Limousinenvergleich: Mitsubishi Lancer, Opel Astra, Škoda Rapid – Comeback des Klassikers
Limousinenvergleich: Mitsubishi Lancer, Opel Astra, Škoda Rapid - Comeback des Klassikers Bilder

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Mittelklasse-Feeling: Opel reicht viele Ausstattungsdetails vom Mittelklässler Insignia zur Kompaktklasse durch Bilder

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Mitsubishi folgt dem Sport-Konzept. Der Innenraum ist funktional und schnörkellos Bilder

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Für den Innenraum gibt es drei Farbpakete, die untereinander kombinierbar sind: Nomad (Serie Active), Grenit (Serie Grenit) und Vintage (Serie Elegance) – hier zu sehen Bilder

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Nach vielen Fließheck-Jahren wird das klassische Stufenheck wieder beliebter. auto.de hat mit Opel Astra, Mitsubishi Lancer und Škoda Rapid drei kompakte Limousinen auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis abgeklopft Bilder

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Die größte Klappe hat der Škoda. Hier passen 550–1.490 Liter rein. Opel schluckt 460–1.010 Liter, Mitsubishi 377 Liter Bilder

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Die Škodamotoren leisten 75–122 PS, Mitsubishi bietet 117 und 140 PS, Opel liefert 95–180 PS Bilder

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Sobald der Kofferraum geschlossen ist, bieten alle drei Modelle die klassische Limousinen-Silhouette Bilder

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Von Ingo Koecher — Nach vielen Fließheck-Jahren wird das klassische Stufenheck wieder beliebter. auto.de hat mit Opel Astra, Mitsubishi Lancer und Škoda Rapid drei kompakte Limousinen auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis abgeklopft

Limousinen sind nicht mehr nur der Mittel- und Oberklasse vorbehalten. Auch im Brot- und Butter-Segment der Hersteller wird das Angebot größer. Dabei bieten Kompaktlimousinen trotz Stufenheck teilweise mehr Platz als vergleichbare Fließheckmodelle. Aktuelles Beispiel ist der Škoda Rapid: er schluckt 550 Liter. Vergleichsweise mager fällt da der Kofferraum bei der Mutter aller Kompakten, dem VW Golf VII, mit 380–1.270 Litern aus. Der Opel Astra bietet 460 Liter, in die Sportlimousine Mitsubishi Lancer passen 377 Liter. Durch Umlegen der [foto id=“447806″ size=“small“ position=“right“]Rücksitzlehnen in Škoda und Opel lassen sich die Stauräume auf bis zu 1.490 Liter im Rapid und 1.010 Liter im Astra erweitern.

Als einziger im Dreigestirn macht Mitsubishi keine Angaben zum maximalen Ladevolumen. Und das, obwohl auch in der Sportlimousine die Rücksitzlehne schon in der Basis Inform im Verhältnis 60:40 teilbar ist. Der Hersteller begründet sein Schweigen mit der konsequenten Umsetzung des Limousinen-Konzepts. Dem folgend, haben Mitsubishi und Opel die Kofferraumklappen klassisch unterhalb der Heckscheibe fixiert. Škoda geht einen anderen Weg und verlegt den Klappmechanismus kurzerhand unter das Fahrzeugdach. Die größere Kofferraumöffnung erleichtert das Zuladen und erhöht so den praktischen Wert der Limousine. Denn nur die wenigsten Autofahrer dürfte sich für Transportaufgaben neben einer Limousine einen Kombi halten.

Du bist, wie du sitzt

Die meiste Eleganz im Innenraum liefert der Opel Astra. Das verwundert kaum, wurden doch der gesamte Arbeitsplatz mit Rundinstrumenten für Drehzahl, Tempo, Kraftstoffanzeige und Temperatur sowie das Display des Bordcomputers vom Mittelklassemodell Insignia zum Kompakten durchgereicht. Die Verarbeitung ist durchgängig gut. Gleiches gilt für den Materialmix. So verbaut Opel an den Stellen, mit denen die Insassen in Berührung [foto id=“447807″ size=“small“ position=“left“][foto id=“447808″ size=“small“ position=“left“][foto id=“447809″ size=“small“ position=“left“]kommen, Soft-Touch-Flächen. Aufgewertet werden Instrumententräger, Armaturenbrett und Mittelkonsole durch gebürstete Aluminiumapplikationen. Der Innenraum des Astra hinterlässt insgesamt einen durchgängig hochwertigen Eindruck.

