Eicma 2013 – Die neuen Modelle – Von Streetfightern, Monstern und Donnervögeln
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Bei der Zero SR werden  50 kW/67 PS und ein Maximaldrehmoment von 144 Nm geliefert Bilder

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Die „America LT“ weist zusätzlich ein voluminöses Windschild, zwei Zusatzscheinwerfer, eine Sissybar und zwei Lederpacktaschen auf Bilder

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Tiefgreifend modifiziert hat Honda den Sporttourer VFR800F Bilder

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Vollständig neu entwickelt wurde der Tourencruiser CTX1300 mit V4-Motor Bilder

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In die Monster 1200S wird eine  verschärfte Triebwerksversion mit 107 kW/145 PS eingebaut Bilder

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Die neue S 1000R, vom sehr erfolgreichen Superbike S 1000 RR abgeleitet, leistet bei einem fahrfertigen Leergewicht von nur 207 Kilogramm stramme 118 kW/160 PS bei 11.000/min Bilder

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Gewohnt gediegen erscheint die Neuauflage des Komfort-Tourers R 1200 RT, der nun vom wassergekühlten 92kW/125-PS-Vierventilboxer befeuert wird Bilder

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Die Thunderbild LT besitzt auch noch schlauchlose Weißwandreifen, ein Windschild mit Schnellverschluss-System, einen besonders komfortablen Sitz und zusätzliche Sozius-Trittbretter Bilder

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Was die IAA für Frankfurt, ist die Eicma für Mailand, nur das es in Italien um Motorräder geht. Die wichtigsten Neuheiten im Überblick.

Sportliche Vielfalt bei BMW

BMW schlägt ein neues Leistungskapitel bei seinen Roadster-Modellen auf: Die neue S 1000R, vom sehr erfolgreichen Superbike S 1000 RR abgeleitet, leistet bei einem fahrfertigen Leergewicht von nur 207 Kilogramm stramme 118 kW/160 PS bei 11.000/min – kein Wunder, dass die Bayern angesichts dieser Daten von einem „Dynamic-Roadster“ sprechen. Serienmäßig bietet die S 1000 R zwei Fahrmodi (Road, Rain) sowie die Automatische Stabilitätskontrolle ASC. Auch das teilintegrale[foto id=“488529″ size=“small“ position=“right“] Renn-ABS ist zusammen mit einem Lenkungsdämpfer Serie. Optional gibt es die Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“und das aus der HP4 bekannte semiaktive Fahrwerk DDC. Das hat natürlich seinen (Mehr-)Preis, wobei der Grundpreis der S 1000 R sehr aggressiv ist: 12.800 Euro sind ein Wort, das viele Mitbewerber ungern hören dürften.

Gewohnt gediegen erscheint die Neuauflage des Komfort-Tourers R 1200 RT, der nun vom wassergekühlten 92kW/125-PS-Vierventilboxer befeuert wird, den wir schon in der GS kennen. Trotz ähnlicher Silhouette wie bisher erscheint die neue RT dynamischer und ist es mit Sicherheit auch: Insbesondere wenn man sie mit dem neuen Schaltassistenten Pro ordert, der sowohl beim Hinauf- und Herunterschalten aktiv wird – eine Weltneuheit. Die Scheinwerferfront erinnert an die K 1600 GT, weist jedoch kein Xenonlicht auf. Der Preis der neuen R 1200 RT beträgt 16.990 Euro.

Erstmals für die Öffentlichkeit zu sehen ist die „R nineT“. Sie erinnert nicht nur an das 90. Jahr des Bestehens von BMW, sondern auch an die Boxer-Ikone R 90S aus dem Jahr 1976. Ein Retro-Bike ist die R nineT nicht, sondern ein topmodernes Motorrad mit historischen Bezügen: Sie besitzt den luftgekühlten 1200er Boxermotor mit 81 kW/110 PS sowie eine aus dem Supersportler S 1000 RR entwickelte Gabel und überzeugt außer durch ihre sehr wertige Ausstrahlung durch vielfältige Customizing-Möglichkeiten. Sie ist ab Frühjahr zum Preis von 14.500 Euro lieferbar.

Ebenfalls erstmals in die Öffentlichkeit fährt die BMW R 1200 GS Adventure, der Fernreise-Ableger des bayerischen Erfolgsmodells. Zahlreiche Detailänderungen dienen gesteigerter Geländegängigkeit sowie höherem Fahrkomfort. Serienmäßig wird die Adventure mit ABS, ASC sowie zwei Fahrmodi (Rain, Road) geliefert, weitere Fahrmodi sind per Sonderausstattung erhältlich. Der Preis der neuen R 1200 GS Adventure beträgt 15.900 Euro.

