Renault F1 im Focus: Großer Preis von Großbritannien

Der Senkrechtstarter aus Oviedo gönnt sich und seinem Team keine Pause. Fernando Alonso weiß, dass Renault in Silverstone von Haus aus nicht der große Favorit ist, doch das stachelt seinen Ehrgeiz nur noch mehr an. „Es ist eines der Rennen, die wir im Kalender rot markiert haben, denn in der Vergangenheit war unser Auto auf dieser Strecke nicht sehr gut”, sagt er, will seinen Verfolgern das Terrain aber nicht kampflos überlassen: „Wir kennen die Probleme, die wir dort hatten, und müssen versuchen, in dieser Woche dafür Lösungen zu finden.”

Souveräner Start-Ziel-Sieg

Diese Zuversicht vor dem Start in die zweite Saisonhälfte ist durchaus angebracht, schließlich feierte der Renault F1-Pilot in Magny-Cours bereits seinen fünften Sieg in diesem Jahr. „Mit Renault in Magny-Cours zu gewinnen, ist natürlich etwas ganz Besonderes, vor allem für das Team”, strahlte der Spanier. „Auf der Haupttribüne saßen sehr viele Leute aus der Renault-Fabrik, deshalb bin ich auch ganz langsam über die Ziellinie gefahren.” Es war der erste Heimsieg eines reinrassigen Formel-1-Renault seit 22 Jahren: 1983 hatte Alain Prost zum Ausklang der Turbo-Ära in Le Castellet gewonnen.

Von der Pole Position fuhr Fernando Alonso mit dem Renault R25 zu einem überlegenen Start-Ziel-Sieg. „Es war ein perfektes Wochenende, wir waren extrem konkurrenzfähig”, schwärmte er. „Wir hatten neue Teile dabei, die wir in Jerez getestet hatten, aber auch ohne die war das Renault-Paket unschlagbar.” Sein Teamkollege Giancarlo Fisichella, der Sieger des Saisonauftakts in Australien, verlor durch zwei nicht optimal verlaufene Boxenstopps und eine gebrochene Halterung am Unterboden viel Zeit, sicherte sich mit einer kämpferisch starken Leistung aber trotzdem noch den sechsten Platz.

Eindrucksvolle Erfolgsbilanz

Obwohl Renault F1 mit dem Sieg in Magny-Cours seine Führung in der Weltmeisterschaft weiter ausbauen konnte, wird Teamchef Flavio Briatore nicht müde darauf hinzuweisen, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg in der Formel 1 ist. „Ich habe schon nach unseren ersten Siegen gesagt, dass wir nicht erwarten können, alle Rennen zu gewinnen”, erklärte er. „Wir treten gegen die besten Teams der Welt an und in der Formel 1 herrscht ein unheimlich harter Wettbewerb. Von außen kann man vielleicht nicht immer erkennen, was passiert, aber innerhalb des Teams wissen wir, was wir erreicht haben.”

Genau so eindrucksvoll wie die Erfolgsbilanz ist das Tempo, das Renault bei seinem Formel-1-Comeback vorlegte. 2003 gewann Fernando Alonso in Ungarn, 2004 siegte Jarno Trulli in Monaco, und 2005 steuert die Equipe Jaune trotz so starker Gegner wie McLaren und Ferrari auf Titelkurs. Das Erfolgsgeheimnis? „Es gibt nur ein Geheimnis”, sagt Flavio Briatore, „und das ist das Team. Wir haben Leute, die wissen, wie man gewinnt.” Einen Vorteil sieht er darin, dass das Team nicht so groß ist wie einige seiner Gegner, daher sei man flexibler, könne leichter die Richtung ändern und Entscheidungen schnell treffen. Jeder kenne seine Aufgabe und seine Verantwortung, außerdem habe man mit Renault einen Automobilhersteller hinter sich, der einem sehr viel Technologie bieten könne. „Das ist”, so Briatore, „der Schlüssel zu unserer Konkurrenzfähigkeit.”

Klare Führung

Beim Grand Prix von Großbritannien startet Renault F1 als souveräner Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte. Mit sechs Siegen und 89 Punkten auf dem Konto liegt die Equipe Jaune in der Konstrukteursweltmeisterschaft 18 Zähler vor McLaren-Merecedes und 20 vor Titelverteidiger Ferrari. Noch deutlicher ist der Vorsprung von Fernando Alonso in der Fahrerwertung: Der Spanier führt mit 24 Punkten vor Kimi Räikkönen und mit 29 Zählern vor Michael Schumacher. Giancarlo Fisichella belegt den neunten Platz.

Trotz seiner klaren Führung ist für Fernando Alonso in der Weltmeisterschaft noch keine Entscheidung gefallen. „Dafür ist es noch zu früh”, wehrt er ab, „aber wir haben zweifellos eine sehr große Chance auf den Titel.”

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