Rückblick auf die Rallye Monte Carlo – Rückkehr einer großen Serie
Rückblick auf die Rallye Monte Carlo - Rückkehr einer großen Serie Bilder

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Mini und Citroen leilen sich den sogenannten Prince-Motor Bilder

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Der Mini Countryman ist der dritte im Bunde Bilder

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Das Leergewicht liegt bei 1.200 Kilogramm Bilder

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Auch Ford mischt in der WRC mit Bilder

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Das Reglement erlaubt 1,6-Liter-Turbomotoren mit bis zu 220 kW/300 PS Bilder

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Der amtierende Weltmeister Loeb in seinem Rennwagen Bilder

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Viele Autobegeisterte werden sich noch gut an die Zeit erinnern, als nicht Sebastian Vettel oder Michael Schumacher, sondern ein großgewachsener Niederbayer die benzingeschwängerten Diskussionen beherrschte: Walter Röhrl. Als sportlicher Nationalheld fand er seine Entsprechung in den Asphalt-, Schotter- und Schnee-Virtuosen vom Schlage eines Björn Waldegaard, eines Hannu Mikkola oder eines Carlos Sainz. Damals waren es oft reinrassige Sportwagen, die auf die WM-Läufe losgelassen wurden – Ikonen wie der Lancia Stratos oder der Audi Quattro.

Eine tiefgreifende Zäsur erfuhr der Sport vor 25 Jahren: Nach einer Serie schwerer Unfälle verschwand die Gruppe B; ab 1987 trat die Gruppe A mit teils nur noch 230 PS an. Rallye-Legende Walter Röhrl stieg enerviert aus. Inzwischen ist daraus die WRC (World Rallye Championship) geworden – und an den Start gehen nur noch kompakte, relativ profan aussehende Fahrzeuge.

Die allerdings haben es in sich: Das Reglement erlaubt 1,6-Liter-Turbomotoren mit bis zu 220 kW/300 PS, das Leergewicht liegt bei 1.200 Kilogramm. Drei Fahrzeuge treten in der [foto id=“401922″ size=“small“ position=“right“]WRC gegeneinander an: Der Citroen DS3, der Ford Fiesta RS und der Mini Countryman. Kurioserweise nutzen Mini und Citroen, die sich in der Serie den sogenannten „Prince“-Motor teilen, unterschiedliche Konzepte: Citroen baut einen eigenständigen Rennmotor ein, der Mini nutzt hingegen eine stark modifizierte Variante des Serienaggregats. Auch die Positionierung der Basisfahrzeuge weicht ab: Während der Ford Fiesta ein gewöhnlicher Kleinwagen ist, handelt es sich beim Citroen DS3 um ein designorientiertes Lifestyle-Fahrzeug; Mini wiederum nutzt nicht etwa den normalen Dreitürer, sondern den hochbauenden Crossover Countryman als Grundlage für das Rallye-Fahrzeug.

Zwar verströmen diese Typen nicht mehr das Flair der klassischen Rallye-Sportwagen, für Begeisterung ist jedoch allemal gesorgt, wenn die gut 300 PS starken Kraftzwerge im Drift über die Sonderprüfungen gepeitscht werden. Schon am Motorenklang lassen sich die Konkurrenten auseinanderhalten, und das Erlebnis für die Zuschauer profitiert abermals, wenn die Sonne versinkt. Dann durchschneiden gleißend helle Scheinwerferbatterien die Dunkelheit, und die Bremsscheiben und Auspuffanlagen glühen sichtbar.

Jede Rallye hat ihren eigenen Charakter – von den verschneiten Pisten in Schweden über die geschotterten Pisten in Südeuropa bis hin zur Hatz durch die Weinberge an der Mosel. [foto id=“401923″ size=“small“ position=“right“]Die Königin der Rallyes ist jedoch unangefochten die Rallye Monte Carlo. Sie führte in diesem Jahr über 400 Kilometer reine Wertungsprüfungen durch Südfrankreich bis nach Monte Carlo, gipfelnd in der nächtlichen Jagd über den 1.607 Meter hohen Col de Turini. Den Sieg holte sich heuer der schier uneinholbare Sebastian Loeb auf Citroen DS3; auf dem zweiten Platz folgte Daniel Sordo Castillo auf Mini. Platz 3 fiel an Petter Solberg mit dem Ford Fiesta RS. Rallye-Legende Walter Röhrl weist allerdings darauf hin, dass sich die Zeiten geändert haben: Früher handelte es sich um eine Sternfahrt, die in verschiedenen Metropolen Europas startete; die Distanz allein an Wertungsprüfungen erstreckte sich auf rund 1.000 Kilometer. Und Rallyefahrer Armin Schwarz berichtet, dass sich früher viel mehr Besucher an den Pisten einfanden.

Vielleicht kehren diese Zeiten ja wieder zurück: Im kommenden Jahr wird auch Volkswagen mit einem entsprechend modifizierten Polo mitmischen. Und dann dürfte die Serie weiter an Attraktivität gewinnen. Schließlich geht es hier nicht nur um den Fahrerkult wie in anderen Rennserien, sondern um relativ seriennahe Technik – und Fahrkönnen unter verschiedensten Umständen. Das lässt sich dann auch in Serienerfolge ummünzen. So hat Citroen unter der Bezeichnung „Racing“ eine 207 PS starke Sonderserie des Citroen DS3 aufgelegt. Der Mini-Konkurrent war in kürzester Zeit ausverkauft. Nun soll nochmals nachgelegt werden. Der Rallyesport, so scheint es, gewinnt wieder an Anziehungskraft.

 

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