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Test: Bentley Continental GT – König Kunde
Test: Bentley Continental GT - König Kunde Bilder

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Ein Bentley? In Krisenzeiten, in denen auf sozialadäquates Verhalten geachtet wird, ist ein derartiges Wohlstandssymbol eine schwer zu überbietende Provokation. Der einstige Hersteller glorreicher Sport- und Rennwagen jedenfalls, unter dessen Namen jahrzehntelang Derivate der Luxusmarke Rolls-Royce vertrieben wurden, symbolisiert Adel und altes Geld – nach landläufiger Ansicht auch Geld, das nicht unbedingt durch eigener Hände Arbeit akkumuliert wurde.

Während sich Rolls-Royce – inzwischen unter BMW-Ägide – in der althergebrachten Marktposition kommod eingerichtet hat, strebt die VW-Tochter Bentley in neue Richtungen. Beispielhaft dafür steht die Continental-Baureihe, deren Segment als [foto id=“431801″ size=“small“ position=“left“]Bindeglied zwischen der arrivierten Oberklasse und den in gänzlich anderen Sphären schwebenden Spitzenmodellen vom Schlage eines Rolls-Royce Phantom oder Bentley Mulsanne fungiert.

Basis dafür war die Architektur des Volkswagen Phaeton – verkürzt, mittels Biturbo-Aufladung in neue Leistungsregionen katapultiert, und seit der Einführung der zweiten Modellgeneration im vergangenen Jahr auch deutlich leichter. Dabei handelte es sich eigentlich nur um ein großes Facelift – mehr war in der Krisenzeit nicht drin. Und das sieht man dem Continental auch an: Die Formensprache wurde ausgesprochen behutsam weiterentwickelt. Akribisches Studium der Radien und Details offenbart zwar, dass kein Blechteil und keine Glasfläche dem Vorgänger entspricht – Besitzer der ersten Fahrzeuggeneration dürfen sich dennoch darüber freuen, dass ihr Fahrzeug kaum gealtert wirkt.

Motorisierung

Auch unter dem Blech hat sich wenig geändert: Für Vortrieb sorgt weiterhin ein nunmehr 575 PS starkes Biturbo-Triebwerk, dessen sechs Liter Hubraum sich auf zwölf Zylinder in Form eines doppelten VR verteilen. Das Aggregat zeichnet sich durch ein wuchtig-voluminöses Klangbild aus, das am besten zur Geltung kommt, wenn man mit erhöhter Last aus niedriger Drehzahl herausbeschleunigt. Prächtig gelungen ist den Entwicklern außerdem das charakteristische Blubbern beim Gaswegnehmen. Und der Motor leistet Gewaltiges: Im Express-Tempo von deutlich unter fünf Sekunden wird die 100-km/h-[foto id=“431802″ size=“small“ position=“right“]Schwelle überschritten, und der Vorwärtsdrang wird durch keine künstliche Begrenzung unterbrochen. Auch dann nicht, wenn der Continental sich eilig aus Geschwindigkeitsbereichen entfernt, die landläufig bereits als gehoben gelten. Erst bei 318 km/ gelangen die Fahrwiderstände zu Ausgleich. Abgeregelt wird hier nicht – König Kunde wählt das Tempo selbst.

Die Gangwahl bleibt indessen einer Sechsgang-Wandlerautomatik überlassen, die über voluminöse, lenksäulenfeste Schaltpaddel allerdings auch manuelle Eingriffe gestattet. Sie überträgt die Kraft auf ein Allradsystem, mit dem die Plattform hochleistungskompatibel gemacht wird. Übrigens: Zu diesem Auto würde eigentlich auch ein manuelles Schaltgetriebe klassischer Bauart passen. Denn der Continental mag es gerne kernig. Jedenfalls dann, wenn das Fahrwerk elektronisch nachgeschärft wurde – vier Stufen sind einstellbar. In jedem Fall liegt der Grenzbereich hoch: im Extremfall untersteuert der Bolide, lässt sich bei ausgeschalteter Stabilitätskontrolle jedoch auch zum Ausschwenken des Hecks provozieren.

