AMI 2006: Die Mitmach-Messe
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Den Besucher in den Mittelpunkt rückt die 16. Auflage der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig. Die noch bis zum 9. April dauernde Frühjahrsmesse präsentiert sich in diesem Jahr gastfreundlich wie selten: Probefahrten, Sonderschauen und zahlreiche Events rund um das Thema „Auto“ sollen die Gäste in die Sachsen-Metropole locken. Die Veranstalter rechnen mit rund 275 000 Besuchern.
Premieren-Jäger dagegen werden eher weniger auf ihre Kosten kommen. Fast alle Hersteller haben ihr Pulver bereits auf dem Genfer Salon vor vier Wochen verschossen oder kochen – wie Audi mit der TT-Weltpremiere in Berlin – parallel zur AMI ihr eigenes Süppchen. Dies stört jedoch eher die professionellen Beobachter als den privaten Gast: Denn Autofans können sich wie bei einem überdimensionalen Tag der offenen Tür einen schnellen Überblick über die aktuellen Trends der Branche und die Neuheiten des Frühjahrs verschaffen. Dass die Wege auf dem modernen Messegelände kurz sind und die Atmosphäre entspannt ist, macht den Besuch noch lohnenswerter.
Ein Rundgang durch die Hallen sollte in jedem Fall am Opel-Stand vorbeiführen. Dort steht der neue GT, ein optisch gelungener und technisch verheißungsvoller Zweisitzer, der ab Frühjahr 2007 die Herzen der Roadster-Fans erobern soll. Demnächst zum festen Straßenbild in Deutschland gehören dürften auch der neue Peugeot 207, Nachfolger des erfolgreichsten Kleinwagens der letzten Jahre, und der Ford S-Max, eine interessante Kombination aus Raum und Dynamik in Form eines Sportvans.
Insbesondere für SUV-Interessenten hält die AMI einige Neuigkeiten bereit: Fiat Sedici, Suzuki SX4, Daihatsu Terios, Chevrolet Captiva beleben die Klasse kompakter Allrader. VW und Toyota blicken bereits mit den Studien Concept A und Urban Cruiser in die Zukunft dieser Fahrzeugklasse. Sportfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten: etwa am Porsche-Stand, wo der 911 Turbo und der GT3 Deutschland-Premiere feiern, und bei den Mercedes AMG-Modellen, den S- und RS-Neuheiten von Audi sowie dem BMW Z4 Coupé. Weil all diese Fahrzeuge für den durchschnittlichen Autokäufer aber unbezahlbar sind, finden sich auch preiswerte Alternativen: etwa in Form des 260 PS starken Mazda3 MPS oder dem Renault Clio Sport.
Im Aufwind befinden sich außerdem Fahrzeuge mit Erdgasantrieb: Beflügelt von der Zusage der Bundesregierung, die Steuerbegünstigung des Kraftstoffs bis 2020 aufrecht zu erhalten, zeigt Ford den Focus als Erdgasversion ebenso wie Smart den Zweisitzer Fortwo, der in der nächsten Modellgeneration ab 2007 mit einem Gasantrieb erhältlich sein könnte. Beim Marktführer Opel ist inzwischen der mehrfach angekündigte Zafira der zweiten Fahrzeuggeneration als CNG-Variante fertig. Auch die als Flüssiggas oder Autogas (LPG) bekannte Alternative wird vorangetrieben – vornehmlich von Chevrolet, die auf Wunsch jedes Fahrzeug der Modellpalette auf Autogasantrieb umrüsten.
Ob sich Gasfahrzeuge im Fahrbetrieb von herkömmlichen Benzinern unterscheiden, können die AMI-Besucher direkt vor Ort ausprobieren. Insgesamt 15 Hersteller bieten Probefahrten in und um Leipzig mit ausgewählten Modellen an. Seine fahrdynamischen Talente kann man mit einem Honda S2000 auf einem Slalom-Parcours unter Beweis stellen, und auf einem Offroad-Parcours geht es mit neuen Geländewagen und SUV über Stock und Stein. Eine Sonderschau mit spektakulären Autostudien der vergangenen fünf Jahre entführt die Besucher in die Welt des Automobildesigns im 21. Jahrhundert. Es müssen also nicht immer Weltpremieren sein: Eine Reise zur Leipziger AMI lohnt sich trotzdem. Michael Hoffmann/mid

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