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Erste Fahrt in Citroën C1 und Peugeot 108 – Ziemlich gleiche Kleinstwagen
Erste Fahrt in Citroën C1 und Peugeot 108 - Ziemlich gleiche Kleinstwagen Bilder

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Der als Drei- und Fünftürer angebotene Nachfolger des Kleinstwagens 107 wird in der Basisversion von einem 50 kW/68 PS starken Dreizylinder-Benziner angetrieben Bilder

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Zu einem Einstiegspreis von 8.890 Euro kommt im Sommer der Peugeot 108 zum Händler Bilder

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Auch im Innenraum zeigt sich der 108 modisch Bilder

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Passend zur optischen Modernisierung gibt es ein neues Cockpit, das nun von einem großen Touchscreen beherrscht wird Bilder

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Der neue C1 trägt das Markengesicht von Citroen Bilder

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Für den Antrieb sind Dreizylinderbenziner vorgesehen Bilder

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Die schwarze Heckklappe ist erhalten geblieben Bilder

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Obwohl der Kleinstwagen um nur knapp vier Zentimeter auf 3,46 Meter Länge gewachsen ist, soll im Innenraum nun mehr Platz herrschen Bilder

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Der Peugeot 108 will die junge oder junggebliebene Kundschaft mit verschiedenen Dekors und Zweifarblackierungen locken Bilder

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Moderne Autos sind in der Regel rollende Computer und es gibt so viele Sonderausstattungen, dass man leicht die Übersicht verliert. Zudem galt stets: Je günstiger das Segment, desto weniger hat man zu konfigurieren. Doch stimmt das wirklich? Der Blick in die Preislisten von Citroën C1 und Peugeot 108 offenbart beim gleichen Auto tatsächlich lediglich zwei Motoren und den gleichen Grundpreis, das schaut also zunächst tatsächlich recht übersichtlich aus.

Franzosen mit japanischem Herz[foto id=“517108″ size=“small“ position=“right“]

Ab 8.890 Euro gibt es den 50 kW/68 PS starken 1,0-Dreizylinder, den Toyota beisteuert. Die Japaner stellen mit dem preislich und optisch leicht anders positionierten Aygo erneut das dritte Modell im neuen Kleinstwagen-Verbund.

Der Dreizylinder verbraucht je nach Ausführung zwischen 3,8 und 4,2 Liter Sprit. Da geht es also schon los mit der Qual der Wahl. Man muss nämlich wissen, ob man Modelle mit Start-Stopp vorzieht oder eben nicht. Diese verbrauchen nicht nur marginal weniger Benzin, bedingt beispielsweise durch Leichtlaufreifen, sondern reagieren in den oberen Gängen wegen der längeren Übersetzung auch etwas phlegmatischer. Doch im Haupteinsatzbereich, also der Stadt, geht es so oder so hurtig voran. Schließlich sind die ersten beiden Stufen exakt gleich kurz gehalten, ob Sparversion oder nicht.[foto id=“517109″ size=“small“ position=“left“]

Dass ausschließlich Dreizylinder einsetzt werden, ist in akustischer Hinsicht kein Nachteil, eher im Gegenteil. Denn die Aggregate klingen charakteristisch und heben sich bei ordentlicher Laufruhe deutlich von ihren vierzylindrigen Kollegen ab. Während für den Vorgänger ausschließlich das Basis-Triebwerk lieferbar war, verbaut PSA neuerdings zusätzlich auch seinen eigenen 1,2 Liter großen Puretech-Motor, um der Baureihe eine französische Handschrift zu verpassen. Wer also ein bisschen mehr Punch möchte, kann bei den neuen Modellen Citroën C1 und Peugeot 108 auch 60 kW/82 PS haben.

Der kräftigere Otto ist ebenfalls ein Dreizylinder und erfreut mittels typischem Sound; in Sachen Vibrationsfreiheit geben sich beide Ausführungen nichts – [foto id=“517110″ size=“small“ position=“right“]9 Kilowatt Mehrleistung spürt man aber doch und das wird etwa jeden fünften Käufer zuschlagen lassen, wie Marcel de Rycker, Geschäftsführer Peugeot Deutschland, mutmaßt. Zwar schieben beide Motoren ordentlich aus dem Stand an, aber bei Überholvorgängen jenseits von 70 km/h gewinnt der stärkere Motor merklich. Wenn das typische persönliche Streckenprofil also auch ein bisschen Überland etwa zwischen zwei Großstädten beinhaltet, dann ist der 1,2er die bessere Wahl. Auch in den Werksangaben spiegelt sich der Beschleunigungsvorteil wider: Während das Grundmodell je nach Version bis zu 14,3 Sekunden bis 100 km/h benötigt, durchbrechen die Puretech-Varianten die 100er-Marke nach elf Sekunden.

