83. Genfer Automobilsalon: Von Stand zu Stand, Teil 2
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Neben dem Zwölfzylinder steht für den Bentley Flying Spur künftig auch der aufgeladene V8 bereit. 
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Der 2002 eingeführte BMW Z4 erhält ein behutsames Facelift und es gibt ein neues Einstiegsmodell mit 115 kW/156 PS. 
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Die viertürige Version der 6er-Reihe tritt mit einem aufgeladenen V8 an, der 412 kW/560 PS leitstet. 
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BMW ergänzt die 3er-Reihe mit der komplett neuen Modellvariante GT. Bilder

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Bentley frischt die Luxus-Limousine Mulsanne auf. 
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In Genf steht die dritte Generation des Audi RS6 Avant mit 412 kW/560 PS. 
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Der Zweiliter-Vierzylinder mit Direkteinspritzung und Turbo-Aufladung leistet im Audi S3 Sportback 221 kW/300 PS. Bilder

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Den Automobilfrühling 2013 eröffnet der 83. Genfer Automobilsalon (7. bis 17. März). Die Veranstalter erwarten mindestens 700 000 Besucher auf den etwa 102 000 Quadratmetern des Messegeländes. Rund 700 Aussteller aus über 30 Ländern präsentieren alleine mehr als 900 Autos. Hier die wichtigsten Neuheiten von Audi bis BMW.

Audi

Die Herren der vier Audi-Ringe haben in diesem Frühjahr einen eher sportlichen Auftritt geplant. Mangels ganz neuer Modelle stehen sportliche Nischenprodukte im Mittelpunkt. Eine Weltpremiere feiert der Audi S3 Sportback. Die 4,31 Meter lange, viertürige Version des A3 liefert die Basis für den Sportler. Der Zweiliter-Vierzylindermotor mit Direkteinspritzung und Turbo-Aufladung leistet 221 kW/300 PS. Das reicht in Verbindung mit dem serienmäßigen Allradantrieb, um in fünf Sekunden aus dem Start auf Tempo 100 zu beschleunigen. Das Fahrwerk ist um 25 Millimeter tiefer gelegt und mit 18 Zoll großen Leichtmetallrädern ausgestattet. Äußerlich verleiht Audi dem viertürigen A3-Sportler alle Insignien der S-Pakete: Spezielle Schürzen vorne und hinten, Außenspiegel in Alu, Auspuffanlage mit vier Endrohren und ein Spoiler als Abschluss der hinteren Dachkante. Audi verkauft den S3 Sportback ab September für 39 800 Euro. Außerdem steht mit dem RS Q3 das erste RS-Modell der Q-Baureihe zur Begutachtung bereit. Den SUV treibt ein Fünfzylinder-Turbobenziner mit 2,5 Litern Hubraum [foto id=“454501″ size=“small“ position=“left“]und 228 kW/310 PS an.

Sehnsüchtig erwarten die Leistungsfans der Ingolstädter den Nachfolger des 2010 eingestellten RS6 Avant. Der RS6 als Avant verbindet seit 2002 kongenial das Transport-Talent eines Mittelklassekombis mit dem Leistungsvermögen eines Supersportwagens. In Genf steht die dritte Generation des Dampfwagens mit 412 kW/560 PS. Der neue RS6 ist im Vergleich zu seinem Vorgänger 100 Kilo leichter und legt bei den Fahrleistungen noch einmal zu. Den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 schafft der neu Lust-Laster in 3,9 Sekunden. Mit dem optionalen „Dynamikpaket plus“ sind 305 km/h Höchstgeschwindigkeit drin. Unter der Haube übernimmt anstelle des V10 mit fünf Litern Hubraum, der auch im R8 zum Einsatz kommt und technisch eng verwandt mit dem Lamborghini Gallardo-Motor ist, ein ebenfalls doppelt aufgeladener V8 mit nur noch vier Litern Hubraum den Vortrieb. Das Leichtmetall-Triebwerk feierte bereits 2011 im aktuellen Audi S8 seinen Einstand und geht bei Bentley im neuen Einstiegsmodell des Continental GT zur Hand. Für den RS6 mobilisiert der Vierliter 412 kW/560 PS zwischen 5 700 U/min und 6 700 U/min. Er verbraucht laut Hersteller 40 Prozent weniger als sein Vorgänger, der Normverbrauch liegt jetzt bei 9,8 Liter auf 100 Kilometer. Für die Kraftverteilung auf die vier angetriebenen Räder sorgt eine Tiptronic mit acht Fahrstufen, die den Wechsel der Gänge via Wippen am Volant ermöglicht. Zwei Schaltprogramme stehen außerdem zur Auswahl. Hinter den serienmäßigen Schmiederädern mit 20 Zoll Durchmesser kauern innenbelüftete Scheiben, die an der Vorderachse 390 Millimeter Durchmesser aufweisen. Keramik-Bremsen bietet Audi gegen Aufpreis. RS-Sportsitze mit ausgeprägten Seitenwangen prägen den Innenraum neben Pedalen und Bedientasten aus Leichtmetall. Die Dekoreinlagen sind serienmäßig in Carbon gehalten. Im Fond stehen zwei sportlich ausgeformte Einzelsitze zur Verfügung und dahinter ein Gepäckraumvolumen von maximal 1 680 Liter. Damit sich der stramme, von Audi noch nicht auf Euro und Cent genannte sechsstellige Grundpreis rechtfertigen lässt, umfasst die Serienausstattung unter anderem Xenon-plus-Scheinwerfer, [foto id=“454502″ size=“small“ position=“right“]LED-Heckleuchten, Reifendruck-Kontrollsystem, Einparkhilfe, Tempomat, Navi Klimaautomatik und ein Soundsystem mit zehn Lautsprechern.

