Autoindustrie sieht Land in Sicht
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Peter Tyroller - Bosch-Geschäftsführer und Präsident des europäischen Zuliefererverband Clepa Bilder

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Die deutsche Automobilzulieferindustrie ist optimistisch, schneller aus der Auftragskrise zu kommen als gedacht. Doch das Post-Abwrack-Syndrom beherrscht weiterhin den deutschen Automarkt. Das landesweite Minus hat fast alle Hersteller getroffen. 200 885 Pkw wurden im August neu in den Verkehr gebracht. Das Defizit zum Vorjahr beträgt 27 Prozent und 6,3 Prozent zum August 2008.

August-Bilanz: Gewinner und Verlierer auf dem deutschen Pkw-Markt

Im August konnten Audi und Porsche ihre Verkäufe gegenüber dem Vorjahresmonat steigern. Die Ingolstädter lieferten 15 766 Pkw an ihre Kundschaft aus und damit 4,7 Prozent mehr als im August 2009. Bei Porsche stieg der Umsatz sogar um 64,2 Prozent auf 811 Pkw-Auslieferungen. Auch Mitsubishi, Land Rover, Jaguar und Subaru konnten ein Absatzplus im August verzeichnen. Laut KBA standen im Gegensatz zu kleineren Fahrzeugen Sportwagen (+64,9 Prozent) und Geländewagen (+31,3 Prozent) stark im Fokus der Neuwagenkäufer. Die Obere Mittelklasse und Oberklasse lagen im August leicht über Vorjahresniveau.

Alle anderen deutschen Hersteller verfehlten laut KBA-Statistik ihr Vorjahresergebnis. Die Auslieferungen von VW sind um 31,3 Prozent auf 42 702 Einheiten gefallen. Bei Opel ging der Absatz um 27,3 Prozent auf 15 660 Einheiten zurück. Die Kernmarke Mercedes-Benz wies in seiner Neuzulassungsstatistik auf dem wichtigen deutschen Markt für August ein Minus von 3,1 Prozent aus (15 660 Einheiten). Auch BMW und Mini mussten mit einem Rückgang von 21,9 Prozent auf 14 498 Einheiten herbe Einbußen einstecken. Ford konnte lediglich 13 332 Einheiten verbuchen und so mit einem Rückgang von 29,2 Prozent in den September starten.

Hoffnung, aber noch keine Entwarnung für die Zulieferindustrie

[foto id=“319296″ size=“small“ position=“right“]Die europäische Zulieferindustrie dürfte deutlich schneller aus der Auftragskrise fahren als gedacht. „Es gibt die berechtigte Hoffnung, dass viele Unternehmen bereits 2011 wieder zu alter Stärke zurückfinden“, sagte Peter Tyroller, Bosch-Geschäftsführer und Präsident des europäischen Automobilzulieferverbandes Clepa, in einem Interview mit der „Automobilwoche“. Zuletzt waren die Umsätze der Automobilzulieferer im Zeichen der Krise weltweit um 20 bis 40 Prozent eingebrochen. Bisher war man in der Branche davon ausgegangen, dass die Absatzzahlen von 2007 erst wieder im Jahre 2012 erreicht werden können. Dennoch gab Tyroller noch keine Entwarnung: „Trotz der guten Entwicklung im ersten Halbjahr sind wir vom Vorkrisen-Niveau noch ein gutes Stück entfernt.“ Da viele Zulieferer von der Krise geschwächt seien, stelle die Finanzierung des Hochlaufs eine erhebliche Herausforderung dar. „Erst wenn eine gewisse Stabilität zurückkehrt, wird sich die Situation verbessern. Bis dahin wird die Konsolidierung unter den Zulieferern fortschreiten“, so der Manager. Eine grundsätzlich veränderte Einkaufspolitik kann er bei den Autoherstellern nicht feststellen.

 

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