Bei Mitsubishi liegt der Schwerpunkt klar auf der Sportlichkeit. Obwohl der Innenraum ein wenig schmucklos ist, wirkt er dennoch elegant. So liefern auch hier klassische Rundinstrumente Informationen zu Geschwindigkeit und Drehzahl. Das Display des Bordcomputers meldet Kilometerlaufleistung, Kraftstoffstand und Temperatur. Auch in der Sportlimousine kommen gebürstete Aluminiumapplikationen zum Einsatz.

Als absoluter Newcomer stößt Škoda mit dem neuen Rapid ins Segment der Kompaktlimousinen vor. Bislang hatten die Tschechen dafür den Octavia im Programm. Mit dessen neuer Generation, die durch den Einsatz des Modularen Querbaukastens von Volkswagen um nahezu zehn Zentimeter in der Länge zulegt, entwächst der allerdings seiner Klasse. Da brauchte es ein neues Modell, was Škoda nun mit dem Rapid nachliefert. Wie Mitsubishi verbaut auch Škoda Hartplastik im Innenraum. Dabei bemühte sich jedoch der Hersteller, den Eindruck weicher Flächen zu vermitteln. Das gelingt besonders bei der zweifarbigen Gestaltung des Innenraums.

Sportlich straffe Fahrwerke

In Sachen Fahrwerk liefert Opel mit dem adaptiven FlexRide-System (980 Euro) den größten Komfort. Per Knopfdruck wird zwischen Sport- und Komfort-Modus gewählt. Dabei liefert Sport eine straffe, Komfort eine [foto id=“447810″ size=“small“ position=“right“]weiche Abstimmung. Beim Starten des Motors ist das System im Automatikmodus und sorgt für eine dem Fahrstil angepasste Abstimmung. Im Mitsubishi Lancer wie auch im Škoda Rapid geht es sportlicher zu. Beide Abstimmung folgen dynamischen Erwartungen. Dabei erlebten wir das Fahrwerk des Rapid als recht straff. Nach einigen 100 Kilometern Testfahrt stellte sich jedoch heraus, dass es passt. Die Straßenlage des kompakten Tschechen ist unabhängig vom Beladezustand gut. In gleicher Weise arbeitet das Fahrwerk der Sportlimousine Mitsubishi Lancer. Wenn auch dessen Abstimmung nicht ganz so straff wie beim Škoda Rapid ausfällt, bewertet auto.de die Straßenlage des Lancer mit Gut.

Im Handling geht der Punkt klar an den Mitsubishi Lancer. Die 4,57 m lange und 1,76 m breite Sportlimousine liefert mit 10 m den kleinsten Wendekreis. Der Radstand des Japaners liegt bei 2,63 m. Es folgt der Škoda Rapid: Dessen Wenderadius ist mit 10,90 m etwa einen Meter größer als der des Lancer. Dennoch ist der Rapid mit 4,48 m Länge, 1,70 m Breite sowie einem Radstand von 2,59 m der Kleinste im Trio. Den größten Wenderadius von 11,50 m hat der Opel Astra, der auch in der Länge mit 4,66 m, in der Breite mit 1,81 m und einem Radstand von 2,68 m die Spitze übernimmt.

Parken mit und ohne Kamera

Bei den Sichtverhältnissen nach hinten fällt der Škoda etwas zurück, da die C-Säulen im Rapid recht breit gezeichnet sind. Die schmalere Ausführung bei Mitsubishi und Opel erleichtert das Manövrieren. Unabhängig davon liefern alle drei Hersteller Parkassistenzsysteme mit Abstandswarnern und teilweise [foto id=“447811″ size=“small“ position=“left“]Rückfahrkamera. Opel ruft für seinen Parkpilot mit Einparkhilfe hinten 380 Euro zusätzlich auf. Zur Serie gehört die Einparkhilfe im Ausstattungsniveaus Edition. Im Škoda Rapid werden in der Ausstattungslinie More Active für die Parksensoren hinten 990 Euro fällig, für More Ambition sind es 299 Euro, in der Ausstattungslinie Elegance gehören sie zur Serie.

