Lamborghini

50 Jahre Lamborghini: Mission „Kraft für Freude“
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Die stärksten und expressivsten Autos haben einen Namen: Lamborghini. Der Hersteller extremster Sportwagen feiert in diesem Jahr seinen 50 Geburtstag. Die Geschichte von „Lambo“ jagte fünf Jahrzehnte lang durch extreme Autos, multiple Pleiten und spektakuläre Flops. Dabei hätte es die Marke ohne Ferrari nie gegeben. 

Die Geburt der Marke Lamborghini 1963 war das Ergebnis des exzentrischen Geschäftsgebarens von Enzo Ferrari. 1948 hatte der Unternehmer Ferruccio Lamborghini (1916 ? 1993) eine erfolgreiche Marke für die Produktion von Traktoren in Ferrara in der Provinz Emiglia-Romana gegründet, zu der auch Modena und Maranello, die Heimat von Ferrari, gehören. Später erweiterte Lamborghini sein Produktportfolio mit Gasbrennern und Klimaanlagen und züchtete zudem erfolgreich Weine.

1958 gedachte der erfolgreiche Unternehmer Lamborghini, sich angemessen zu motorisieren und erwarb einen Ferrari „250 GT“. Unzufrieden mit dem Komfort und der Geräuschentwicklung des Zwölfzylinder-Coupés, versuchte er seine Kritik an dem Fahrzeug direkt bei Enzo Ferrari zu kommunizieren. Der ließ Lamborghini jedoch derart auflaufen, dass der Traktorenbauer beschloss, „dem Schnösel aus Maranello zu zeigen, wo der Hammer hängt“. Er beschloss, sein eigenes Auto zu bauen: schöner, schneller und besser als jeder Ferrari, versteht sich.

Da traf es sich prima, dass sich „Commendatore“ Ferrari gerade mit seinem Top-Ingenieur Giotto Bizzarrini überworfen hatte, der 1962 mit dem „250 GTO“ sein Meisterstück abgeliefert hatte.Lamborghini engagierte Bizzarrini, der für den ersten Lambo, den „350 GT“ von 1963, einen 3,5-Liter-V12-Motor konstruierte, der 257 kW/350 PS mobilisierte. Die Qualität dieser Konstruktion unterstrich den fast 50-jährigen Bestand des Motors. Der V12 erlangte in der letzten Entwicklungsstufe 6,5 Liter Hubraum und 493 kW/670 PS und bewegte den bis [foto id=“465863″ size=“small“ position=“right“]Anfang 2011 gebauten Supersportwagen „Murcielago“ bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h.

Die 4,46 Meter lange Karosserie des berauschend schönen „350 GT“ fertigte der Karosserier „Touring“ nach dem „Superleggera“ Prinzip. Dabei spannt sich eine leichte Karosserie aus Aluminium über einen stabilen Gitterrohrrahmen aus Stahl. Bis 1967 entstanden 120 Exemplare des bis zu 260 km/h schnellen Gran Turismo. Seitdem treten alle Top-Modelle der Marke mit Zwölfzylindern an. Der aktuelle Aventador legt 515 kW/700 PS vor. Lamborghini gebärdete sich mit seinen Sportwagenentwicklungen fortan wie der beständige Stachel im Fleische Ferraris.

Stets waren die Lambos gewagter gestylt, fortschrittlicher konzipiert und kräftiger motorisiert. 1967 versetzte der „Miura“ – erstmals bei einem Seriensportwagen – den Motor ins Heck und transportierte das Mittelmotorkonzept von der Rennstrecke auf die Straße. Wie zum persönlichen Spott auf alle Energiekrisen erschien 1974 der unglaubliche „Countach“.

Im Vergleich zu Ferrari erreichten die „Lambos“ nie vergleichbare Auflagen, was schließlich 1978 zum Konkurs führte. Der Staat übernahm die Kontrolle über das Unternehmen, das 1980 die Brüder Mimram aus der Schweiz erwarben. Die ließen sich vor allem von ihrer persönlichen Begeisterung für Sportwagen tragen, weniger von Erfahrungen im komplizierten Markt der Hochleistungs-Sportwagen. 1987 hielt es der amtierende Chrysler-Chef Lee Iacocca für eine gute Idee, dem gerade wieder erstarkenden Chrylser-Imperium mit der italienischen Edelmarke einen imageträchtigen Glanzgrad zu verschaffen. Doch der Neuzugang erwies sich als derart begabter Verlustbringer, dass bereits 1994 der nächste Besitzerwechsel auf dem Plan stand. Unter der Ägide von Chrysler entstanden zwischen 1986 und 1993 auch 301 Exemplare des extremen Geländewagens „LM002“. Mit einem 335 kW/455 PS starken V 12 wühlte sich das 2 700 Kilo schwere Monster wie ein Sportwagen durch tiefstes Gelände, verbrauchte aber zwischen 30 Liter und 50 Liter Sprit auf 100 Kilometer.

Das Projekt „LM002“ verbrannte mindestens ebenso viel Geld wie die erfolglose Teilnahme Lamborghinis an der Formel 1 zwischen 1987 und 1993.Mit dem Kauf von Lamborghini durch ein auf den Bermudas residierendes [foto id=“465864″ size=“small“ position=“left“]Konsortium namens „MegaTech“ 1993 war der ökonomische Tiefpunkt der Marke erreicht. Hinter diesem ominösen Firmenkonstrukt steckte unter anderem Tommy Suharto, ein Sohn aus dem gleichnamigen, 1998 gestürzten indonesischen Herrscherclan und seit 2002 wegen eines Mordauftrags im Gefängnis. 1997 im letzten „Mega Tech“-Jahr baute Lamborghini gerade 209 Autos.

Die Finanzkrise, die Ende der Neunziger den asiatischen Raum aufmischte, spülte Lamborghini schließlich preisgünstig in die wachsende Sammlung renommierter Automarken, mit denen Porsche Enkel Ferdinand Piech Volkswagen zum breit aufgestellten Konzern ausbaute. Der stellte Lamborghini 1998 unter die technische und logistische Oberaufsicht von Audi. 1999 kamen 265 neue „Lambos“ auf die Straße. Seither entstehen im Stammwerk St. Agatha Bolognese konsequent die extremsten Supersportwagen der Welt. Mit wachsendem Erfolg, denn mit Audi kam nicht nur ausreichendes Entwicklungskapital, sondern auch ein Qualitätsstandard, der keine Vergleiche mehr scheuen muss. 2012 waren es 2 083 neue Lamborghinis, die den Weg in die Welt antraten.

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