Crossover und SUV: Immer mehr Nischen
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Gehörten bis vor wenigen Jahren auf dem SUV-Markt bullige Offroad-Optik und Allradantrieb untrennbar zusammen, lässt sich mittlerweile kaum mehr ein Schluss von der Karosserie auf den Antrieb ziehen. Das Angebot differenziert sich.

Erst kamen die Geländewagen, dann rollten dutzendweise SUVs auf den Markt. Gehörten bis vor wenigen Jahren bullige Offroad-Optik und Allradantrieb untrennbar zusammen, lässt sich mittlerweile kaum mehr ein Schluss von der Karosserie auf den Antrieb ziehen. Das Angebot der SUV differenziert sich immer weiter: Kleinwagen ziehen sich inzwischen ein Gelände-Kleid an oder Allrader wählen den Business-Anzug. Und in Zukunft sehen die SUV sogar aus wie höhergelegte Sportwagen.

Offroad-Optik ist geblieben

Die Offroad-Optik findet immer weitere Verbreitung; und das oft ganz ohne jegliche Gelände-Tugenden. Viele der neuen, so genannten Crossover-Modelle kommen heute nur noch mit einem Heck- oder Frontantrieb daher. Vorteil: Die Preise für die 2WD-Fahrzeuge liegen in der Regel um mindestens 500 Euro unter denen der Allrader. Auch verbrauchen sie so weniger Sprit und lassen mehr Zuladung zu. Außerdem ist ihr Einstieg bequem hoch, so dass immer mehr Ältere an diesen Fahrzeugen gefallen finden.

Nissan Qashqai

Einer der jüngsten Vertreter dieser Klasse ist der Nissan Qashqai. Der fünftürige Kompakte kann zwar auch mit zwei angetriebenen Achsen bestellt werden, die weitaus meisten Kunden dürften jedoch nach Einschätzung des Herstellers den Fronttriebler wählen. Trotzdem bringt dieser Nissan-Vertreter in der Kompaktklasse alles mit, was einen SUV so beliebt macht: eine hohe Sitzposition mit großem subjektiven Sicherheitsempfinden und guter Übersicht, einen bequemen Einstieg und bis zu 1 513 Liter Platz für Gepäck. Die Preisliste für den japanischen Golf-Konkurrenten beginnt bei
19 790 Euro.

VW und die Offroad-Optik

Noch konsequenter mit Einsparungen als der Japaner und dabei sehr erfolgreich geht Volkswagen vor. Mit rein optischen Retuschen werden die zig-tausendfach verkauften Modelle Polo, Golf und Touran zu Blickfängen im Offroad-Kleid. Der Kleinwagen Polo etwa verfügt als Cross Polo unter anderem über ein höher gelegtes Schlechtwegefahrwerk, einen angedeuteten Unterfahrschutz an der Front, Plastikschoner am unteren Ende der Karosserie – aber einen Allradantrieb gibt es nicht, nicht einmal als Option. Ebenfalls nur mit Frontantrieb ist der kompakte Dodge Caliber zu haben, auch wenn seine kantige Karosserie deutlich an einen großen Geländewagen erinnert und für einen starken Auftritt im Stadtverkehr sorgt.
Die Aufpreise für die VW-Mobile in Offroadoptik gegenüber den Standardmodellen liegen je nach Baureihe allerdings bei mindestens 2 100 Euro.

Nissan Murano

Wenn plötzlich auch Kompakt- und Kleinwagen zu relativ geringen Preisen dennoch robust und kernig daherkommen, müssen sich die Anbieter großer SUV etwas einfallen lassen. Dort ist plötzlich kantige Geländeoptik nicht mehr automatisch angesagt. Nissan etwa setzt beim 4,77 Meter langen Murano überwiegend auf runde von Frauen bevorzugten Formen. Geschickt haben die Designer zudem Anklänge an aktuelle Nissan-Modelle wie den Kleinwagen Micra einfließen lassen. Ergebnis: Der Murano kann sich sowohl vor der Oper als auch im Gelände sehen lassen. Nur bei schwerem Untergrund ist er trotz des permanenten Allradantriebs das falsche Fahrzeug. Der nahezu komplett ausgestattete Murano ist zu Preisen ab 47 000 Euro zu haben, vorerst nur mit dem in Deutschland für ein Fahrzeug diese Gewichtes wenig gefragten V6-Ottomotor.

Honda CR-V

Einen ähnlichen Weg geht Honda mit dem eine Nummer kleineren CR-V. Statt Ecken und Kanten zeigt die Karosserie der neuen Generation dynamisch geschwungene Linien. Der Japaner fährt in der Regel mit Heckantrieb, der Allradantrieb schaltet sich bei Traktionsproblemen automatisch zu. Die Preisliste für den Fünftürer beginnt bei stolzen 27 000 Euro.

BMW und Audi

In den nächsten Jahren kommen optisch besonders sportliche SUV auf den Markt. Die Allrader sehen dann aus wie hochbeinige Coupés. BMW plant für
2008 die Einführung des X6, der im Grunde ein X5 mit abfallender Dachlinie sowie geringerer Bodenfreiheit ist und deutlich dynamischer wirkt als das eher kantige Basismodell. Auf Basis des kleineren BMW X3 könnte Ende des Jahrzehnts ebenfalls eine Kreuzung von Coupé und Geländewagen kommen. Audi hat kürzlich die Studie Cross Coupé vorgestellt, ebenfalls eine Mischung aus den beiden Fahrzeugarten.

mid/hh

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