Concorso d’Eleganza – Alles was schön und teuer ist

Concorso d’Eleganza - Alles was schön und teuer ist Bilder

Copyright: © Ulf Böhringer/SP-X

Dieser Rolls Royce Phantom II (1934) trägt den Beinamen "Boat Tail"; er wurde von der Concorso-Jury zum Klassensieger gekürt. Bilder

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Seit Jahren auf jedem Concorso vertreten ist dieser mobile Fassbier-Ausschank, der am Heck eines BMW 502 montiert ist. Bilder

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Dieser Rolls Royce Silver Ghost trägt die Fahrgestellnummer 750 und wurde nur vier Jahre nach der Gründung des britischen Luxusfahrzeug-Herstellers gebaut.  Bilder

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Die Jury des Concorso d’Eleganza sprach den Besitzern des Alfa Romeo 6C 1750 GS (1931) den Pokal für die sensibelste Restaurierung zu; der ursprünglich von Zagato karossierte Sportwagen erhielt 1938 eine neue Karosserie von Aprile in Savona. Bilder

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Dieser Silver Cloud I erhielt seine Spezialkarosserie von Enclosed Estate in Crewe (UK) und wurde 1959 auf der New Yorker Automobilschau präsentiert. Bilder

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Die Maserati-Sonderschau im Park der Villa Erba zog zahlreiche Besucher an. Bilder

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Das Concept Car Mini Superleggara Vision überzeugte das Publikum aus allen Perspektiven. Bilder

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Das letzte Mai-Wochenende ist den Fans automobiler Raritäten heilig: Es wird für den seit 1929 bestehenden Consorso d’Eleganza Villa d’Este benötigt, deshalb ist für nichts anderes Platz in Kalender. BMW pflegt den Nimbus, in den Parks der herrschaftlichen Villa d’Este und der Villa Erba eine Schau der schönsten, seltensten und auch teuersten Automobile der Welt zu veranstalten, mit aller Konsequenz. Dieses Jahr stand die konzerneigene Marke Rolls Royce im Mittelpunkt, wird sie doch heuer 110 Jahre alt.

Deshalb sollte man[foto id=“512148″ size=“small“ position=“right“] freilich nicht glauben, BMW würde sich und die Konzernmarken ungehörig bevorzugen. Nobel, wie die Bayern nun mal sind, halten sie sich vornehm zurück und gönnen es auch Produkten anderer Hersteller, von der Jury mit Pokalen und Preisen dekoriert zu werden.

Petrus meinte es gut mit den Organisatoren der diesjährigen Veranstaltung: Eine kräftige Frühlingssonne strahlte den gesamten Samstag und Sonntag vom Himmel, kein Regentropfen weit und breit und auch kein lästiger kühler Wind wie im Vorjahr. Was am Samstag den geladenen Gästen auf der Terrasse des Grandhotels Villa d‘Este einige schöne Stunden verhieß, defilierten doch die 52 in neun Klassen eingeteilten vierrädrigen Pretiosen ohne jegliche Gefahr eines Regengusses geruhsam bei Cappucino, Champagner oder Vino Bianco an ihnen vorbei. Bis 1873 war di[foto id=“512149″ size=“small“ position=“left“]e als Villa del Garavo in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts für den Kardinal von Como erbaute Renaissance-Villa privat genutzt worden, seither dient sie als Luxushotel.

Während der Concorso-Samstag stets für die geladenen Gäste reserviert ist und sich das gesamte Geschehen auf die Villa d’Este konzentriert, hat am Sonntag dann auch zahlendes Publikum Zutritt zum Concorso d’Eleganza. Ab dem frühen Morgen sind die automobilen Pretiosen auf den weiten Parkflächen des nahegelegenen Ausstellungszentrums Villa Erba geparkt, wo alsbald Heerscharen von Besuchern über sie herfallen. Es gibt fast keinen Besucher und auch kaum eine Besucherin, die nicht mittels Smartphone, Tablet oder Kamera ihre Eindrücke konservierten.

Die Objekte fotografischer Begierde sind wahre Juwelen der Automobilgeschichte. Ferraris sind stets stark vertreten, dieses Jahr wurde Maserati aus Anlass des 100jährigen Bestehens eine Sonderschau gewidmet. Angesichts des Rolls Royce-Jubiläums eröffnete ein britischer Luxuswagen den Präsentationsreigen: Der Silver Ghost von 1908 war zunächst 57 Jahre im Besitz der Ersterwerber-Familie, doch auch die jetzigen Besitzer hegen und pflegen ihn bereits seit 49 Jahren.  Ein höchst spezieller Rolls Royce vom Typ Silver Cloud I weist unter der Ladefläche des kombiartigen Hecks eine Staumöglichkeit für vier Jagdgewehre auf. Nicht nur diese beiden Fahrzeuge befinden sich in einem Zustand, der[foto id=“512150″ size=“small“ position=“right“] mindestens dem zum Zeitpunkt der Werksauslieferung entspricht.

Doch nicht nur der Fahrzeugtyp ist wichtig, um beim Concorso d’Eleganza antreten zu dürfen, sondern auch die individuelle Fahrzeug-Historie. Rein optisch ist der weiße Mercedes 300 SL Roadster mit rotlackiertem Hardtop nichts Besonderes. Außergewöhnlich ist das in Deutschland zugelassene Fahrzeug, weil es einst von Grandprix-Rennfahrer Rudolf Caracciola in den USA als Demonstrationsfahrzeug genutzt worden war.

Eben weil es sich am Comer See um eine echten Raritätenschau handelt, kamen in diesem Jahr verschiedene Wagen aus Argentinien, Japan oder den USA, um hier den Ruhm ihrer Besitzer zu mehren – und ihren Wert zu steigern. Denn eine Auszeichnung beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este nimmt man auch in sehr vermögenden Kreisen immer gerne in Empfang.[foto id=“512151″ size=“small“ position=“left“]

Den Kontrapunkt zu den historischen Fahrzeugen setzten eine Reihe von Concept Cars verschiedener Hersteller, die zum Teil im Lauf der letzten Jahre am Comer See schon einmal zu sehen waren. Voller Stolz stellte BMW auch seine beiden i-Modelle i3 und i8 im Park der Villa Erba aus. Bereits am Freitagabend hatten die Bayern zudem zwei neue Fahrzeugstudien enthüllt; der Mini Superleggera Vision ist ein Prachtstück von stylischem Roadster, der zudem elektrisch fährt. In die Concept-Kategorie gehört[foto id=“512152″ size=“small“ position=“right“] auch das sehr viel Aufsehen erregende Boxer-Motorrad Concept Roadster, bei dem sich neben diversen Design-Spielereien auch einige Bauteile erkennen lassen, die wohl in nicht allzu ferner Zeit in einem unverkleideten Serienmotorrad zu sehen sein werden.

Überhaupt: Seit vier Jahren päppelt BMW im Rahmen des Concorso die Zweiräder zum zweiten Standbein auf. Heuer erreichte das in sechs Klassen gegliederte Feld ein sensationelles Niveau; die sechs ausgestellten Weltrekord-Motorräder aus den Jahren 1929 bis 1937 beispielsweise waren weltweit noch niemals gemeinsam zu sehen gewesen.

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