Kleine Sport-Motorräder – Die Gier nach Drehzahlen
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Die Klasse der Sportler unter 1.000 Kubik ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Kämpften einst viele Renner im 750-ccm-Bereich um sportliche Meriten, so gibt es heute nur noch einen Vertreter dieser Gattung: die Suzuki GSX-R 750. Alle anderen Modelle weisen mehr oder weniger Hubraum auf, die meisten liegen bei 600 ccm. Und vor allem: Nicht jede etablierte Motorradmarke führt noch einen kleinen Renner im Programm.

Dabei hat gerade diese Liga durchaus eine Existenzberechtigung, sind die Bikes doch meist deutlich leichter als die großen Brüder mit 1.000 und mehr Kubik. Dadurch fahren sie sich handlicher, was gerade auf engen Kursen deutliche Vorteile bringt. Und die Motoren sind dank moderner Technik und dem hohen Drehzahlniveau alles andere als schwachbrüstig. Wir haben den Markt der kleinen Sportler unter 1.000 ccm sondiert.

Erst ab „D“ zu haben

Beginnen wir bei A wie Aprilia. Doch die italienische Bike-Schmiede mit dem sportlichen Image hat gerade in dieser Liga eigenartigerweise nichts zu bieten. Ebenso übrigens wie BMW. Woraufhin wir schnell bei Ducati landen. Und auch nicht lange suchen müssen: Mit der 848 Evo beschreiben wir gleich einen jener Vertreter, die sich in kein Schema pressen lassen: 849 Kubikzentimeter Hubraum, 103 kW/140 PS Leistung und 98 Newtonmeter Drehmoment aus einem V2-Motor sowie ein Trockengewicht von 168 Kilogramm (getankt: 194 kg) [foto id=“426635″ size=“small“ position=“right“]sind eine gute Voraussetzung, es schön krachen zu lassen. Auch für die 848 bietet Ducati eine Sonderversion namens Corse an, die mit einem Öhlins-Federbein (statt Showa), Traktionskontrolle sowie Schaltautomat und größeren Bremsscheiben ausgerüstet ist. Klar, dass man dafür auch mehr hinblättern muss: die 848 Evo kostet schon rund 14.000 Euro, die Corse-Variante ist nochmals gut 1.000 Euro teurer.

Honda setzt seit Jahren in dieser Liga auf eine 600er, die CBR 600 RR. Der Vierzylinder-Reihenmotor in dem kompakt bauenden Japaner leistet 88 kW/120 PS, die er bei 13.500 Umdrehungen zur Verfügung stellt. Woraus man erkennen kann, dass Drehzahlen das Lebenselixier des Triebwerks sind. Werden sie abgerufen, herrscht ein erstaunlicher Druck am Hinterrad, auch wenn das Drehmoment mit nur 66 Nm angegeben ist. Immerhin schafft die Honda eine Topspeed von 265 km/h. Vollgetankt wiegt die Maschine gerade mal 184 Kilo, und sie verfeinert ihre Performance durch das von der großen Schwester Fireblade bekannte Sport-ABS, das sie serienmäßig mitbringt. Da man ja nicht nur auf der Rennstrecke unterwegs ist, mag es auch den einen oder anderen freuen, dass die Sitzposition nicht allzu sportlich ausfällt – nur sehr groß sollte der Pilot nicht sein. Der Preis liegt mit 11.800 Euro spürbar unter dem der Fireblade, die rund 3.000 Euro mehr kostet.

Ein vollverkleidetes Sportbike bietet auch Hyosung mit der[foto id=“426636″ size=“small“ position=“right“] GT 650iR Sport. Es baut auf der unverkleideten Schwester namens Naked auf, und das Triebwerk leistet relativ bescheidene 54 kW/74 PS. Zudem wiegt sie mit 219 Kilo einfach zu viel. Zusätzliche Elektronik wie ein ABS werden nicht angeboten, dafür ist sie mit knapp 6.000 Euro auch konkurrenzlos günstig.

Auch Kawasaki tummelt sich bei den kleinen Sportlern im 600er-Bereich. Die Ninja ZX-6R ist eine alte Bekannte, die über die Jahre mit viel Augenmaß gepflegt, zuletzt aber ein wenig vernachlässigt wurde. Dennoch können sich die Rahmendaten sehen lassen: 94 kW/128 PS bei 14.000 Touren, 67 Nm Drehmoment liegen auf dem Niveau der Klassenbesten; das reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. Allein das Gewicht von vollgetankt 200 Kilo ist zu hoch. Auch kann die hübsche Kawa keine elektronischen Helfer bieten, ABS eingeschlossen. Ihr Preis liegt bei knapp 12.000 Euro. Man darf gespannt sein, ob Kawasaki den kleinen Flitzer bald auffrischt.

