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Fahrbericht: Mini Cooper – Gutes bleibt
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Gutes bleibt. So setzt der Mini Cooper auch in der mittlerweile zweiten unter BMW-Regie entstandenen Generation auf den Retro-Charme und ein Go-Kart-ähnliches Fahrverhalten, kommt aber mit neuem Motor und neuem Fahrwerk daher.

Ein Schnäppchen ist der Dreitürer weiterhin nicht, die Preisliste startet bei 17 800 Euro.

Wenig Veränderung zum Vorgängermodell

Vom Vorgänger ist das neue Modell äußerlich nur an Details zu unterscheiden. Bis auf die für besseren Fußgängerschutz angehobene Motorhaube und die wegen der größeren Knautschzone um sechs Zentimeter verlängerte Front sowie etwas Scheinwerfer- und Grillkosmetik hat sich an dem stimmigen Design wenig verändert.

Interieur

Optisch aufgewertet wurde der Innenraum, auch wenn Materialauswahl und Verarbeitung dem vom Hersteller formulierten Premium-Anspruch immer noch nicht genügen. Die ungewöhnlich gestalteten Bedienelemente grenzen sich aber erfrischend vom üblichen Tasten- und Schaltereinerlei in der Kleinwagenklasse ab. So wird etwa das optionale Navigationssystem über einen winzigen Joystick neben dem Schaltknüppel bedient. Der Drehzahlmesser ist weiterhin mittig platziert und hat nun Pizzateller-Format angenommen.

Dadurch rutschen allerdings die Regler für die Klimaanlage weit nach unten, so dass der Fahrer den Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden muss, um sie zu benutzen. Zudem mangelt es an Ablagen, auch die Fächer in den Türen sind zu schmal und damit kaum zu gebrauchen.

Besserer Motor, optimiertes Fahrwerk

Wirklich verbessert kommen hingegen Motor und Fahrwerk daher. Der 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 88 kW/120 PS stammt aus der Kooperation von BMW mit dem PSA-Konzern und ist ein wenig stärker als der entsprechende Motor des Vorgängermodells, aber wesentlich sparsamer. Doch ein wirklicher Sprit-Knauser ist der Mini immer noch nicht. Die vom Hersteller angegebenen 5,4 Liter sind kaum zu erreichen, bei normaler Fahrweise fließen rund 7,5 Liter durch den Vierzylinder-Saugmotor. Geschaltet wird über ein sehr knackiges und präzises manuelles Sechsgang-Getriebe; optional steht eine Automatik mit sechs Stufen zur Verfügung.

Gutes Handling und Restkomfort…

Der Dreitürer lässt sich flott durch die Stadt und über Fernstraßen bewegen. Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in 9,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 203 km/h. Doch allein Motorleistung und Tempo sind nicht das Entscheidende beim Mini, sondern das Fahrgefühl. Das 3,70 Meter kurze Auto sorgt mit vorbildlicher Handlichkeit und Agilität durch die direkt und präzise ausgelegte, geschwindigkeitsabhängige Lenkung für viel Fahrspaß. Auch in schnell angegangenen Kurven lässt sich der Mini dank seines berechenbaren, leicht untersteuernden Fahrverhaltens gut beherrschen. Das Fahrwerk ist hart ausgelegt, was auf schlechten Straßen deutlich zu spüren ist. Anders als beim sehr ruppigen Vorgänger bleibt aber nun etwas Restkomfort.

Ein Viersitzer?

Bei Platzangebot und Alltagstauglichkeit muss der Mini-Käufer Kompromisse eingehen. Ein Viersitzer ist der Mini nur auf dem Papier; Erwachsene haben höchstens für kurze Strecken auf der Rückbank Platz und müssen sich vorher durch die enge Spalte zwischen B-Säule und Vordersitzlehne mogeln, ohne sich dabei in den Anschnallgurten zu verheddern. Dafür geben die optionalen Sportsitze sehr guten Halt und bieten auch auf langen Strecken viel Komfort. Der Kofferraum fällt mit 160 Litern Fassungsvermögen allerdings weiterhin sehr schmal aus und lässt sich auch nur auf 680 Liter erweitern.

Ausstattung und Kosten

Doch das hat Fans der Marke noch nie geschreckt. Ebenso wie die hohen Kosten für das Lifestyle-Auto. In der Basisversion sind unter anderem sechs Airbags und ein CD-Radio an Bord. Der Schleuderschutz ESP, Klimaanlage, Bordcomputer und sogar die Beifahrerairbag-Deaktivierung kosten extra und heben den Preis schnell über die 19 000-Euro-Marke. Ein Ersatzrad ist in der Basisversion nicht an Bord, optional sind ein Notrad oder Reifen mit Notlaufeigenschaften erhältlich. Die Kfz-Haftpflicht bei der AXA schlägt mit 458 Euro zu Buche, der Fiskus verlang 108 Euro im Jahr.

Fazit

In der Neuauflage bleibt der Mini weiterhin ein Erfolgsmodell. Die Baureihe umfasst mittlerweile neben Limousine und Cabrio auch den neuen Kombi Clubman; ein SUV ist bereits angekündigt. Die Steilhecklimousine überzeugt weiterhin mit Fahrspaß, gelungener Optik und gutem Image. Die zwischen dem Einstiegsmodell Mini One und dem turbogeladenen Mini Cooper S angesiedelte Cooper-Version ist dabei ein passender Kompromiss zwischen Leistung und Preis.

Teststeno Mini Cooper

Länge/Breite/Höhe/Radstand: 3,70 Meter/1,68 Meter/1,41 Meter/2,47 Meter, Kofferraumvolumen 160 Liter – 680 Liter;
1,6-Liter-Otto-Saugmotor mit 88 kW/120 PS, max. Drehmoment 160 Nm bei 4 250 U/min;
Beschleunigung: null auf 100 km/h in 9,1 Sekunden;
Höchstgeschwindigkeit: 203 km/h, Testverbrauch 7,5 Liter Super Plus;
Steuern pro Jahr 108 Euro, Beiträge bei der AXA-Versicherung: KH 458 Euro (Typklasse 13, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), VK 471 Euro (Typklasse 17, SF 1, 300/150 Euro SB), TK 80 Euro (Typklasse 19, 150 Euro SB);
Preis: ab 17 800 Euro.

mid/hh

 

 

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