Alonso in der Eifel der Schnellste
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1. Qualifying-Session:
Ralf Schumacher eröffnete das Qualifying des Eifel-Grand Prix mit einer ersten Bestzeit von 1.32,674 Minuten für Toyota, wurde jedoch nur wenig später bereits von Tonio Liuzzi unterboten, der mit seinem Toro Rosso exakt 0,05 Sekunden schneller war.


Die Zeiten-Erosion kam richtig in Schwung, als Kimi Räikkönen auf die Strecke ging und die Ziellinie nach 1.31,263 Minuten zum zweiten Mal kreuzte. Doch auch diese Duftmarke hielt nicht lange vor. Michael Schumacher, dann auch Fernando Alonso verdrängten den Finnen von der Spitze der Ergebnisliste. Der Spanier legte die neue Messlatte bei 1.31,138 Minuten auf.


Dann brach Konfusion aus: Ein Zeitnahmefehler deutete den Abbruch der ersten Session an, worauf die meisten Fahrer unverzüglich ihre Box ansteuerten. Als der Kampf um die vordersten 16 Startplätze wenig später fortgesetzt wurde, konnte sich kaum noch jemand verbessern. Jacques Villeneuve, der bis dahin zumeist auf den hinteren Positionen notiert worden war, entzog sich in letzter Minute mit einer schnellen Runde seinem Schicksal. Für Franck Montagny, Takuma Sato, Tiago Monteiro, Scott Speed, Christijan Albers und Christian Klien war das Qualifying jedoch unwiderruflich zu Ende.


2. Qualifying-Session


Diesesmal waren es die beiden BMW Sauber von Villeneuve und Nick Heidfeld, die gleich hinter Tonio Liuzzi als erste auf die Strecke gingen. Während der Toro Rosso-Pilot mit 1.31,728 Minuten glänzte, konterte der ex-Weltmeister aus Kanada mit 1.31,275 Minuten. Ralf Schumacher legte einen schwungvollen Dreher aufs Parkett, hielt den V8 seines Autos jedoch am Laufen und revanchierte sich nur wenig später mit einer Runde in 1.31,353 Minuten – vorläufig genug für den zweiten Rang.


Dann sorgte Kimi Räikkönen für einen Schock in der Boxengasse: Der „Iceman“ umkreiselte den Nürburgring in nur 1.30,203 Minuten und strafte damit alle jene Lügen, die McLaren nach den schwachen Resultaten in den Freien Trainingssitzungen bereits abgeschrieben hatten. Sein Teamkollege Juan Pablo Montoya zeigte kurze Zeit später, was die Runde von Räikkönen wert war: Er verfehlte die Bestzeit des Finnen um 0,7 Sekunden. Felipe Massa schob sich anschließend mit 1.30,732 Minuten auf den zweiten Rang vor – Startschuss für Michael Schumacher, der auf heimischem Boden die zahlreichen Ferrari-Fans mit einer Rundenzeit von 1.30,013 Minuten begeisterte.


Auf Platz drei schob sich anschließend Rubens Barrichello vor, dem eine gute halbe Sekunde auf seinen ehemaligen Ferrari-Teamkollegen fehlte. Sein erster Auftritt im zweiten Qualifying-Abschnitt brachte Williams-Junior Nico Rosberg Rang sechs ein. Fünf Minuten vor Ende der Session standen Mark Webber, Alonso, Fisichella, Liuzzi,
Jarno Trulli und Nick Heidfeld auf den Absteiger-Rängen.
Dann übernahm der spanische Titelverteidiger die Regie und schob sich mit 1.30,336 Minuten auf die dritte Position vor. Trulli ließ sich die sechsschnellste Zeit notieren. Völlig in Rage überquerte Giancarlo Fisichella die Ziellinie: Wild gestikulierend wies er darauf hin, dass Jacques Villeneuve ihn übel aufgehalten und wichtige Zeit gekostet hatte. Als Ralf Schumacher auf Platz neun vorrückt, fällt „Fisico“ auf Rang elf zurück. Auch Mark Webber und Villeneuve schafften noch den Sprung in die Top ten – damit war der Römer entgültig aus dem Kampf um die Pole Position ausgeschieden. Noch vor Beginn der abschließenden Session stattete Fisichella dem Ex-Champion einen Besuch in der BMW Sauber-Box ab und bedankte sich persönlich bei Villeneuve für die hilfreiche Unterstützung auf der Strecke.


