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Nissan zündet die Elektro-Rakete
Nissan zündet die Elektro-Rakete Bilder

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Le Mans war schon immer etwas anders als die anderen Autorennen. Ab 1925 mussten die Fahrer quer über die Fahrbahn zu den vor der Boxengasse aufgestellten Rennwagen sprinten und stehend starten. Seit 1971 wird aus Sicherheitsgründen wie unter anderem bei den 500 Meilen von Indianapolis nach einer Einführungsrunde mit einem sogenannten „fliegenden“ Start begonnen.

Doch an der Ausnahmestellung von Le Mans hat sich nichts geändert. Vielleicht ist es genau dieser Reiz, der die großen Autokonzerne immer wieder antreibt. Der Langstrecken-Klassiker ist inzwischen so etwas wie ein riesiges Versuchslabor für neue Techniken und Systeme. Und die Ingenieure geben die Richtung vor. Die modernen Zauberworte heißen „Hybrid“ und „E-Mobilität“. Audi beherrscht Le Mans und eilt von Sieg zu Sieg. Doch die Rivalen machen mobil. In diesem Jahr kehrt Porsche zurück, ebenfalls mit einem Hybrid-Fahrzeug.

Im Schatten des deutschen Duells zündet Nissan jetzt eine Elektro-Rakete. Natürlich wird der futuristisch aussehende ZEOD RC in Le Mans nicht gewinnen. Doch eine [foto id=“515315″ size=“small“ position=“right“]Trophäe gibt es trotzdem: Für den Mut, mit einem völlig neuen Konzept an den Start zu gehen. Und die Aufmerksamkeit ist Nissan gewiss. Der ZEOD RC sieht nämlich aus wie ein Batmobil. Nicht in Schwarz wie das Fahrzeug der legendären Comic-Figur, sondern ganz in Weiß. Dieses Auto ist ein echter Hingucker.

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h ist der ZEOD RC nach Angaben der Japaner der schnellste elektrisch angetriebene Rennwagen der Welt. Der Name ZEOD RC steht für „Zero Emission on Demand“, das heißt auf Deutsch soviel wie „null Emission bei Bedarf“. Der aerodynamisch optimierte Raketen-Renner erinnert nicht nur optisch an den Nissan DeltaWing, der bereits 2012 beim 24-Stunden-Rennen dabei war.

„Das Batterie-System für den ZEOD stammt aus dem Nissan Leaf“, sagt Chef-Konstrukteur Ben Bowlby „Spiegel Online“. Die Lithium-Ionen-Akkus in dem E-Mobil speichern bis zu 24 Kilowattstunden Strom. Die Elektromotoren, die laut Bowlby im Rennwagen zum Einsatz kommen, werden mit etwa 200 Kilowatt bis 240 Kilowatt Leistung jedoch dreimal so stark sein wie der Antrieb des Serienmodells. Das ehrgeizige Ziel: Der ZEOD RC soll in der Lage sein, mindestens eine komplette Runde in Le Mans – also etwa 13,6 Kilometer – ausschließlich mit elektrischer Energie zu absolvieren. Danach übernimmt bis zum nächsten regulären Boxenstopp ein neu entwickelter Dreizylinder-Benziner (Nissan DIG-T R) den Vortrieb. Das per Turbolader aufgeladene Aggregat wiegt nur 40 Kilogramm und holt aus 1,5 Liter Hubraum rund 294 kW/400 PS.

Der ZEOD RC steht in Le Mans in der berühmten Startbox „56“, die nur für Rennautos mit „innovativen Konzepten“ reserviert ist. Er ist das einzige Fahrzeug in der „experimentellen Klasse“ und nimmt mit der Startnummer „0“ außer Konkurrenz teil. Was bezweckt Nissan mit diesem spektakulären Auftritt? „Es reizt uns ganz besonders, die aus der Batterie-Entwicklung gewonnenen Erkenntnisse und Lektionen hier beim ältesten und härtesten Langstreckenrennen der Welt gewinnbringend umzusetzen“, [foto id=“515316″ size=“small“ position=“left“]sagt Nissan-Vorstand Andy Palmer. Seiner Meinung nach werden Nissan-Serienfahrzeuge von diesen Technologien profitieren.

Auch wenn die Batterie-Technik mangels ausreichender Speicherkapazität den Einsatz eines rein elektrisch betriebenen Rennwagens in Le Mans nicht erlaubt, sieht Chef-Entwickler Ben Bowlby seine „Schöpfung“ als einen wichtigen Schritt bei der Elektrifizierung von künftigen Rennwagen. „Nissan ist Technologie-Vorreiter bei elektrischen Straßenfahrzeugen. Jetzt wollen wir unser Wissen für einen neuartigen Rennwagen nutzen“, erklärt Bowlby auf der Nissan-Webseite.[foto id=“515317″ size=“small“ position=“right“]

Laut Ben Bowlby findet der Rennsport zu seinen Wurzeln zurück. Denn einst sollten die Rennen demonstrieren, wie fortschrittlich das Automobil ist. Doch dann wurden sie vor allem in der Formel 1 zu reinen Unterhaltungs-Shows. „Jetzt sind wir aber in ein neues Zeitalter der Mobilität aufgebrochen, und die neuen Technologien müssen wieder auf einer großen Bühne vorgeführt werden“, sagt der Nissan-Chefkonstrukteur.

Das gefällt auch den Rennfahrern. „Le Mans wird noch anspruchsvoller. Es geht darum, am schnellsten und dabei äußerst effizient und konstant zu sein. Von der Aerodynamik bis zu den Reifen, dem TDI-Antrieb und dem Hybridsystem muss alles passen“, erklärt Audi-Pilot Tom Kristensen. Der Däne muss es wissen: Denn neun Mal schon hat er in Le Mans gewonnen, so oft wie kein anderer Fahrer.

Für Nissan ist Le Mans 2014 gleichzeitig der Aufbruch in ein neues Motorsport-Zeitalter. 2015 werden die Japaner in der Sportwagen-Königsklasse LMP1 an den Start gehen. Mit dem neuen Nissan GT-R LM Nismo tritt der japanische Hersteller dann in Le Mans und in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gegen Audi, Porsche und Toyota an. „Nismo“ steht übrigens für „Nissan Motorsport“. Der Name des Prototyps ist eine so etwas wie eine Hommage an den Supersportwagen Nissan GT-R und setzt eine vor 30 Jahren begründete „Ahnenreihe“ fort. Da schlagen die Herzen der Motorsport-Fans schon jetzt höher.

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