ADAC-Pannenstatistik – Deutsche Autos an der Spitze
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Die zuverlässigsten Autos kommen aus Deutschland. In der nun veröffentlichten Pannenstatistik 2013 des ADAC schneiden in vier von fünf Fahrzeugklassen Modelle heimischer Marken am besten ab. Einzig in der Kleinwagenklasse besetzt noch ein Japaner die Spitze.

Zuverlässigste Kleinstwagen ist der VW Fox, wie der Automobilclub bei der Auswertung von 500.000 Pannen-Einsätzen aus dem Jahr 2012 ermittelt hat. Auf Rang zwei der zuverlässigsten Modelle findet sich der Ford Ka. Das baugleiche Trio Citroen C1, Peugeot 107 und Toyota Aygo teilt sich den dritten Platz. Am unteren Ende der Rangliste stehen Smart Fortwo und Chevrolet Matiz.

Bei den Kleinwagen braucht der Nissan Micra am seltensten Unterstützung von den Pannenhelfern des Automobilclubs. Vorjahres-Spitzenreiter BMW Mini erreicht Platz zwei vor Peugeot 206 und Audi A1. Eine relativ größere Wahrscheinlichkeit liegen zu bleiben haben hingegen Fahrer eines Hyundai i20 und Honda Jazz.

Die Wertung in der Kompaktklasse gewinnt das SUV-Modell BMW X1 vor dem Van Citroen C4 Picasso. Beste Limousine ist der BMW 1er auf Rang drei, knapp gefolgt von Mercedes A- und B-Klasse. Besonders pannenanfällig waren hingegen Kia Ceed und Hyundai i30. Am untersten Ende findet sich mit dem Cabrio VW Eos aber ein deutsches Modell.

In der Mittelklasse siegt mit dem Audi Q5 ebenfalls ein SUV, gefolgt vom direkten Wettbewerber BMW X3. Auf Rang drei landet der Audi A5. Am schlechtesten schneiden erneut die technisch verwandten Ford-Modelle Mondeo und S-Max ab.

In der oberen Mittelklasse wird die deutsche Premium-Phalanx von den Volvo-Modellen S60/V70/S80 durchbrochen. Die Schweden verdrängen die Mercedes E-Klasse von Rang drei, müssen sich dem Sieger Audi A6 und dem Zweitplatzierten BMW 5er aber geschlagen geben. Am Ende der Liste findet sich der Skoda Superb wieder – dort sorgten vor allem Batterieprobleme für das Ausrücken der Pannenhelfer.

Allgemein ist die Batterie der häufigste Schwachpunkt moderner Autos. Bei jedem dritten Einsatz der Pannenhelfer ging es um einen leeren oder defekten Akku – auch bei jungen Fahrzeugen. Grund sind laut dem Automobilclub häufig die schweren Belastungen durch Start-Stopp-Systeme, die zu einer Überhitzung führen können.

Das Abschneiden bei der Pannenstatistik des ADAC gilt als einer der wichtigsten Hinweise für die Qualität eines Autos. Die Aussagekraft der Erhebung ist aber eingeschränkt, da in sie längst nicht alle der jährlich 2,6 Millionen Einsätze des Automobilclubs einfließen. So ist der ADAC nicht nur auf eigene Rechnung unterwegs, sondern auch im Auftrag vieler Hersteller. Die bieten ihren Neuwagenkunden häufig einen Pannenservice an, den neben anderen Unternehmen auch der Münchner Automobilclub durchführt. Diese Einsätze fließen jedoch nicht in die Auswertung ein.

Wer sich ein komplettes Bild zur Zuverlässigkeit eines Pkw-Modells machen will, sollte daher auch andere Quellen berücksichtigen. Etwa den TÜV Report, eine Auswertung der Pkw-Hauptuntersuchungen in Deutschland, oder die diversen Kundenzufriedenheits-Befragungen von Marktforschungsunternehmen.

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