Neue Monster von Ducati

Der seit letztem Jahr zu Audi gehörende italienische Sportmotorrad-Hersteller Ducati präsentiert in Mailand die Nachfolgerin des wohl wichtigsten Modells, nämlich eine neue Monster. Im nächsten Jahr wird es zusätzlich zur 696er und 796er Monster als neues Topmodell die Monster 1200 geben; sie wird vom 1198 ccm großen Testastretta 11°-Doppelzündungsmotor in L-Form mit 99 kW/135 PS befeuert. In die Monster 1200S wird eine  verschärfte Triebwerksversion mit 107 kW/145 PS eingebaut. Die zweite Generation dieses Triebwerks, das bereits in den Modellen Diavel und Multistrada Dienst tut, ist als volltragendes Element direkt im neu entwickelten Gitterrohrrahmen befestigt. Bei der Triebwerksabstimmung lag das Hauptaugenmerk auf einer fülligen Drehmomentkurve; der Spitzenwert erreicht 125 Nm bei 7.250/min. Bei der Basis-1200er beträgt der Drehmoment-Peak bei 118 Nm.

Serie ist das Ducati Safety Pack (DSP) mit Riding Mode-Technologie, in die das dreistufige Bosch ABS 9MP und die 8-Stufen-DTC integriert ist. Garant für perfekte[foto id=“488530″ size=“small“ position=“right“] Verzögerung ist die Brembo-Bremsanlage mit radial montierten M50 Monobloc-Bremssätteln. Der Radstand der nun 209 kg wiegenden Monster wuchs zugunsten verbesserter Stabilität und erhöhten Fahrkomforts zu zweit um sechs Zentimeter, der Lenker liegt höher und dichter beim Fahrer. Erstmals bei Ducati findet sich ein höhenverstellbares Sitzsystem. Eine Besonderheit stellt auch die neue TFT-Instrumentenkombi dar: Das Display verfügt in Abhängigkeit vom gewählten Riding-Mode (Urban, Touring, Sport) über drei verschiedene Layouts; die dann sichtbaren Anzeigen präferieren die für den jeweiligen Einsatz wichtigsten Elemente.

In Mailand stehen auch der neue Mittelklasse-Superbike 899 Panigale und der auf 500 Exemplare limitierte neue Hypersportler „Superleggera“ auf Panigale-Basis, der mit 177 kg (fahrfertig!) und über 200 PS neue Bestwerte setzt – auch beim Preis: Er beträgt ca. 65.000 Euro.

Honda setzt auf neue Vierzylinder

Honda nimmt Abschied von seinen bisher recht aufwendigen Vierzylinder-Mittelklassemodellen – Hornet, CBR600F, CBR600RR – und setzt auf eine technisch vereinfachte Modellplattform, genannt CB650. Herzstück ist ein um 30° nach vorne geneigt eingebauter 650er-Vierzylinder-Reihenmotor. Entwicklungsziel war es, deutlich bessere Leistungswerte im unteren und mittleren Drehzahlbereich zu erreichen. Die Maximalleistung von 64 kW/87 PS liegt bei 11.000/min. an, das maximale Drehmoment von 63 Nm bei 8.000/min. Hintergrund der Neukonstruktion ist eine wirtschaftlichere Produktion, um gegenüber den Wettbewerbsmodellen preisaggressiver auftreten zu können. Als erste Versionen gibt es ab Frühjahr die 208 Kilogramm wiegende unverkleidete CB650F und den vollverkleideten Sportler CBR650F (211 kg).

Die bisher drei Modelle der NC700-Baureihe – S, X und Integra – werden um 75 ccm zu leistungsstärkeren 750ern „upgegradet“; damit soll für mehr Distanz zu den bisher leistungsgleichen CB500-Modellen gesorgt werden. Künftig liefern die Triebwerke 55 PS (bisher 48 PS), sie sind über den gesamten Drehzahlbereich leistungs- und durchzugsstärker. Zudem erhalten die Motoren eine zweite Ausgleichswelle.

Tiefgreifend modifiziert hat Honda den Sporttourer[foto id=“488531″ size=“small“ position=“right“] VFR800F. Er kommt mit komplett neuer Verkleidung, neuem Tank, höhenverstellbarer Sitzbank, neuer Telegabel und neuer Pro-Arm Einarmschwinge, Traktionskontrolle und Zweikanal-ABS. Serienmäßig sind Heizgriffe und – ganz neu für Honda – selbstrückstellende Blinker. Die Motorcharakteristik wurde auf mehr Durchzugskraft getrimmt, wodurch die Spitzenleistung von 80 kW/109 auf 78 kW/106 PS zurückging.

