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Test: Audi Q3 2.0 TDI Quattro – Es darf auch etwas weniger sein
Test: Audi Q3 2.0 TDI Quattro - Es darf auch etwas weniger sein Bilder

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Seit einem Jahr hat Audi den Q3 auf dem Markt. Die Ingolstädter haben damit ihr SUV-Programm (vorläufig) nach unten abgerundet. Während die großen Geschwister Q7 und Q5 mächtige Vertreter im Segment der Ober- und Mittelklasse sind, ist der Q3 ein relativ dezentes Angebot unter den Kompakten. Hier misst er sich mit Wettbewerbern wie dem BMW X1, dem Mercedes GLK und dem etwas weniger feinen Konzernblutsverwandten VW Tiguan, mit dem er sich die Plattform teilt.

Käufer eines Q3 entscheiden sich zumindest in Deutschland weit überwiegend für einen Diesel. Wir fuhren die kleinere der beiden 2,0-Liter-Varianten mit 103 kW/140 PS und nahmen als rund 2.000 Euro [foto id=”419653″ size=”small” position=”left”]teures Extra den permanenten Allradantrieb Quattro dazu. So kommt man bereits auf 32.200 Euro in der Basis, ohne dass man die viele, viele Seiten lange Aufpreisliste auch nur aufgeblättert hätte.

Materialauswahl & Verarbeitung

Allerdings ist, ein entsprechendes Budget vorausgesetzt, der Q3 sein Geld auch wert. Wie fast immer verarbeitet Audi beste Materialien und dies äußerst sorgfältig. An das Niveau des größeren Q5 oder eines A4 reicht die Qualität allerdings nicht ganz heran. Macht nichts, in dieser Klasse hat kein Wettbewerber besseres zu bieten.

Optik

Auch Audi huldigt bei den Formen seiner aktuellen Modelle meist der “Coupé-Linie”, was sich auf die im Stil der Zeit nach hinten abfallende Dachlinie bezieht. Das sieht beim Q3 zwar in der Seitenansicht zusammen mit der hohen Gürtellinie und dem damit verbundenen relativ schmalen Fensterausschnitten klasse aus, beschert allerdings schon mittelgroßen Erwachsenen auf den Rücksitzen Probleme mit der Kopffreiheit. [foto id=”419654″ size=”small” position=”left”]Während der Q3 mit seinem Wappen-Kühlergrill und den schmalen Scheinwerfern vorne auf böse macht, wirkt das Fahrzeug mit seinen fein herausgearbeiteten Rückleuchten von hinten fast schon filigran.

Antrieb

Der von uns gewählte 2,0-Liter-Diesel mit 103 kW/140 PS ist im VW-Konzern eine Allzweckwaffe und wird in unzähligen Modellen eingesetzt. Zum kompakten Audi passt der Selbstzünder ausgezeichnet, zum einen weil er viel Drehmoment (bis zu 320 Nm) schon früh bereitstellt, zum anderen, weil er relativ sparsam ist. Der von Audi angegebene Durchschnittsverbrauch von 5,7 Litern ist nicht völlig außer Reichweite. Wir benötigten 7,1 Liter, allerdings mit einem recht hohen Anteil schnell gefahrener Strecken. Bei der Fahrwerksabstimmung entschied sich Audi für die knackig-direkte Variante. Das verführt zusätzlich dazu, die [foto id=”419655″ size=”small” position=”right”]Reserven von Motor und Fahrzeug auszuloten und macht vor allem außerhalb der Stadt viel Spaß. Sehr wohl fühlten wir uns übrigens in den ebenfalls sportlich-straffen Sitzen, die trotzdem noch genug Komfort für die Langstrecke bereitstellen.

Das manuelle Sechsgang-Getriebe ist gut auf den Motor abgestimmt, allerdings zerrt das hohe Drehmoment bei der Anfahrt früh an den Rädern, was im Stopp-and-Go-Verkehr nerven kann. Hier wäre eine Automatik vielleicht die für den Alltag bessere Wahl. Apropos Alltag: Von allen Audi-SUV ist der Q3 wahrscheinlich der dafür tauglichste. Mit seinen knapp 4,40 Metern Länge hat man noch eine reelle Chance, bei der samstäglichen Parkplatzsuche in der City fündig zu werden. Gleichzeitig bietet er mit 460 Litern Laderaumvolumen genug Platz auch für eine Urlaubsfahrt. Hinten sollten allerdings nur Kinder mitgenommen werden. Wer zu zweit unterwegs ist, kann den Gepäckraum durch Umlegen der Rücksitze [foto id=”419656″ size=”small” position=”left”]sogar auf 1.365 Liter erweitern.

Fazit

Der Audi Q3 ist natürlich alles andere als ein günstiges Auto. Mit wenigen Häkchen an der Aufpreisliste z.B. für Navigation, Xenon oder Ledersitze kann man den Grundpreis von 32.200 Euro in Richtung 40.000 Euro bewegen. Wer sich noch ein paar Assistenzsysteme gönnt, etwa für die Überwachung des Spurwechsels oder für Hilfestellung beim Einparken, überschreitet schnell auch diese Marke. Hier heißt es Disziplin zu wahren, damit die Kosten nicht schon bei der Anschaffung aus dem Ruder laufen. Viel mehr Kritik kann man allerdings nicht üben: Der Q3 ist schlichtweg eines der Top-Angebote in der SUV-Kompaktklasse.

Datenblatt: Audi Q3 2.0 TDI Quattro

Fünftüriges, fünfsitziges SUV der Kompaktklasse
Länge/Breite/Höhe: 4,39 Meter/1,83 Meter/1,61 Meter
Radstand: 2,60 Meter
Kofferraumvolumen: 460 – 1.365 Liter
   
Antrieb: 2,0-Liter-Diesel, permanenter Allradantrieb,
103 kW/140 PS
max. Drehmoment: 320 Nm bei 1.750 – 2.500 U/min
Vmax: 197 km/h
0-100 km/h: 9,9 s
Durchschnittsverbrauch: 5,7 Liter Diesel je 100 Kilometer
CO2-Ausstoß: 149 g/km
Effizienzklasse: C
Testverbrauch: 7,1 Liter
   
Preis: ab 32.200 Euro

Kurzcharakteristik

Alternative zu: BMW X1, Mercedes GLK, VW Tiguan
Passt zu: Fahrern, für die ein Audi nicht groß und protzig sein muss
Sieht gut aus: weil er weniger dick aufträgt als seine großen SUV-Geschwister

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Gast auto.de

June 6, 2012 at 6:25 pm

Wir besitzen seit 1 Monat auch einen Q3 Diesel mit 140 PS.
Nun ist uns nach einer Urlaaubsfahrt aufgefallen, dass sich Schnutz, Sand und Steinchen in der unteren inneren Türkante ablagern, die sich nur sehr mühsam entfernen lassen. Fehlt dort eine Abdeckung? Haben aber noch niht im Autohaus nachgefragt, da wir eben aus dem Urlaub zurück sind. Oder ist das eine Fehlkonstruktion?

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