Ratgeber: Das Stoffverdeck mag es sanft
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Das neue VW Golf Cabrio kommt Mitte Juni mit einem Stoffverdeck auf den Markt. Bilder

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Wer ein Cabrio mit Stoffverdeck hat, sollte bei der Wäsche am besten selbst Hand anlegen. Bilder

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Das Stoffverdeck für Cabrios ist seit einigen Jahren wieder hoch im Kurs. Auch aktuelle Neulinge wie der offene VW Golf und das BMW 6er Cabrio setzen auf die Textilhaube. Der Grund: Die leichten Mützen sehen in den meisten Fällen im Vergleich zu den Stahl-Klappdächern einfach schicker aus und bieten heutzutage fast den gleichen Komfort. Dafür verlangt das klassische Verdeck etwas mehr Pflege.

Denn während man mit dem Stahldach-Cabrio einfach durch die Waschstraße fahren kann, muss man bei einem Stoffverdeck selbst Hand anlegen. Dabei sollte man das Verdeck allerdings von Zeit zu Zeit aussparen, um den Stoff zu schonen. Das Dach selbst wird mit Bürste und Staubsauger gereinigt. Ist es stark verschmutzt, gehen eine weiche Bürste, ein Schwamm und Autoshampoo den Flecken wirkungsvoll an den Kragen. Zuerst wird der Stoff vorsichtig ausgebürstet, danach reibt man die verschmutzten Stellen von vorn nach hinten mit Autoshampoo oder verdünntem Spülmittel vorsichtig ab. Wenn selbst das nicht hilft, muss der Hochdruckreiniger herhalten. Doch Vorsicht: Da der harte Strahl den Stoff im Extremfall zerschneiden kann, sollten mindestens 40 Zentimeter Sicherheitsabstand eingehalten [foto id=“350395″ size=“small“ position=“left“]werden.

Wer keine Lust auf die Handwäsche hat, sucht sich eine Wachsstraße, die eine spezielle Cabrio-Wäsche anbietet. Hierbei wird der Druck der rotierenden Rollen reduziert, wodurch die mechanische Belastung für das Stoffdach sinkt. Zudem sparen die Hochdruckreinigungsdüsen das Verdeck aus. Verzichten muss man bei der Waschstraßen-Tour jedoch auf Programme mit Heißwachs. Denn der Wachs würde die Poren des Stoffverdecks verstopfen.

Nach der Dusche für das Dach muss das Cabrio so lange mit geschlossener Haube stehen bleiben, bis das Verdeck restlos trocken ist. Andernfalls riskiert der Halter hässliche Stockflecken und Druckstellen. Damit das Dach nicht ausbleicht, stellt man das Auto zum Trocknen am besten in den Schatten. Hat das Dach kleine Risse, ist der Sattler der richtige Ansprechpartner. Wer sich selbst eine Reparatur zutraut, findet im Fachhandel spezielle Kits mit zuschneidbaren Stoffstücken und einem Hochleistungskleber.

Einmal im Jahr lässt man sein Stoffverdeck imprägnieren. Das schützt vor dem Ausbleichen und wirkt zudem wasserabweisend. Wer sein Cabrio im Freien parkt, sollte zwei- bis dreimal pro Jahr ein Imprägnierspray anwenden. Wer ein Auto mit Kunststoffverdeck besitzt, muss bei der Fahrt in die Waschstraße darauf achten, dass keine alkalihaltigen Reinigungsmittel verwendet werden. Wer sich in diesem Punkt nicht sicher ist, sollte den Betreiber fragen. Auch zu meiden sind Heißwachsbehandlungen, da sie dunkle Dächer stark ausbleichen können. Generell sind Anlagen mit rotierenden Textilstreifen den Bürsten-Anlagen vorzuziehen. So bleibt der Stoff des Verdecks geschmeidig und die Strahlkraft des „Oben-Ohne“-Autos garantiert lange erhalten.

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