Vollständig neu entwickelt wurde der Tourencruiser CTX1300 mit V4-Motor; er entstammt dem Tourer Pan European, wurde aber deutlich modifiziert. Die Maximalleistung liegt bei 62 kW/84 PS, doch weit wichtiger ist die fette Drehmomentkurve. Honda sieht die 338 Kilogramm wiegende CTX1300 als Hightech-Cruiser: Mit Kardan, Traktionskontrolle, Combined ABS, USD-Gabel und einer Onboard-Audioanlage mit Bluetooth-Anbindung wird eine „praxisfreundliche Premium-Ausstattung“ geboten, sagt Honda.

Sein Superbike Fireblade schickt Honda künftig in doppelter Ausfertigung ins Rennen um die Kundengunst: Zusätzlich zum Basismodell CBR1000RR gibt es ab Frühjahr die Fireblade SP; der Einsitzer  wird mit besonders hochwertigen Öhlins-Fahrwerkskomponenten sowie Brembo Monobloc-Bremsen ausgestattet. Die Maximalleistung beträgt nun 133 kW/181 PS bei 12.250/min.

Neue Baureihe bei KTM

Im Sog der großen Moto 3-Erfolge setzt KTM 2014 ganz auf seine kleinen Einzylindermotoren und schafft mit drei RC-Modellen eine neue Baureihe. RC 125, RC 200 (nicht für Deutschland und die Schweiz) und RC 390 weisen dasselbe Fahrwerk – mit Gitterrohrrahmen, Alugussschwinge/WP-Zentralfederbein, 43mm USD-Gabel, zwei Scheibenbremsen, ABS – auf und besitzen auch dieselbe Ausstattung: Edelstahl-Auspuff in Unterflur-Ausführung, in die Spiegelausleger integrierte Blinker, Doppelscheinwerfer. Natürlich gehören auch Benzineinspritzung und Sechsganggetriebe zum serienmäßigen Lieferumfang. Das Gewicht ohne Benzin wird mit 135 kg (RC 125) bzw. 147 kg (RC 390) angegeben. Die Triebwerke entsprechen den Motoren in den kleinen Duke Modellen, leisten also 15 bzw. 44 PS. Wie die kleinen Einzylinder-Dukes, werden auch die RC-Modelle in Indien gefertigt.  Die RC-Baureihe soll in der 2. Jahreshälfte 2014 verfügbar sein. Außerdem ist in Mailand erstmals der Hyper-Streetfighter 1290 Super Duke R mit Zweizylinder-V2-Motor und einer Leistung von 132 kW/180 PS öffentlich zu sehen.

Triumph setzt auf Tradition[foto id=“488532″ size=“small“ position=“right“]

Triumph hat seine Entwicklungskapazitäten in letzter Zeit ganz auf die Classic-Modelle und den Cruiser Thunderbird konzentriert. Entwickelt wurden drei neue Modelle, die mehr Komfort als die bereits vorhandenen Basismodelle bieten und so auch noch ein Prestige-Plus transportieren. Der in einigen Details überarbeiteten „America“ (neue Auspuffanlage, Fahrer-Trittbretter, Schaltwippe, Kniepads, etc.) wird neu die „America LT“ zur Seite gestellt; sie weist zusätzlich ein voluminöses Windschild, zwei Zusatzscheinwerfer, eine Sissybar und zwei Lederpacktaschen auf. Nach demselben System wurde die Thunderbild LT entwickelt; allerdings besitzt sie auch noch schlauchlose Weißwandreifen, ein Windschild mit Schnellverschluss-System, einen besonders komfortablen Sitz und zusätzliche Sozius-Trittbretter; ihr Gewicht steigt dadurch auf 380 Kilogramm.

ZERO garantiert 160.000 Kilometer für den Akku

Der kleine amerikanische E-Bike-Hersteller Zero lässt die Leistungsdaten seiner Fahrzeuge förmlich explodieren: Waren schon die bisher in den Modellen S und DS lieferbaren Antriebe mit einer Maximalleistung von 40 kW/54 PS und einem Drehmoment von 92 Nm nicht gerade schwächlich, so werden bei der neuen „SR“  50 kW/67 PS und ein Maximaldrehmoment von 144 Nm geliefert! Verantwortlich dafür ist vor allem ein neuer Controller, der statt mit einer Stromstärke von 420 Ampere mit 660 Ampere arbeitet. Die kombinierte Reichweite aus Stadt und Autobahn (konstant 112 km/h) wird mit 149 Kilometern angegeben, die Höchstgeschwindigkeit mit 164 km/h. Alle Zero-Modelle weisen gegenüber den 2013er Versionen zahlreiche Veränderungen bei Fahrwerk und Bremsen auf. Auf die Akkus aller 2014er Modelle gewährt Zero eine Garantie von fünf Jahren oder 160.000 Kilometern. Preisangaben gibt es noch nicht.

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