrad Automatic Stability Control „ASC“. Hier wird zum ersten Mal im Serienmotorradbau die Schräglage des Fahrzeugs als zusätzliche Parameter zu Hilfe genommen, um in jeder Fahrsituation den idealen Regeleingriff zu gewährleisten. Und Im Bereich Elektrik und Elektronik werden kontinuierlich innovative Beleuchtungssysteme entwickelt, zum Beispiel das erste adaptive Kurvenlicht im Motorradbau, das im BMW-Luxustourer K 1600 zur Wahl steht.

Bei der Supersportmaschine „HP4“, die BMW Ende 2012 auf den Markt bringt, kommt erstmals in einem Serienmotorrad eine sogenannte „Dynamic Damping Control“ zum Einsatz: Dahinter verbirgt sich ein elektronisches System, das automatisch die Dämpfung der Gabel und des Federbeins dem augenblicklichen Fahrmanöver sowie der Fahrbahnbeschaffenheit anpasst. Das soll stets für eine optimale Dämpfung und maximale Traktion sorgen.

In der Entwicklung befindet sich bei BMW ein Fahrer-Informations-und-Assistenz-System, das gefährliche Situationen von vornherein verhindern soll. Das System kombiniert Verkehrsschilder- und Objekterkennung sowie eine Auffahrwarnung. Bei Gefahr wird dann der Bremseingriff vorbereitet.

Querverkehrsassistenten können in Zukunft auf die Kreuzung zufahrende Verkehrsteilnehmer, die aktuelle Vorfahrtsituation sowie die Kollisionswahrscheinlichkeit analysieren. Im Falle akuter Kollisionsgefahr erhöht das System mittels Lichtern und Hupe die Wahrnehmbarkeit des Motorrads.

Bei einem Ampelphasenassistenten kommuniziert die Lichtsignalanlage mit dem Fahrzeug. Wäre bei unveränderter Geschwindigkeit die Ampel bei Erreichen der Kreuzung bereits in der Rotphase, erhielte der Fahrer diese Information frühzeitig genug über die Instrumentenkombination, um noch sanft abbremsen zu können.

Honda hat sich in der jüngeren Vergangenheit um den Airbag fürs Motorrad verdient gemacht und bietet ihn bei der GL 1800 GoldWing an. Er ist mittig im Instrumententräger auf dem Lenker positioniert und funktioniert wie ein Airbag im Auto, füllt sich bei einem Frontalaufprall mit Gas und schützt zumindest Kopf und Oberkörper des Fahrers. Obwohl ein ADAC-Test die Wirksamkeit dieser Sicherheitstechnik unter Beweis stellt, halten sich andere Hersteller damit weiterhin zurück. Eine Traktionskontrolle und ein Kombi-Bremssystem, also das Ansprechen beider Bremsen mit einem Hebel, hat auch Yamaha im Programm. Kawasaki und Suzuki sehen sich momentan nicht in der Lage Presseanfragen nach Sicherheitssystemen zu beantworten.

Modernste Technik hilft indes nur bedingt, wenn das Können des Fahrers unterentwickelt ist. Deshalb gehören zum Rundum-Sicherheits-Konzept von BMW das Fahrertraining für unterschiedliche Einsätze, von Offroad bis zur Rennstrecke und vom Anfänger bis zum „alten Hasen“. Honda bietet ein „Fahren ohne Führerschein“ an, bei dem sich Interessierte in den Sattel schwingen und ausloten können, ob Motorradfahren ein potentielles Hobby für sie sein könnte. Ein zweites Angebot richtet sich an Wiedereinsteiger, also Menschen, die zwar über einen Führerschein verfügen, aber lange keine Fahrpraxis mehr haben.

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