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Bentley Flying Spur – Heißsporn im Maßanzug

Bentley Flying Spur - Heißsporn im Maßanzug Bilder

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Analoge Uhren sind in Oberklasse-Fahrzeugen ein beliebtes Feature Bilder

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Auch im Fond lässt es sich aushalten Bilder

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Holz und Leder dominieren Bilder

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Das Cockpit ist extrem edel Bilder

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Ansonsten hat sich das Design nur wenig geändert Bilder

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Die Rückleuchten sind nun horizontal statt vertikal angeordnet Bilder

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Die Luxuslimousine geht in die zweite Runde Bilder

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Der Bentley Continental Flying Spur heißt in der neuen Generation nur noch Flying Spur Bilder

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Seine Weltpremiere erlebte der Bentley Flying Spur erst kürzlich auf der Auto Shanghai. Dass nun auch erste Fahreindrücke mit der zweiten Generation der britischen Limousine ebenfalls in China – rund um die Hauptstadt Beijing – gesammelt werden konnten, zeigt wo die Reise für Luxushersteller in der Zukunft wohl hingehen mag. Schon jetzt ist das weiterhin wachstumsorientierte Reich ein Garant für den Absatzerfolg. Der seit 2005 hergestellte Flying Spur ist dort Bentleys Bestseller.

Mit 474 verkauften Fahrzeugen im ersten Quartal 2013 ist zwar ein Rückgang um gut 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu vermerken. Aber die Manager sind überzeugt, daß die chinesische Kundschaft sich in Vorfreude auf die nächste Generation zurückgehalten hat. Was nicht nur sie, sondern die anderen Fans weltweit zu erwarten haben, ist ein komplett überarbeiteter Flying Spur – ein Heißsporn mit deutlich mehr Leistung, mehr Technologie an Bord und noch mehr erfüllbaren Ausstattungswünschen, für mindestens 191.590 Euro.

Die Ingenieure im englischen Crewe haben dem schon aus dem Vorgänger bekannten W12 des VW Phaeton nun 460 kW/625 PS entlocken können. Damit überholt der Biturbo-Benziner sogar die Topversion „Speed“ der ersten [foto id=“465831″ size=“small“ position=“right“]Generation um 15 Prozent. Das machtvolle Drehmoment des 6,0-Liter-Triebwerks liegt nun bei 800 Nm und wird über eine von sechs auf acht Gänge erweiterte ZF-Automatik permanent an alle vier Räder verteilt. Die Limousine fliegt damit in 4,6 Sekunden über die 100 km/h-Marke. Erst wenn sich die Tachonadel bei 322 km/h einpendelt, wäre dem Vorwärtsdrang eine Grenze gesetzt. Vielleicht auch deswegen winken die Bentley-Verantwortlichen bei der Frage nach einer Speed-Auflage für die zweite Generation ab. Auch ein Achtzylinder wie bei den aktuellen Continental-Modellen Coupé und Cabrio GTC scheint vorerst nicht in Planung.

Für die gediegene britische Automobilkultur ist weiterhin Bentleys Flagschiff Mulsanne zuständig. Der neue Flying Spur dagegen betont den Leistungssportler, der unter dem Maßanzug die Muskeln spielen lassen kann. Die Pflege der speziell englischen Manufaktur oder die erfolgreiche Motorsport-Tradition dürften den Neukunden gleichgültig sein. Sie wollen modernen Luxus, der Kraft entfalten kann. Deswegen hat Bentley für sein Heißsporn-Update auch Rivalen wie den Maserati Quattroporte oder den Aston Martin Rapide im Visier.

Für die Fahrt zur Großen Mauer durch den stetig dichter werdenden Verkehr der Hauptstadt kann der Flying Spur-reloaded zwar nicht sein neues Leistungspotenzial abrufen, aber seine anderen inneren Werte kommen dabei spielend zur Geltung. Beijing leidet nicht mehr wie zu Beginn des Jahres unter der extremen Feinstaubbelastung, die mit fast 800 Mikrogramm pro Kubikmeter einen Höchstwert erreichte (unter 50 Mikrogramm gelten als verträglich), dennoch blendet der Bentley den Smog vornehm aus. Ebenso wie die [foto id=“465832″ size=“small“ position=“left“]Fremdeinwirkung durch Motoren- und Hupgeräusche der anderen. Die Experten im Bentley-Werk haben das Lärmniveau im Cockpit durch einige technische Eingriffe nochmals um 40 Prozent abgedämmt.