Ein derartiger Fahrstil wäre bei diesem eleganten Coupé allerdings unstatthaft. Obwohl die Bentley-Ingenieure ihr Bestes gegeben haben, um die auf dem Phaeton basierende Plattform zum Tanzen zu bringen – und dazu bei der Neuauflage ein paar Kilo Gewicht eingespart haben. Ein erheblicher Anteil ist dabei dem optimierten Interieur zu verdanken, das sich stilistisch mit Integralsitzen sehr sportlich präsentiert. Auch das Armaturenbrett wurde mit einem Flügelmotiv deutlich verjüngt, ohne allerdings auf klassische Reminiszenzen zu verzichten. Dazu zählen handschuhweiches Leder, edle Hölzer und Details wie die [foto id=“431803″ size=“small“ position=“left“]Bedienelemente für die Luftausströmer, die an die Registerzüge einer Orgel erinnern. Weniger schön ist die simple Zeituhr oberhalb der Mittelkonsole ausgefallen, die man – wäre sie nicht in ein teures Auto montiert – ihres „Breitling“-Logos wohl kaum für würdig erachtete.

Verarbeitungsqualität

Abgesehen davon suchen Verarbeitungsqualität und die Liebe zum Detail durchweg ihresgleichen; sie überschreiten das in der Oberklasse übliche Maß bei weitem. Überall werden edelste Materialien verwendet, die Liebe zum Detail drückt sich noch in der kleinsten Schraube aus. Das beruhigt, es vermittelt Freude und Gelassenheit – und gibt dem einen oder anderen potentiellen Kunden vermutlich Anlass, Überlegungen zur sozialen Adäquanz einmal zurückzustellen. Alternativen gibt es wenig: Eine ähnliche Kombination von Eleganz und Leistung bietet sonst nur noch Aston Martin, mit Abstrichen vielleicht Maserati. Eine Überlegung wert sein sollte allerdings die nachgereichte Variante mit V8-Biturbo-Motor. Sie ist kaum schwächer – und viel sparsamer.

Datenblatt: Bentley Continental GT W12

Viersitziges Coupé der Luxusklasse
Länge/Breite/Höhe: 4,81 m/1,94 m1,40 m
Radstand: 2,75 m
   
Antrieb: 6,0-Liter-W-12-Motor mit Biturbo-Aufladung, 423 kW/575 PS bei 4.500 U/min, 700 Nm bei 2.800 U/min
0-100 km/h: in 4,6 s
Vmax: 318 km/h
Verbrauch: 16,5 l/100 km, 384 g CO2/km
Testverbrauch: 20,0 l/100 km
   
Preis: 183.974 Euro

Kurzcharakteristik: Bentley Continental GT W12

Alternative zu: einem Aston Martin oder einem Maserati
Sieht gut aus: zum Beispiel in einem Grauton, der an einen stürmischen Himmel über Schottland erinnert
Passt zu: Technik-Fans mit ungewöhnlich großem Budget

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Gast auto.de

September 24, 2012 um 4:42 pm Uhr

Gegenwart ist der gelungene Bently in einer zivilen industriellen Solidargemeinschaft für alle Bürger gleichermaßen: Haben doch beinahe unisono die CDU und sowohl auch die SPD, die Grünen hinken damit mit der kränkelnden Ökoerkenntnis wie auch die FDP mit dem Klientel der Gutverdienern hinterher, auch mit starken Finanzhebeln über die EZB den heimischen HartzIV-Empfängern auch die ungebremste Kauflust zur Belebung des Marktes zu gewährleisten. Marktkonformes Handeln läßt sich leider nicht über z.B. die Berliner Tafel steuern, nein, es muss eine Gleichmäßige Kapitalausstatung den deutschen Bürgern nicht nur angesichts des Wahlkampfes zur Verfügung gestellt werden. Wir würden ja schon der Diskriminierung anheim fallen, wenn sich Personen mit Migrationshintergrund nur flotte Daimlers erwerben können. So weit wollen wir ja garnicht gehen. Deshalb ist Chancengleichheit das Motto für alle alle verantwortungsvollen Bürger. Natürlich werde ich mir den klassischen Wagen für Repräsentationszwecke beim Kanzleramzt vorzufahren zulegen. Darauf ein GlaS cHAMPUS:

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