Während sich in den Modellpaletten von KTM und Moto Guzzi kein vollverkleideter kleiner Renner findet, feiert ein solcher bei der Edelmarke MV Agusta in dieser Saison eine phänomenale Auferstehung – in Gestalt der wunderschönen F3/Oro. Die F3 greift, wie der Name schon andeutet, die alte Tradition der Dreizylinder dieser Marke wieder auf. Der völlig neu konstruierte Motor besitzt neben einer rückwärts drehenden Nockenwelle, um die Kreiselkräfte zu verringern, viele weitere Feinheiten sowie 93 kW/126 PS bei 14.400 Umdrehungen und 71 Nm Drehmoment. Verpackt ist er in ein Chassis aus Gitterrohr und Aluguss-Teilen, [foto id=“426637″ size=“small“ position=“right“]wobei der kurze Radstand von 1,38 Meter einen Rekord in der Sportlerklasse darstellt. Zudem steht ein großes Sortiment an elektronischen Hilfen zur Verfügung: Ride-by-Wire, eine mit Schräglagensensor gekoppelte Traktionskontrolle, Launchcontrol, Anti-Wheelie-Funktion und Schaltautomat. Darüber hinaus sind vier Motormappings hinterlegt, ein weiteres kann der Fahrer frei konfigurieren. Die eigentliche Sensation aber ist der Preis: Mit knapp 12.000 Euro liegt die F3/Oro in Gefilden, in denen man ein Bike dieser Marke nie vermuten würde. Bislang trennten eine MV Agusta stets mehrere tausend Euro von der Konkurrenz.

Als einziger Hersteller kann Suzuki gleich mit zwei kleinen Racern aufwarten: der GSX-R 600 und der erwähnten GSX-R 750 als letzte Verbliebene der Traditionsliga. Wenden wir uns zunächst der 600er zu, die für diese Saison an die Vorgaben der Konkurrenz angepasst wurde. So speckte sie um rund zehn Kilo ab und wiegt nun nunmehr 187 Kilo vollgetankt; des Weiteren feilten die Ingenieure ein wenig am Motor und verbesserten die Bremsen, die nun famos zupacken. In Kooperation mit dem Sportfahrwerk, das eine schöne Rückmeldung und ein tolles Handling bietet, kann die kleine Suzi auf Rennkursen wieder gut mithalten. Der Preis liegt bei knapp 12.000 Euro. Leider gibt es wie bei der großen 750er Schwester kein ABS.

Dennoch besticht gerade die GSX-R 750 mit einem gelungenen Kompromiss aus geringem Gewicht von 190 Kilo und kraftvollem Motor mit 110 kW/150 PS, der auch bei mittleren Drehzahlen viel[foto id=“426638″ size=“small“ position=“right“] Kraft zur Verfügung stellt, wenn die 600er noch durchatmen müssen. Bei 11.200 Umdrehungen stellt er 86 Nm Drehmoment zur Verfügung. Insofern nimmt die 750er Suzuki derzeit eine Ausnahmestellung ein. Für die aktuelle Saison wurde an ihr nicht gefeilt, das wurde bereits im Vorjahr erledigt. Ihr Preis liegt mit rund 13.000 Euro indes in Schlagweite zu den 1.000ern.

Ein weiterer Renner mit drei Zylindern ist die Triumph Daytona 675 (R). Das viel gelobte Triebwerk der Britin liegt mit 91 kW/125 PS auf dem Level der 600er, dennoch lassen sich mit der 186 Kilo leichten Maschine dank ihrer Handlichkeit schöne Rundenzeiten herausfahren. Damit das so bleibt, hat Triumph ihr für diese Saison einige Leckereien spendiert – wie etwa Schaltautomat, Öhlins-Federelemente und ein TTX36-Zentralfederbein aus der Moto-GP. Auch die Sitzposition ist kompromisslos sportlich ausgelegt, so dass die Daytona zumindest auf der Landstraße so einigen 1.000ern das Fürchten lehren dürfte. Als edle R-Version kostet die Daytona 12.990 Euro, ohne „R“ werden 11.490 Euro fällig.[ no Image matched ]

Last but not least gehört die Yamaha YZF-R6 in diese Übersicht. Im Gegensatz zur großen Schwester R1 gibt sie sich, was Sitzposition, Handling und natürlich den drehzahlgierige Motor angeht, kompromissloser und will am liebsten auf der Rennstrecke ausgefahren werden. Der Vierzylinder in Reihe leistet 91 kW/125 PS bei 14.500 Umdrehungen, woraus schon ersichtlich wird, dass erst jenseits der 8.000 Touren Leben in das Bike kommt. Mit 189 Kilo liegt sie auf dem Level der Konkurrenz, obwohl sie ein Rahmenheck aus Magnesium besitzt. Auch für die R6 ist kein ABS verfügbar; ihr Preis liegt bei rund 12.000 Euro.

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