Bio-Ethanol

Bio-Ethanol ist aus pflanzlichen Stoffen wie Zuckerrohr, Kartoffeln oder seit einiger Zeit auch aus pflanzlichen AbfĂ€llen gewonnener Alkohol, der als Kraftstoff fĂŒr Ottomotoren verwendet werden kann. Bio-Ethanol ist im Grunde keine Sonderform des Ethanols, sondern vielmehr die Regelform, denn fossiler Ethanol wird heute fast nicht mehr produziert. Das Bio bezieht sich hier auf die ausschließlich pflanzliche Herkunft des Ethanols. Als Kraftstoff fĂŒr Fahrzeuge hat Bio-Ethanol bereits eine lange Geschichte, die bis in die Weimarer Republik zurĂŒckreicht. Ethanol als Kraftstoff ist jedoch schon lĂ€nger bekannt. Heute kann es entweder in Reinform verwendet werden oder es wird bis zu einem gewissen Grad herkömmlichem Benzin beigemischt.

Bio-Ethanol ist nicht unbedingt klimafreundlich

Bio-Ethanol als Kraftstoff hat auf Grund seiner biologischen Herkunft weniger schĂ€dliche Emissionen als erdölbasierter Kraftstoff wie Benzin, Diesel oder Erdgas. Daher ist es ein wesentlicher Baustein in den Überlegungen vieler Klimaschutzkonzepte diverser Regierungen weltweit. Dass damit jedoch auch weitere SchĂ€den einhergehen, wird oft ĂŒbersehen, denn nicht selten mĂŒssen fĂŒr Zuckerrohrfelder ganze WĂ€lder gerodet werden. Das ist ein bedeutender Kritikpunkt, der nicht unterschĂ€tzt werden darf und der dem positiven Ruf von Bio-Ethanol geschadet hat. Zwar ist Bio-Ethanol CO2-neutral, doch durch DĂŒngung und andere Prozesse wĂ€hrend des Wachstums kann eine negative Klimabilanz angenommen werden. Viele Forscher warnen bereits vor einer zu exzessiven Produktionsausweitung von Ethanol, da noch keine schlĂŒssigen Forschungsergebnisse vorliegen. Im Vergleich zu Benzin hat reiner Bio-Ethanol (ohne den Herstellungsprozess) um bis zu 80% geringere CO2-Emissionen. Die anfallenden Kosten an der Tankstelle unterscheiden sich nur unwesentlich von herkömmlichem Benzin, sind aber auch viel stabiler. Der Umweltfaktor gewinnt hier also an Bedeutung.

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