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Neue Ära: Volkswagen meint vorerst damit noch modularen Querbaukasten
Neue Ära: Volkswagen meint vorerst damit noch modularen Querbaukasten Bilder

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... die spanische Konzernmarke Seat, hier ebenfalls ein Limousinen-Konzeptauto. Bilder

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Auch die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda, hier die Bilder

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Vom Polo bis zum CC spannt sich bei VW der Bogen der Modelle, die dank Querbaukasten-Prinzip nunmehr theoretisch auf einer Fertigungslinie vom Band laufen könnten. Bilder

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Gleiches gilt für den im vergangenen Jahr neu aufgelegten Jetta von VW. Bilder

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Auch der VW Beetle gehört zu den Baureihen, über die sich das neue Querkonzept erstreckt. Bilder

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Neben dem VW Golf wird das Schwestermodell, der nächste Audi A3, hier eine Studie 2011 in Genf, als erstes auf Basis des neuen modularen Querbaukastens entstehen. Bilder

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Wolfsburg – „Beginn einer neuen Ära“ – die Überschrift über einer entsprechenden Volkswagen-Mitteilung zuletzt haben die Wolfsburger in diesem Fall nicht auf überraschende jüngste Meldungen bezogen, wonach sie auf Konzernebene schon jetzt der weltgrößte Autobauer sind. Vielmehr hat sie einen technischen Hintergrund, Stichwort „Quereinbau“.

Doch Wolfsburger jetzt schon vorn?

Doch der Reihe nach. Medien haben unter Berufung auf Angaben im Magazin „Auto Straßenverkehr“ gerade berichtet, dass Analysten des Marktbeobachters IHS Automotive nach eigenen Berechnungen zu dem Schluss kommen, dass Volkswagen und nicht General Motors 2011 die meisten Autos verkauft hat. Die [foto id=“403332″ size=“small“ position=“left“]Amerikaner hatten bekanntlich selbst gut neun Millionen gemeldet, die Wolfsburger 8,2 Millionen. Die Experten ordnen Volkswagen nun 8,44 Millionen zu, General Motors 8,08 Millionen.

Unterschied beim statistischen Ansatz

Der Unterschied ergibt sich demnach aus einem anderen statistischen Ansatz: Während die Amerikaner in die veröffentlichten Zahlen auch die Produktion von Minderheitenbeteiligungen etwa in China einrechneten, legten die Analysten laut „Kfz-Betrieb“ strengere Maßstäbe an, nach denen die gezählte Produktion eines Konzerns „alle Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von sechs Tonnen der Kernmarken der Produzenten, die im Unternehmensbericht ausgewiesen werden“ umfasse. So dürfe General Motors etwa die Autos seiner volumenstarken Marke Wuling, einem Joint Ventures mit dem chinesischen Hersteller SAIC, nicht mitzählen, hieß es.

Autobauer-Krone ist eigentlich erst 2018

Ziel General Motors würde so gerechnet auf Platz zwei rangieren vor Toyota (7,62 Millionen), Hyundai/Kia (7,38 Millionen) und Renault/Nissan (7,10 Millionen). Die Wolfsburger werden es freilich gelassen nehmen. [foto id=“403333″ size=“small“ position=“left“]Sie haben bekanntlich das Ziel, sich erst 2018 die Krone der Autobauer aufzusetzen.

Zunächst VW Golf und Audi A3

Dazu beitragen dürften nicht zuletzt die schon dieses Jahr vorgesehenen Neuauflagen von Volumenmodellen wie den Schwestermodellen VW Golf und Audi A3. Beide werden nach Volkswagen-Ankündigung nun die ersten Fahrzeuge sein, die auf Basis des modularen Querbaukastens entstehen, den die Wolfsburger jetzt einführen. Klassen- und markenübergreifend werden damit künftig Synergien bei Schlüsseltechnologien genutzt, Motto „Technologien der Oberklasse werden so für Volumenmodelle greifbar“. In diesem Jahr schon profitieren Audi, Seat, Skoda und VW davon.

Flexible Fahrzeugarchitektur

Bei dem Baukasten-Prinzip geht es um Konstruktion und Produktion künftiger Autos mit vorn quer eingebauten Motoren. „Bestandteil ist eine flexible Fahrzeugarchitektur“, erläutern die Wolfsburger, „bei der konzeptbestimmende Abmessungen wie Radstände, Spurbreiten, Rädergröße und Sitzposition im Konzern [foto id=“403334″ size=“small“ position=“left“]abgestimmt und variabel sind.“ Andere Abmessungen wie der Abstand der Pedalerie zur Radmitte seien immer gleich und ermöglichten eine einheitliche Vorderwagen-Systematik.

Theoretisch alle auf gleicher Fertigungslinie

Bei VW erstreckt sich das Querkonzept etwa auf Baureihen wie Polo, Beetle, Golf, Scirocco, Jetta, Tiguan, Touran, Sharan, Passat und CC, die theoretisch in Zukunft trotz unterschiedlicher Radstände und Spurbreiten auf der gleichen Fertigungslinie gebaut werden könnten. Ebenso wird es laut Volkswagen möglich sein, Modelle verschiedener Marken, die auf der neuen Architektur basieren, gemeinsam zu produzieren.

Auch für Alternativantriebe darstellbar

Unterm Strich rechnen die Wolfsburger vor, dass sich die Motor- und Getriebevarianten des Systems durch die neuen Aggregate-Familien um rund 90 Prozent reduzieren lassen. [foto id=“403335″ size=“small“ position=“left“]Auch alle gängigen Alternativen von Erdgas– über Hybrid- bis hin zu rein elektrischen Antriebsversionen seien in identischer Einbaulage ohne Einschränkung darstellbar, darunter bereits 2013 der dann neue Golf blue-e-motion.

Weitere Neuerungen wie Multikollisionsbremse

Parallel zu den ersten Baureihen nach dem neuen Querbaukasten-Prinzip kündigt Volkswagen an, Fahrzeuggewichte und damit Verbrauch weiter deutlich zu reduzieren. Außerdem würden 20 Innovationen auf den Gebieten Sicherheit und Infotainment eingeführt, zu denen etwa die neue, im nächsten A3 und Golf serienmäßige Multikollisionsbremse gehört, die hilft, durch eine automatisch eingeleitete Bremsung nach dem ersten Aufprall die Intensität weiterer Unfälle zu mindern.

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