Für den Mitsubishi Lancer ist die Einparkhilfe mit Rückfahrkamera Bestandteil des Multi Communication System (MMCS). Es gehört im Topmodell Instyle zur Serie. Für die Ausstattungslinien Inform, Invite und Intense gibt es beim Lancer kein Park-Assistenzsystem – auch nicht gegen Aufpreis.

Alle drei Hersteller liefern ihre Kompaktlimousinen umfangreich ausgestattet. So gehören Airbags, Antiblockiersystem ABS, elektronisches Stabilitätsprogramm ESP und Isofix zur Basis. Komfort wie Klima gibt es in Astra und Lancer. Škoda lässt sich das in der Basisversion des Rapid extra bezahlen (More Active Paket 990 Euro).

Fazit

Solide verarbeitet und gut ausgestattet startet der Rapid. Dabei preist Škoda seine Limousine bei unschlagbar günstigen 13.990 Euro ein. Wer es etwa sportlicher mag, ist mit dem Mitsubishi Lancer gut beraten. Der startet beinahe voll ausgestattet ab 16.990 Euro. Opel richtet sich mit seinem Astra an eine komfortbewusste Kundschaft, für die es gern ein wenig mehr sein darf – ab 18.270 Euro.

 

Datenblätter & Bewertung
    Mitsubishi Lancer 1.8 DI-D   Opel Astra 1.4 Turbo   Škoda Rapid 1.6 TDI
             
Länge/Breite/Höhe (m)   4,57/1,76/1,49   4,66/1.81/1,50   4,48/1,71/1,46
Radstand (m)   2,63   2,68   2,59
Motor   Vierzylinder Diesel   Vierzylinder Otto   Vierzylinder Diesel
             
Leistung            
Hubraum (cm³)   1.798   1.364   1.598
Leistung (kW/PS)   110/150   103/140   77/105
max. Drehmoment (Nm bei U/min)   300/2.000–3.000   200/1.850–4.900   250/1.500–2.500
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   207   204   190
Beschleunigung 0-100 km/h (s)   10,1   10,1   10,4
             
Verbrauch            
Test-Verbrauch (l/100 km)   6,5   7,8   5,7
Test-CO2-Ausstoß¹ (g/km)   199   223   174
Verbrauch laut Hersteller (l/100 km)   5,1   5,8   4,4
CO2-Ausstoß laut Hersteller (g/km)   137   136   114
Schadstoffklasse   Euro 5   k. A.   Euro 5
Energieeffizienzklasse   B   C   B
             
Ausstattung (Basismodell)   Airbags, Antiblockiersystem ABS, elektronisches Stabilitätsprogramm ESP, Servolenkung, Isofix-Kindersitzvorbereitung, Zentralverrieglung
             
Gewicht und Zuladung            
Leergewicht (kg)   1.520   1.393   1.265
zulässiges Gesamtgewicht (kg)   1.940   1.935   1.725
Kofferraumvolumen (l)   37–k. A.   460–1.010   550–1.490
             
Preis (Euro)            
Basismodell ab   16.990   18.270   13.990
Testwagen ab   20.990   25.525   22.160
             
Bewertung            
Exterieur-Design   2,0   2,0   2,0
Interieur-Design   2,1   1,8   2,1
Multimedia   2,3   1,9   2,0
Navigation     1,9   2,1
Fahrbetrieb   2,0   2,2   2,2
Verbrauch   2,2   2,2   2,0
             
Kosten pro Jahr² (Euro)            
Kraftstoffkosten³   1.540,50   1.930,50   1.350,90
Steuern   171,00   28,00   152,00
Wertverlust   3.148,50   3.828,75   3.324,00
Gesamtkosten pro Jahr   4.860,00   5.787,25   4.826,90
             
Testnote   2,1   2,0   2,1
             
¹ Basierend auf Berechnungen des bayerischen Landesamts für Umwelt      
² Die Kosten pro Jahr setzen sich aus Kraftstoffkosten, Kfz-Steuer und errechnetem Wertverlust (15 Prozent p.a.) zusammen      
³ Kraftstoffkosten bei 1,65 Euro/Liter Super und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern      
             
+   Kerniger Dieselsound + Innenraum + Basispreis
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