Vorschau Intermot 2012 – Und viele Fragen offen

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Motorradmessen gibt es einige, doch die europaweit bedeutendste findet vom 3. bis 7. Oktober in Köln statt. Dabei geht es nicht nur um die zahlreichen Neuheiten der Motorradhersteller oder der Zubehörlieferanten. Auch Themen rund um das motorisierte Zweirad nehmen einen immer größeren Raum ein. So sind alle Anbieter zum Thema Elektromobilität in einer eigenen Halle versammelt. Zudem wird Interessenten auf dem Messegelände die Gelegenheit zu Testfahrten gegeben. Freestyle-Motocross-Shows, Stuntriding und vieles mehr komplettieren während der fünf Tage das umfangreiche Programm.

Der eigentliche Besuchermagnet werden wie stets die Neuheiten der Hersteller sein.

Viele Hersteller zieren sich allerdings noch mit Informationen und möchten sich Überraschungen für die Messetage aufbewahren. Daher kann man nur vermuten, was auf den Ständen zu sehen sein wird.

So auch bei Aprilia

Die sportliche geprägte Marke dürfte die neue Caponord, eine große Reiseenduro präsentieren. Sie wird von jenem 1200er-Motor angetrieben, der schon in der Dorsoduro 1200 zum Einsatz kommt. Die Caponord wird sich damit eher an der 150 PS starken Ducati Multistrada orientieren als am BMW-Bestseller R 1200 GS.

Auch über die BMW-Topneuheit kann man nur spekulieren. Erwartet wird ein neuer Motor für die R 1200 GS. Ziemlich sicher aber soll die F 800 GS in frischen Farben, markant gestylten Features und wahlweise mit dem elektronischen Fahrwerk ESA sowie ASC zu sehen sein. Ebenso wie der Supersportler HP4, eine veredelte Version der S 1000 RR mit interaktivem Fahrwerk. Die meisten Neuerungen gibt es bei der Nachfolgerin der BMW F 650 GS, die jetzt F 700 GS heißt, motorseitig aber natürlich weiterhin eine 800er ist. Die F 700 GS hat zudem noch vier PS mehr spendiert bekommen. Sie leistet nun 75 PS bei 7.300/min (F 800 GS: 85 PS bei 7.500/min).

Spekulativ wiederum wird es bei Ducati

Erwartet wird, dass die Italiener die geliftete Monster-Baureihe oder gar eine neue Hypermotard zeigen könnten. Da stellt sich Harley-Davidson ganz anders auf. Die Amerikaner präsentieren das Jubiläumsmodell Fat Boy Special, außerdem wird die Sportster 1200 Custom A in Köln zu sehen sein. Und auch bei Harley lohnt sich für Fans der Blick auf das Zubehör und die Bekleidung, denn die Jungs aus Milwaukee dürften die eine oder andere neue Kollektion zeigen.

Auch Honda hält sich mit Ankündigungen zurück

Vermutet wird, dass die klassische CB 1100 nicht nur gezeigt, sondern auch von der Ankündigung flankiert sein wird, das Retrobike nun auch in Deutschland anzubieten. Recht sicher sein darf man, dass die überarbeitete CBR 600 RR vor Ort sein wird.

Der VR6-Roadster von Horex wurde der Öffentlichkeit ja schon präsentiert. Aufbauend auf dem Sechszylinder-Motor, der als nächstes in aufgeladenem Zustand  kommen soll, will die Traditionsmarke einen weiteren Ausblick auf mögliche Modelle geben.

Husqvarna weitet seine Modellreihe sportlicher Enduros nach der Nuda nach unten aus: Die TR 650 Terra ist für den Geländeeinsatz geeignet und wird mit einem 650er-Motor von BMW ausgerüstet. Die Strada-Variante, die auf dem gleichen Konzept aufbaut, konzentriert sich mehr auf das leichtfüßige Fahren auf der Straße.

Auf dem Stand von Kawasaki könnte eine Überraschung stehen; auf jeden Fall aber zeigt man die tiefgreifende Überarbeitung der Ninja ZX-6R mit dem Schriftzusatz „636“. Dieser deutet auf den erweiterten Hubraum des Renners hin, der sich in einem besseren Drehmomentverlauf und mehr Power bemerkbar machen dürfte. Gerüchte lassen außerdem ein großes Facelift der Ninja 250 R erwarten.

Gewissheit gibt es hinsichtlich der zentralen Neuheit auf dem KTM-Stand. Die sportliche Reiseenduro 990 Adventure wird ersetzt durch die 1190er Adventure, die etwa 150 PS leistet, mit Integral-ABS und Traktionkontrolle ausgerüstet und vor allem nur 230 Kilogramm schwer sein soll. Sie dürfte dem Nachfolger der R 1200 GS sowie den zahlreichen anderen aktuellen Reisenduros das Leben ein wenig schwerer machen.

Moto Guzzi könnte die Nachfolgerin der California präsentieren, die, ausgerüstet mit einem mächtigen 1400 Kubikzentimeter großen Triebwerk, ihre Fans mit traditionellen Werten und mächtigem Punch beeindrucken will. Gänzlich geheimnisumwittert sind dagege die Pläne von Suzuki für die Intermot; bislang ist kaum etwas nach außen gedrungen. Spekuliert wird auf eine DL 1000 V-Strom.

Die zentrale Neuheit von Triumph wurde bereits der Öffentlichkeit vorgestellt: die Trophy 1200, ein echter Tourer mit – klar – drei Zylindern und sehr guten ersten Kritiken. Kein Wunder, ist sie doch umfassend bestückt: Integral-ABS, Traktionskontrolle, Tempomat, zwei Steckdosen, elektrisch verstellbare Scheibe sowie Kardanantrieb. Die Variante SE bietet darüber hinaus ein Topcase und ein elektronisch einstellbares Fahrwerk. Dabeisein könnte auch die erneuerte Street Triple mit ABS und nach unten verlegtem Aufpuff. Zudem stellen die Briten mit der Tiger Explorer XC eine geländegängigere Version der Reiseenduro vor. Neben robusten Anbauteilen sind die schlauchlosen Speichenräder das Hauptmerkmal der XC-Version.

Ähnlich zugeknöpft wie Suzuki gab man sich bei Yamaha. Zu erwarten sind Facelifts der XJ6 sowie deren Ableger Diversion und Diversion F. Vielleicht lässt man sich auch zu einer Erneuerung der FJR 1300 hinreißen?

Fazit

Hinter den Messe-Highlights vieler Hersteller stehen noch große Fragezeichen. Umso mehr dürfte sich der Besuch lohnen, denn die eine oder andere Überraschung gibt es auf alle Fälle.

Weitere Infos zur Intermot gibt es auf www.intermot.de.

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