Neben dem Italiener mussten auch sein Landsmann Liuzzi, Nick Heidfeld, David Coulthard, Nico Rosberg und Ralf Schumacher fortan zusehen. In den Kampf um die ersten Startplätze zogen neben den beiden Ferrari-Piloten Schumacher und Massa auch beide Honda mit Jenson Button und Rubens Barrichella am Steuer, die McLaren-Männer Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya sowie Mark Webber (Williams), Jacques Villeneuve (BMW Sauber), Jarno Trulli (Toyota) und Renault F1 Star Fernando Alonso ein.


3. Qualifying-Session


Es blieben 20 Minuten Zeit, um mit möglichst vielen Runden die an Bord mitgeführte Spritladung so weit wie möglich zu verbrauchen und dann mit einem leichten Auto eine schnelle Runde zu drehen. Beide Ferrari führten das Feld der schnellsten Zehn gleich zu Beginn der „Super Pole“ an, wobei Michael Schumacher mit 1.33,607 Minuten die erste Bestzeit setzte. Er verbesserte diesen Wert schon bald bis auf 1.32,530 Minuten – genug, um während der ersten zehn Minuten die Führung zu verteidigen. Zwischenstand: Schumacher vor Massa, Alonso, Raikkönen, Barrichello, Trulli, Montoya, Button, Villeneuve und Webber.


Nur achteinhalb Minuten verblieben, als beide Ferrari an der Box neue Reifen ausfassten und damit den Kampf um die Pole Position endgültig eröffneten. Auch Fernando Alonso stellte sich bei seinen Mechanikern für neue Michelin-Pneus an, alle weiteren Fahrer folgten wenig später. Das Potenzial frischer Rundlinge nutzte Button als erster aus: Er setzte im ersten, zweiten und dritten Streckenabschnitt neue Sektoren-Bestzeiten und rückte damit an die Spitze der Zeitentabelle.


Doch die Freude sollte nicht lange währen: Michael Schumacher unterbot die Bestzeit im ersten Sektor um vier Zehntelsekunden, konnte Buttons Rekord vorläufig aber noch nicht knacken. Dieses Kunststück gelang erst Alonso: Der Spanier schraubte die Rundenzeit auf erstaunliche 1.30,454 Minuten herunter. Doch dem amtierenden Weltmeister war dies noch nicht genug: Er kam nochmals an die Box, ließ einen zweiten Satz jungfräulicher Pneus montieren und den Frontflügel eine Stufe steiler einstellen, um ein Untersteuern zu kurieren. Auch die Ferrari holten sich neue Reifen ab. Das Duell um die Pole Position gewann an Brisanz.


Alonso fackelte nicht lange und stellte unverzüglich eine neue Bestzeit im ersten Sektor auf. Doch Michael Schumacher, nicht weit hinter dem Renault F1 Pilot unterwegs, war nochmals eine Zehntelsekunde schneller. Abschnitt zwei: Erneut ist Alonso Schnellster, und auch im letzten Streckendrittel blinkt seine Zwischenzeit grün auf – Bestwert. Der siebenfache Weltmeister muss passen: Schumacher büßte erst drei Zehntel ein und lag damit, um 0,2 Sekunden geschlagen, nur auf dem zweiten Rang.


Damit gab es an der ersten Pole Position für Fernando Alonso in der laufenden Saison nichts mehr zu rütteln – seine erstaunliche Rundenzeit von nur 1.29,819 Minuten hatte zuvor niemand für möglich gehalten. Neben ihm in der ersten Startreihe wird Michael Schumacher einparken, Rang drei des Qualifyings eroberte Felipe Massa im zweiten roten Renner aus Maranello. Rubens Barrichello gewann das teaminterne Duell und stellte seinen Honda auf die vierte Position, gefolgt von Kimi Räikkönen, Jenson Button, Jarno Trulli, Jacques Villeneuve, Juan Pablo Montoya und Mark Webber. Der Australier kann sich über diese Platzierung allerdings nur bedingt freuen: Aufgrund eines außerplanmäßigen Motorwechsels an seinem Williams wird er in der Startaufstellung um zehn Plätze zurückgestuft – ein Schicksal, dass er mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg teilen wird.

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