Verbesserte Geräuschdämmung

Die Karosserie ist steifer geworden und man hat in die Geräuschdämmung investiert, wie Projektchef Pascal Beziat erläutert. Doch Torsionsbewegungen sind ohnehin so gut wie gar nicht spürbar, das gilt übrigens auch für die inzwischen betagte Vorgänger-Baureihe; die [foto id=“517111″ size=“small“ position=“left“]jetzt recht direkt agierende Lenkung hingegen macht sich positiv bemerkbar. Vor allem beim Maß der Servounterstützung bewiesen die Techniker ein gutes Händchen und stimmten nur so leichtgängig wie eben nötig ab.

Möglichst geringe Fahrgeräusche sind ebenfalls wichtig, schließlich nutzen Kunden mit schmalem Budget den Kleinstwagen durchaus auch für längere Strecken, wenngleich natürlich keine Komfortoase erwartet werden darf. Das Raumgefühl gibt gemessen am häufigen Einsatz in urbanen Gegenden aber keinen Grund zur Klage; vorn kann man auch auf einer kleinen Reise noch gut zurechtkommen, aber die zwei hinteren Nischen eignen sich dann doch mehr für Ausflüge innerhalb des Stadtgebiets. Da der Radstand mit 2,34 Meter unverändert blieb, ist die Kniefreiheit nach wie vor begrenzt, was man aber keinem Fahrzeug dieser Liga wirklich verübeln kann. Dafür stieg das Kofferraumvolumen um fast 60 auf akzeptable 196 Liter; bei umgeklappten Rücklehnen kann der schicke Floh gar 780 Liter Gepäck transportieren.

Apropos schick: In diesem Punkt unterscheiden sich Citroën und Peugeot eklatant. Nicht, dass einer schöner als der andere wäre (ist schließlich Geschmacksache), aber die Mode macht den Unterschied. Die Verantwortlichen bei Citroën halten offenbar nicht viel[foto id=“517112″ size=“small“ position=“right“] von verspielten Lacken und belassen es bei konventionellen Anstrichen. Ganz anders im Nachbarhaus. Dort will man die junge oder junggebliebene Kundschaft mit verschiedenen Dekors und Zweifarblackierungen locken.

Hingucker-Faktor

Insbesondere die „Barcode“-Verzierung könnte für einen Hingucker-Faktor sorgen. In diesem Fall prangt ein Barcode-Muster auf Armaturen, Dach und Fußmatten, so dass Außenstehende und Mitfahrer auch etwas von den künstlerischen Einlagen haben. Sechs weitere, ähnlich schräge oder interessante Muster erhöhen die Qual der Wahl.[foto id=“517113″ size=“small“ position=“left“]

Beim Thema digitale Eroberung ist man sich dann wieder einig und bietet bei beiden Marken die Möglichkeit, das Smartphone mit dem Fahrzeug zu koppeln und dessen Oberfläche auf den Touchscreen zu spiegeln. Demnach ist auch die Navigation kein Thema. Richtig erwachsen werden die Winzlinge übrigens mit Features wie Rückfahrkamera, schlüssellosem Schließsystem und beheizbaren Ledersitzen. Vermisst werden moderne Assistenzsysteme à la automatisierter Bremsung; doch wenigstens den Tempomat hätte PSA ja spendieren können, wenn schon ein Geschwindigkeitsbegrenzer angeboten wird. Bei beherztem Griff in die Optionenliste kommt man übrigens schon mit 15.000 Euro schnell nicht mehr hin. Für das Geld gibt es bekanntermaßen schon fast eine Kompaktklasse. Sogar beim gleichen Konzern.

Citroën C1 / Peugeot 108  – Technische Daten

Drei/fünftüriger, viersitziger Kleinstwagen
Länge/Breite/Höhe (m): 3,47/1,62/1,46
Radstand (m): 2,34
Motoren:

1,0-l-Dreizylinder-Benziner, 51 kW/69 PS, maximales Drehmoment: 95 Nm bei 4.300 U/min, Vmax: 160 km/h, 0-100 km/h: 14,3 s, Durchschnittsverbrauch: 3,8 l/100 km, CO2-Ausstoß: 88 g/km, Effizienzklasse A, Preis: ab 8.890 Euro

1,2-l-Dreizylinder-Benziner, 60 kW/82 PS, maximales Drehmoment: 118 Nm bei 2.750 U/min, Vmax: 170 km/h, 0-100 km/h: 11,0 s, Durchschnittsverbrauch: 4,3 l/100 km, CO2-Ausstoß: 99 g/km, Effizienzklasse B, Preis: ab 10.950 Euro

Citroën C1 / Peugeot 108 Kurzcharakteristik

Alternative zu: Volkswagen Up, Seat Mii, Skoda Citigo, Renault Twingo und natürlich Toyota Aygo
Passt zu: designaffinen Kunden in urbanen Gegenden mit begrenztem Budget
Sieht gut aus: der Citroën Faltdach in Kontrastfarbe und der Peugeot in Zweifarblackierung
Wann kommen sie: 19. Juli 2014

 

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