Dank verschiedener Leichtbaukomponenten konnte der über zwei Tonnen schwere Viertürer gerade einmal 50 Kilogramm abspecken. Auch ohne die dezenten Leichtbauerfolge hätte das Triebwerk mit der Limousine leichtes Spiel. Trotz vornehmer akustischer Abdichtung vernimmt man selbst im Cockpit das grollende Lebenszeichen unter der Motorhaube. Dass der Vortrieb stets gebändigt werden muss, liegt nicht nur an chinesischen Tempolimits, sondern an den Tücken des Straßenbelags, die Federwege und Dämpfung im Praxistest fordern. Aber auch im Understatement des Dahingleitens ist der Flying Spur eine Genussmanufaktur und als mobiles Büro viel zu schade. Der Verbrauch wurde laut Bentley im Vergleich zum Vorgängermodell um 13,5 Prozent auf 14,7 l/100 km/h gesenkt. Eine Angabe, die auch bei gemächlicher Gangart nicht wirklich gehalten werden konnte.

Die individuell einstellbaren Dämpfer sind bis zu 13 Prozent sänftenartiger. Im Reich der Mitte dieser Limousine erwartet die Insassen handverarbeitetes Leder und feinste automobile Schreinerei. Allein 17 Serienlackfarben, zwölf Lederfarbtöne und zwei neue Holzfurniere bieten eine lustvolle Qual der Wahl. Wem das zu wenig ist, kann sich noch für die Mulliner-Angebote entscheiden.

Neben der Highend-Soundanlage von Naim gibt es auf Wunsch jetzt auch ein zeitgemäßes Infotainmentsystem mit allem, was zum Standard moderner Konnektivität in Autos gehört, wie beispielsweise Sprachsteuerung, Internet-Hotspot oder Bluetooth-Schnittstelle. Dass zum Acht-Zoll-Touchscreen vorne hinten zusätzlich zwei weitere Zehn-Zoll-Bildschirme sowie eine optionale Fernbedienung für den Fonds erhältlich sind, mag für asiatische Kunden, die sich eher chauffieren lassen, interessant sein. Für den Rest der Welt gilt: einen Bentley [foto id=“465833″ size=“small“ position=“right“]wie diesen muß man hinterm Steuer erleben.

Die zweite Generation des Flying Spur hat nicht nur den früheren Familiennamen Continental abgelegt, sondern auch die Rundungen. Das Design wirkt straffer. Zu den dynamisch geführten Bügelfalten im feinen Blech kommen zum Beispiel neu gezeichnete Lichter vorne und hinten und ein quasi fliegendes B am vorderen Lufteinlass. Doch die wirklichen Optimierungen verbirgt der Heißsporn unter der Haut: eine steifere Karosserie und strukturelle Verbesserungen für die Crashsicherheit und den Fußgängerschutz. Gut 600 neue Teile wurden im neuen Flying Spur montiert.

Die angepeilten jüngeren Geschäftsleute, die sich diese gehobene Business Class leisten wollen, müssen so erfolgreich sein, daß sie beim Grundpreis von knapp unter 200.000 Euro gelassen bleiben.

Datenblatt Bentley Flying Spur

Viertürige Limousine, wahlweise vier- oder fünfsitzig
Länge: 5,29 Meter, Breite über Rückspiegel: 2,20 Meter, Höhe: 1,49 Meter, Radstand: 3,065 Meter
Kofferraumvolumen: 475 Liter
   
Motor: W12-6,0-Liter-Biturbo, ZF-Achtgang-Automatik
Leistung: 460 kW/625 PS
Drehmoment: 800 Nm ab 2.000 U/min
Beschleunigung (0-100 km/h) 0 – 100 km/h: 4,6 s
Vmax: 322 km/h
   
Verbrauch (l/100 km) 14,7
Energieeffizienzklasse: k. A.
CO2-Ausstoß (g/km) 343
   
Bentley Flying Spur – Kurzcharakteristik
Alternative zu: Rolls-Royce Ghost, Maserati Quattroporte, Aston Martin Rapide, Jaguar XJ, Mercedes-Benz S-Klasse
Passt zu: Menschen, denen eine S-Klasse zu langweilig ist
Sieht gut aus: Nicht nur vor berühmten Wahrzeichen dieser Welt, sondern auch im Stau auf dem Weg ins Büro
Kommt wann: ab Mitte Sommer 2013
Was kommt nicht: zumindest nicht in absehbarer Zeit die Topversion „Speed“ oder ein Achtzylindermotor

 

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