Traumauto-Image verblasst bei jungen Leuten
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Das Auto verliert junge Käufer. Der Grund: die Gesichtslosigkeit der Kleinwagen. Etwas hilflos versuchen nun einige Hersteller, den negativen Trend zu stoppen. Und zwar mit immer mehr elektronischen Spielereien und neuen Carsharing-Modellen. Werbefilmer setzen junge Paare in Szene, die Spaß daran haben, übers Auto miteinander zu kommunizieren. Doch das Auto selbst als Objekt der Begierde tritt dabei in den Hintergrund.

Dabei haben die Designer von Audi einst gezeigt, wie es geht, zur Trendmarke zu avancieren. Laut Studie des Center of Automotive Management in Bergisch-Gladbach sind die Ingolstädter besonders beliebt bei Jugendlichen. Mehr als 31 Prozent der befragten 18- bis 25-Jährigen würden sich als nächstes Auto einen Audi kaufen. Mit deutlichem Abstand folgen Volkswagen (19 Prozent) und BMW (16,5 Prozent). Danach kommt ein Heuhaufen. Weit abgeschlagen rangieren Ford auf Platz vier (5,9 Prozent) sowie Mercedes-Benz (5,3 Prozent) und Opel (4,3 Prozent).
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Junge Leute hätten das Auto als Status-Symbol abgeschrieben, fanden Soziologen heraus. Das allerneuste Smartphone in der Hand zu halten, sei heute cooler, als mit dem eigenen Auto vorzufahren. Nun ist aber selbst der teuerste Mobilrechner deutlich erschwinglicher als das kleinste Automobil. Kein Wunder, dass junge Leute, die nicht über ein dickes Portemonnaie verfügen, das Auto als Statussymbol gar nicht erst auf dem Schirm haben.

Unter den heutigen Kleinwagen gibt es derzeit kein Modell mit so unverwechselbarem Charakter, dass es das Zeug zum Kultauto hätte, wie einst die Ente von Citroen oder der Mini von Austin Morris, die trotz des geringen Preises im Straßenbild echte Hingucker waren. Aufsehen erregen heute nur noch Luxusliner von Rolls-Royce und Bentley oder teure Sportwagen von Ferrari und Lamborghini – die freilich die Budgets selbst der meisten Besserverdiener sprengen. Selbst die Oberklasse-Fahrzeuge von BMW, Jaguar, Mercedes haben an Traumauto-Image eingebüßt. Und ein Lexus war trotz seiner technischen Vorzüge und des großen Komfortangebots noch nie so ganz das Auto, von dem die Jugend träumt, ihn irgendwann einmal zu besitzen.

Der Trend der Jungen weg vom Auto, zeigt sich ungeschminkt in den Zahlen: Mitte der 90er Jahre besaß hierzulande laut Erhebung des Bundesverkehrsministeriums noch fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen ein eigenes Auto. Und wer keins hatte, wünschte sich zumindest eins, wie damalige Umfragen ergaben. Heute sitzt nur noch ein Viertel dieser Altersgruppe hinter dem eigenen Lenkrad. In den ländlichen Regionen steht das Auto mangels Alternative zwar noch immer hoch im Kurs. Dafür aber fällt der Wandel in den Großstädten umso radikaler aus. Selbst in einer Stadt wie Stuttgart, gewissermaßen einer Hochburg der deutschen Automobilindustrie, hat die Branche die Jugend als Kundschaft großteils verloren. Noch im Jahr 2 000 hatten 12 600 Stuttgarter im Alter von 18 bis 25 einen eigenen Wagen. Zwölf Jahre später gab es nicht mal mehr 5 000 Autobesitzer in diesem Alter, und das, obwohl die Zahl der jungen Leute in der Stadt um fast zehn Prozent wuchs.

Zudem macht der Mangel an Parkraum Städtern die Automobilität tagtäglich zum Problem. In zentrumsnahen Wohngegenden überlegt sich jeder dreimal, ob er seinen mühsam ergatterten Parkplatz wieder aufgibt. Gewiss spielt der Faktor Geld bei der zunehmenden Abstinenz eine Rolle, doch lässt der Durchbruch beim jugendlichen Autodesign schon länger auf sich warten.

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