Mercedes-Benz

Test: Mercedes GLK 200 CDI – Zwischen den Fronten
Test: Mercedes GLK 200 CDI - Zwischen den Fronten Bilder

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Ursprünglich waren SUV einmal auf Reise- und Alltagstauglichkeit getrimmte Geländewagen. Das Sport in Sport Utility Vehicle bezieht sich dabei weniger auf Sportlichkeit, als auf die Eignung, die Insassen auch zu sportlicher Betätigung zu bringen, die nicht direkt an eine Straße gebunden ist – Kanufahren beispielsweise oder Surfen, hilfsweise auch Angeln.

In dieser Hinsicht war es nicht unwichtig, dass die Fahrzeuge Allradantrieb hatten. In dem Maße, wie SUV chic wurden und Vans als Mama-Auto ablösten, wurde der Allradantrieb obsolet. Entsprechend gibt es in der Kompaktklasse viele Modelle, die nur noch über die Vorderräder angetrieben werden, sich aber immer noch SUV nennen. Eine Klasse höher gibt es dieses [foto id=“459740″ size=“small“ position=“left“]Prinzip auch.
 
Mercedes bietet sein Mittelklasse-SUV GLK als Einstiegsversion auch nur mit Heckantrieb an. Der GLK 200 CDI trat in diesem Winter zu unserem Alltagstest an. Der kurze GL erinnert optisch unter allen SUV seiner Klasse am ehesten an einen echten Geländewagen: kantig, knochig, geradlinig. Das steht dem Auto gut, wirkt er doch sehr viel weniger weichgespült als manche Wettbewerber. Man möchte ihn nehmen und gleich mal einen Abstecher in den Wald machen. Blöd allerdings, dass Frau Holle Überstunden macht und gerade wieder frischer Schnee auf der Straße liegt. Schon in der ersten Kurve macht der GLK 200, was heckgetriebene Autos in solchen Fällen gerne tun – er schwänzelt ums Eck und lässt sich vom ESP einbremsen. Das ist schon bei der ersten Bergan-Passage eher unpraktisch. In den Wald kommen wir so jedenfalls nicht.
 
Nun muss man gemeinhin eher selten in den Wald und darf es als Normalsterblicher mit dem Auto ohnehin nicht, es wäre aber schön, wenn das Auto hielte, was es optisch verspricht. Natürlich lässt man bei Mercedes nicht ohne Not eine angetriebene Achse weg. Der Verzicht auf Allradantrieb beim Einstiegsmodell hat ja zwei mehr oder weniger gute Gründe. [foto id=“459741″ size=“small“ position=“right“]Zum einen wird das Fahrzeug günstiger, zum anderen sparsamer.
 
Die Schwaben setzen bei ihrem Basis-SUV wie bei allen Vierzylinder-Diesel-Versionen ihre 2,1-Liter-Allzweckwaffe ein. Im GLK 200 leistet der Selbstzünder 105 kW/143 PS. In dieser Version ist der Motor ausschließlich mit Hinterradantrieb zu haben, was die Vergleichbarkeit in Sachen Preis und Verbrauch etwas erschwert. Dieser GLK kostet 36.650 Euro und verbraucht im Mix 5,5 Liter. Auf den gleichen Wert kommt auch der GLK 220 CDI mit 125 kW/170 PS, der mit 38.800 Euro in der Liste steht. Von diesem wiederum gibt es eine Allradversion, deren Verbrauch 0,6 Liter höher liegt und die zudem rund 4.500 Euro teurer ist. So gesehen geht die Rechnung für sparsame Kunden auf, die auf die bauartbedingten Vorzüge des Traktionshelfers verzichten können und auf winterlichen Straßen nicht fahren müssen oder eine Alternative mit Allrad haben.
 
In der Praxis ist der kleinste Motor weniger sparsam als zu erwarten wäre. Im Schnitt benötigten wir 7,8 Liter Diesel, ein parallel bewegter ML 250 mit dem gleichen Grundmotor, aber 204 PS und Allradantrieb kam auf den gleichen Wert. Die Sparsamkeit ist also durchaus relativ, hat doch die schwächere Motor mit der Beschleunigung des immerhin gut 1,8 Tonnen schweren GLK keine leichte Aufgabe zu bewältigen. Es vergehen auch betuliche 10,3 Sekunden, bis man auf Landstraßentempo ist. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Mercedes mit 195 km/h an. Ausreichend, zumal man mit dem GLK [foto id=“459742″ size=“small“ position=“left“]keine Rennen fahren will. In höhere Temposphären machen sich auch die Nachteile des kantigen Auftritts in Form von stärkeren Windgeräuschen unangenehm bemerkbar. Am besten hält man sich im Bereich der Richtgeschwindigkeit auf, dann passen Motorleistung und Komfort am besten zueinander.
 
Mit einer Länge von 4,54 Metern ist der GLK für ein Mittelklasse-SUV knapp geschnitten. Als er aufgelegt wurde, waren Autos insgesamt noch kompakter. Heute sind manche SUV der eigentlich kleineren Kompaktklasse größer. Entsprechend eng geht es auch innen zu. Während man vorne markengerecht kommod sitzt, wird der Beinraum hinten schon recht spack. Wer also ein SUV als Raumwunder sucht, ist hier falsch und legt besser mindestens 56.000 Euro auf den Tisch es Händlers, um gleich eine M-Klasse zu erwerben. Ausstattungsbereinigt dürfte der Aufpreis deutlicher geringer sein, als die Basiswerte aussagen.
 
Bekanntlich arbeitet Mercedes mit Hochdruck an einem SUV auf Basis der A-Klasse, um dem BMW X1 einen Wettbewerber entgegen zu stellen. Der dürfte kaum kleiner sein als der GLK. Auf diese Weise wird das bislang kleinste SUV des Hauses auf die Dauer zwischen den Markenbrüdern aufgerieben.

Datenblatt: Mercedes GLK 200 CDI

Fünftüriges, fünfsitziges SUV der Mittelklasse
Länge: 4,54 Meter
Breite: 1,84 Meter (2,02 Meter mit Außenspiegeln)
Höhe: 1,70 Meter
Radstand: 2,76 Meter
Kofferraumvolumen: 450 bis 1.550 Liter

Motorisierung

Diesel: 2,0-Liter, 105 kW/1143 PS, maximales Drehmoment: 350 Nm bei 1.200 – 2.800 U/min
Vmax: 195 km/h
0-100 km/h: 10,3 s
Durchschnittsverbrauch: 5,6 l/100 km
CO2-Ausstoß: 147 g/km
Effizienzklasse: A
Testverbrauch: 7,8 Liter
Preis: ab 36.652 Euro

Kurzcharakteristik: Mercedes GLK 200 CDI

Alternative zu: Audi Q5, BMW X3, Volvo XC60
Sieht gut aus: bei glatten Straßen im Carport stehend
Passt zu: Schönwetterfahrern

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