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Mercedes AMG-Pläne – Was Kleines zum Geburtstag
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Der 2,0-Liter-Vierzylinder soll über 300 PS haben Bilder

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AMG will weiter wachsen. Die sportliche Sparte von Mercedes will nach 45 Jahren erstmals auch besonders dynamische Fahrzeuge in der Kompaktklasse anbieten. Schon im nächsten März soll der A 45 AMG gängigen Kompaktsportlern wie Audi S3, Ford Focus ST, Opel Astra OPC und VW Golf GTI das Fürchten lehren. Als Triebwerk der schnellen A-Klasse dient ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit „deutlich mehr Leistung als beim Wettbewerb“, sagt AMG-Chef Ola Källeneius anlässlich der Geburtstagsfeier in der Zentrale in Affalterbach.

Das Drehmoment soll bei 400 Newtonmeter liegen, die Leistung bei über 300 PS. Damit die Kraft nicht in Rauch aufgeht, kommt ein variabler Allradantrieb zum Einsatz. Geschaltet wird mittels eines Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes, damit der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in rund fünf Sekunden erledigt ist. Genauere Daten gibt es aber noch nicht. Auch über den Preis ist noch nichts bekannt, er wird aber [foto id=“422644″ size=“small“ position=“left“]wahrscheinlich bei über 40.000 Euro liegen. Bisher begann der Einstieg in die schnelle Welt von AMG beim Mittelklassemodell C-63 AMG mit 71.757 Euro.

„Das Kompaktsegment wächst und wir haben nun auch eine dynamische Basis, auf die wir aufbauen können“, so Källenius. Doch nicht nur mit dem doppelten Downsizing will der Veredler weiteren Absatz generieren. Zu den zurzeit 22 bestellbaren Modellen werden bis zum 50. Geburtstag wohl noch acht weitere hinzukommen. Damit soll der Absatz von derzeit 20.000 Autos auf 30.000 pro Jahr steigen. Neben dem A 45 AMG ist auch ein schnelle B-Klasse und ein starkes Kompaktcoupé CLA AMG möglich. Im Oktober kommt der CLS 63 AMG Shooting Brake, eine Mischung aus Kombi und Coupé mit starkem V8. Doch nicht nur die pure Leistung treibt die Ingenieure, auch die Effizienz wird immer wichtiger. AMG hat nach eigener Einschätzung den weltweit effizientesten V8 entwickelt. Im SLK 55 AMG leistet er zwar 310 kW/422 PS, verbraucht im EU-Mix aber nur 8,4 Liter.

Als vor 45 Jahren Hans Werner Aufrecht und Eberhard Melcher ein Ingenieurbüro für Konstruktion, Versuch und Entwicklung von Rennmotoren in Burgstall gründen, ahnt noch niemand, dass ihre Autos Jahrzehnte später der Inbegriff von besonders sportlichen Mercedes-Fahrzeugen sein werden. Aus den ersten Buchstaben der beiden Nachnahmen und Aufrechts Geburtsort Großasbach entsteht die Auto-Schmiede AMG. Schon nach drei Jahren gelingt der sportliche Durchbruch mit dem zweiten Gesamtplatz bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps in Belgien. Auf Basis des großen und schweren [foto id=“422645″ size=“small“ position=“right“]300 SE schaffen die AMG-Ingenieure eine Waffe für die Rennstrecke, denn unter der langen Haube der viertürigen Limousine stampft ein 6,8-Liter großer V8 mit 315 kW/428 PS.

In den 1970er Jahren wird der Name AMG immer bekannter und die Auftragsbücher immer voller – aus Platzgründen ziehen die Tuner deshalb 1976 von Burgstall nach Affalterbach. Ein echter Verkaufsschlager wird 1982 der veredelte 190er AMG. 1990 bekommt AMG den Ritterschlag: Die Daimler-Benz AG schließt einen Kooperationsvertrag mit dem Tuner und bietet nun die AMG-Palette über ihr weltweites Vertriebsnetz an. 1993 stellen AMG und Daimler-Benz das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug vor – den Mercedes-Benz C 36 AMG. Im gleichen Jahr trägt das Patentamt AMG als Markenzeichen ein. 1999 verkauft Hans Werner Aufrecht die Mehrheitsanteile an DaimlerChrysler, seit 2005 gehört der ehemalige Zwei-Mann-Betrieb zu 100 Prozent dem Stuttgarter Konzern. Allerdings wird die Motorsportsparte schon 1999 in die H.W.A. GmbH (Hans Werner Aufrecht) ausgelagert. Dort entstehen die DTM-Renner der Marke.

Insgesamt optimieren heute rund 1.100 Mitarbeiter die breite Modellpalette der 22 verschiedenen AMG-Fahrzeuge, zwei Drittel davon in der Entwicklung. AMG-Chef Källenius sieht das Unternehmen auch eher als Entwicklungsschmiede mit High-Performance-Charakter und der Struktur eines mittelständischen Unternehmens, nicht als die verlängerte Werkbank des Stuttgarter Konzerns. Das haben die Ingenieure aus Affalterbach mit dem elektrisch betriebenen SLS gezeigt. Der Renner ist schon seit über einem Jahr fahrbereit -, Mercedes hat indes noch kein Fahrzeug im Programm.

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