Corvette

Vorstellung: Corvette Z06 – der Hammer von GM
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Corvette Cabriolet. Foto: Auto-Reporter/General Motors Bilder

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Corvette Z06. Foto: Auto-Reporter/General Motors Bilder

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Eine Legende immer wieder neu erfinden – das ist nicht nur Porsche und Ferrari vorbehalten, auch General Motors steht nach über 50 Jahren Corvette immer wieder vor dieser Herausforderung. Mit der Z06 ist das den Ingenieuren und Designern genial gelungen. Ein Sportwagen par excellence gepaart mit einem Triebwerk, das jeden Wunsch erfüllt – ob zum Cruisen oder mit einer Power, dass einem sprichwörtlich die Spucke wegbleibt.
Die klare Formensprache stellt es dar – die Corvette ist und bleibt das ultimative Sportgerät aus den USA. Und das in einer Preisregion – die Z06 ist für 79 950 Euro zu haben – in der deutsche Hersteller ihre extrem sportlichen Mittelklassefahrzeuge wie den M3 oder den RS4 ausstattungsbereinigt positioniert haben.

Der sieben Liter große "kleinste" Acht-Zylinder-Smallblock, der jemals von GM gebaut wurde und 512 PS leistet und gerade mal 208 kg wiegt, sollte aber fairerweise mit Supersportwagen der Kategorie Aston Martin Vanquish V12 oder Ferrari 575 Maranello verglichen werden, die zwar von 12-Zylinder-Motoren befeuert werden, dafür aber weit mehr als doppelte kosten.Kraftvolle Leistung ist das Kernstück der sportlichsten Corvette, die bis dato als Serienmodell auf die Straße durfte. Mit dem manuellen Sechs-Gang-Getriebe ist die Z06 knackig zu schalten und das Fahrwerk ist bestens abgestimmt. Apropos Fahrwerk – auf den Straßen rund um Marseille in der Provence hatten wir immer das Gefühl auf der Straße zu kleben und das auch bei regennassem Asphalt. Einen guten Eindruck hinterließen beim schnellen Fahren auf engen Straßen das serienmäßige Head-up-Display und das übersichtliche und klar beleuchtete Armaturenbrett.

Die Corvette lässt sich trotz des maximalen Drehmoments von 637 Nm die bei 4.800 Umdrehungen erreicht werden, erstaunlich leicht beherrschen. Die Fahreigenschaften sind fast schon zahm zu nennen, da die elektronischen Fahrhilfen mit ABS, Traktionskontrolle und dem Active Handling-System gut aufeinander abgestimmt sind. Der Spurt von 0 auf 100 km/h ist laut Werksangaben in 3,9 Sekunden erledigt – ein Wert der sehr realistisch erscheint, ob der schieren Kraft, die die Corvette entfaltet. Obwohl die Verarbeitung als gut zu bezeichnen ist und die Qualität der verwendeten Materialien angemessen, entsteht bei der wuchtigen Mittelkonsole aus aluminiumfarbigen Kunststoff der Eindruck, als ob hier an der falschen Stelle gespart worden wäre. An dieser Stelle sollte hochwertiges Interieur aus Alu oder Carbon billiges Plastik ersetzen.

Perfekt auf das Fahrzeug abgestimmt sind die breitesten Reifen, die jemals auf eine Corvette werksseitig montiert wurden: 18 x 9,5-Zoll und 275/35ZR18-Reifen vorne und 19 x 12-Zoll mit 325/30ZR19-Reifen hinten. Die Runflatreifen von Goodyear sorgen trotz des niedrigen Querschnitts für ausreichend Komfort und die Gewichtsersparnis ist durch das nicht notwendige Ersatzrad erheblich. Die schnellste Corvette aller Zeiten (320 km/h Höchstgeschwindigkeit) wiegt mit 1418 kg durch die Verwendung von Magnesium, Aluminium und Kohlefaserkomponenten 24 kg weniger als das Basismodell!Innen wie außen lässt die umfangreiche Serienausstattung kaum Wünsche offen: CD-Wechsler, Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Ledersitze, selbstverständlich beheizt und das Head-up-Display, das alle wichtigen Daten in den Blickpunkt des Fahrers stellt.

Auf der Zubehörliste stehen somit nur noch das Navigationssystem, die Metalliclackierung und die polierten Aluräder. Verbesserungen bei der Ausstattung bleiben trotzdem wünschenswert. So wirken die verwendeten Schalter am Lenkstock billig, da von der Großserie übernommen und ein Regensensor wie auch eine Einparkhilfe sind auch für Geld und gute Worte nicht zu bekommen.Coupé (62 450 Euro) und Cabriolet (71 150 Euro) mit dem 6-Liter-Motor und 404 PS erhielten vor kurzem als Option zur Vier-Gang-Automatik eine neue Sechs-Gang-Automatik mit Paddle-Shift-Schaltung am Lenkrad. Der manuelle Eingriff ist durchaus empfehlenswert, aber nicht wirklich notwendig, da die Automatik perfekt abgestimmt ist und die Corvette in jeder Situation optimal beschleunigt. Für die neue Variante müssen zusätzlich 3500 Euro aufgewendet werden – eine Investition die sich durchaus lohnt. Ob man als geneigter Interessent an einer Corvette nun die martialische Z06 bevorzugt oder die mit 404 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h die auch nicht gerade schwach motorisierten Varianten als Coupé mit herausnehmbaren Dach oder Cabrio – der Spaßfaktor ist hoch und das hängt nicht nur von der sehr moderaten Preispolitik ab, sondern auch von den erstaunlich niedrigen Verbrauchswerten: auf unseren ersten Testfahrten pendelten diese sich bei gerade mal 11,5 Litern ein. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt zu vermelden, die Z06 ist bis Februar 2007 ausverkauft. (ar/ds)

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