Seinen Anspruch „Vorsprung durch Technik“ möchte Audi mit seinem ersten Modell mit Plug-in-Hybridantrieb unterstreichen. Dafür entwickelten die Ingolstädter einen elektrifizierten A3, der im E-Modus nach eigenen Angaben rund 50 Kilometer weit kommt. Damit steht das erste Modell der im September von VW-Chef Martin Winterkorn angekündigten Modelloffensive des Konzerns mit Plug-in-Hybriden bereit. Mit dem Plug-in-A4 nutzt Audi die Antriebstechnik rund ein halbes Jahr vor der Konzernmutter. Die Wolfsburger steigen bei den Plug-in-Hybriden in Form eines Hybrid-Golf erst im September zur IAA in Frankfurt ein. Der Lithium-Ionen-Akku im A3 hat eine Kapazität von acht Kilowattstunden. Als Antrieb dient ein neu konstruierter Zweiliter-Turbobenziner mit 155 kW/210 PS in Verbindung mit einem 20 kW/ 27 PS starken Elektromotor. Die Kraftübertragung übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Als Verbrauchsmix für den A3 Plug-in-Hybrid gibt Audi zwei Liter Benzin für 100 Kilometer an.[foto id=“454503″ size=“small“ position=“left“]

Bentley

Die britische Edel-Tochter von Volkswagen frischt die Luxus-Limousine Mulsanne auf. Die Entwickler legten vor allem Wert darauf, dass die 5,58 Meter lange Limousine künftig über ein zeitgemäßes Angebot an Entertainment- und Kommunikationssystemen verfügt. Beim Antrieb bleibt es beim traditionellen, aufgeladenen V8 mit 6,75 Litern Hubraum, der 377 kW/512 PS leistet, ebenso beim Hinterradantrieb und der Achtgang-Automatik für die Kraftübertragung. Künftig können sich die Passagiere im Fond des 2,6 Tonnen schweren Viertürers noch bequemer in die Sitze räkeln. Dank komfortablerer Kopf- und Fußstützen und mit Entendaunen gefüllten Kissen können künftig WLAN-Verbindung und iPads auf neuen Picknick-Tischen noch bequemer genossen werden. Ebenso ist der Betrieb von schnurlosen Tastaturen möglich. Das Entertainmentsystem mit zwei Achtzoll-Bildschirmen ist serienmäßig. Ein sechsteiliges Kofferset der italienischen Ledermanufaktur Schedoni kostet dagegen Aufpreis.

Unterhalb des Mulsanne ist traditionell bei Bentley der „Continental Flying Spur“ angesiedelt. Optisch erfolgt die Annäherung der 5,29 Meter langen Limousine an das Flaggschiff Mulsanne. Da der Flying Spur die Plattform mit dem Coupé GT teilt, bleibt es antriebsseitig beim W12-Motor, der aktuell aus sechs Litern Hubraum in der Topversion „Speed“ 449 kW/610 PS schöpft. Im aktuellen GT Speed stehen 460 kW/625 PS zur Verfügung. Neben dem Zwölfzylinder steht für den Flying Spur künftig auch der aufgeladene V8 bereit, den Bentley 2012 mit einer Leistung von 373 kW/507 PS eingeführt hat. [foto id=“454504″ size=“small“ position=“right“]Achtgangautomatik und Allradantrieb bleiben unverändert. Erstmals in der Geschichte von Bentley ist in Verbindung mit dem künftigen Continental Flying Spur auch der Begriff „Dieselmotor“ kein Tabu mehr.

BMW

BMW ergänzt die 3er-Reihe mit einer komplett neuen Modellvariante. Der GT orientiert sich an der gleichnamigen Version der 5er-Reihe, die die Bayern 2009 eingeführt hatten. Der 3er-GT verkörpert eine Mischung aus Limousine und Kombi. Im Vergleich zu den beiden Karosserie-Versionen ist der GT mit 4,82 Meter 20 Zentimeter länger. Der Radstand wächst um elf Zentimeter auf 2,92 Meter. Im Innenraum bietet der GT in allen Reihen mehr Platz. Alleine im Fond wächst der Knieraum um acht Zentimeter auf 86 Zentimeter. Im Heck findet sogar mehr Gepäck Platz als im 3er-Kombi: 1 600 Liter maximal statt 1 500 Liter. BMW bietet für den GT drei Benzinmotoren und zwei Diesel an, die ein Leistungsangebot zwischen 105 kW/143 PS und 225 kW/306 PS abdecken. Die Fahrvorstellung hat BMW für Mitte März angesetzt. Die Preise beginnen bei 36 150 Euro.

Ihre Europapremiere feiert Anfang März der überarbeitete Z4 und die M-Version des 6er Gran Coupé. Der 2002 eingeführte Z4 erhält ein behutsames Facelift und es gibt ein neues Einstiegsmodell mit 115 kW/156 PS. Ebenso ist die M-Version des Gran Coupé neu. Die viertürige Version der 6er-Reihe tritt mit dem gleichen aufgeladenen V8 an, der auch dem M5 ein Leistungsvermögen von 412 kW/560 PS verleiht.

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