84. Autosalon Genf: Citroen bis Hyundai (Teil 4)
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Was auf der IAA 2013 bei Citroen als Concept Car bestaunt worden ist, erlebt nun als Crossover für die Serie seine Premiere.

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Citroen

Im Detail für Serienproduktion und Straße überarbeitet, ist der Citroen C4 Cactus immer noch ein echter Hingucker. Luftgepolsterte Prallelemente an Front, Heck und den Seiten sind praktisch, aber optisch gewöhnungsbedürftig. Bewusst mit der Raffiniertheit des Einfachen konstruiert, hat der C4 Cactus das Zeug, an die glorreiche Vergangenheit von 2 CV und Ami 6 anzuknüpfen. Sogar hintere Ausstellfenster gibt es wieder. Der Verzicht auf Unnötiges schlägt sich auch im Gewicht nieder, denn der 4,16 Meter lange Wagen wiegt lediglich 965 Kilogramm. Das bürgt für niedrige Verbrauchswerte: Die Einstiegs-Dieselversion mit 68 kW/92 PS soll mit einem Normverbrauchswert von 3,1 Litern auf 100 Kilometern und einer CO2-Emission von 82 g/km auf den Markt kommen. Zwei Benzinmotoren werden beim Marktstart das Angebot abrunden, und die Preise werden voraussichtlich bei rund 13 000 Euro beginnen.

Ferrari[foto id=“500497″ size=“small“ position=“right“]

Bei Ferrari enthüllen die Oberen aus Maranello den Ferrari California T und sparen dabei nicht mit Superlativen. Es gehe um nichts weniger als den „Inbegriff von Eleganz, Sportlichkeit, Vielseitigkeit und Exklusivität“ heißt es. Was das Auge des unvoreingenommenen Betrachters im California T erkennt, ist ein zweifellos atemberaubend schönes Coupé, das auf Knopfdruck in 14 Sekunden sein Dach faltet und sich in einen nicht minder gelungenen Spider verwandelt. Für den Achtzylinder-Turbomotor verspricht Ferrari in typisch oberitalienischer Zurückhaltung neben herausragenden Leistungen auch den „mitreißendsten Klang“, der je beim Verbrennungsprozess in einem Otto-Motor entstanden ist. Nebenbei fallen dabei in nüchternen Zahlen 412 kW/560 PS und 755 Newtonmeter Drehmoment ab; genug, um von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden zu beschleunigen. Trotz der um 70 PS höheren Leistung haben die Techniker den Benzinverbrauch gegenüber dem Vorgänger um 15 Prozent gesenkt. Eine Lenkung mit direkterem Ansprechverhalten sowie neue Federn und MagnaRide-Stoßdämpfer sollen für ein verbessertes Handling bei gutem Fahrkomfort sorgen.

Fiat

Bei Fiat hält man sich mit Neuheiten zurück, spendiert aber wenigstens der erfolgreichen Cinquecento-Serie ein Highlight. Der Abarth 500, bisher bereits mit seinen 99 kW/135 PS sehr flott motorisiert, erhält einen leichteren und schnelleren Sonderserien-Ableger, angelehnt an den noch kräftigeren Abarth 595 mit 118 kW/160 PS.

Ford

Bei Ford feiert der Focus mit einem kräftigen Facelift seine Premiere. Die Front im Stile eines Aston Martin, die der Fiesta bereits trägt, hält nun auch beim Ford-Leistungsträger Einzug. Außerdem wirkt das Äußere insgesamt stilistisch etwas ruhiger. Am Motorenangebot wird sich nichts ändern, nach wie vor steht für den Antrieb eine breite Palette zur Verfügung:[foto id=“500498″ size=“small“ position=“right“] Dreizylinder-Benziner, Vierzylinder-Diesel und -Benziner, dazu eine Autogasversion und Elektroantrieb.

Mit der Europapremiere des Ford Mustang schließt Ford eine Lücke. Im 50. Jahr seit der Produktion des ersten Mustang, hierzulande aus Markenschutzrechten als T5 verkauft, galoppiert die sechste Generation des Ponycars heran, und das sogar in Europa. Hat es die vorigen beiden Modelle in Deutschland wegen Nichterfüllung der europäischen Crash-Normen nur in geringer Stückzahl und nach TÜV-Einzelabnahme über Privatimporteure gegeben, so konstruierte Ford in Dearborn die neue Mustang-Generation endlich europa-kompatibel und kann sie nun über das eigene Händlernetz vertreiben. Der Hersteller macht Nägel mit Köpfen und bietet ihn vom Start weg als Coupé und Cabrio mit Stoffverdeck an. Mit 4,78 Metern Länge bei nur 1,38 Meter Höhe sind den Designern echte Sportwagen-Proportionen gelungen. Der Retro-Aspekt wirkt nicht überbetont, auch wenn das Heck an die siebziger Jahre erinnert. Beim Fahrwerk hat die alte Starrachse zugunsten zeitgemäßer Einzelradaufhängung endlich ausgedient, und die 19-Zoll-Räder füllen die Radkästen ordentlich aus.

[foto id=“500499″ size=“small“ position=“left“]In Europa stehen für den Mustang zwei Motoren zur Wahl. Natürlich ist ein waschechter Fünfliter-V8 dabei, dessen Brabbeln bereits im Leerlauf für Gänsehaut sorgt. 313 kW/426 PS sind ein Wort, aber es muss wahrscheinlich nicht bei jedem Kunden die großzügige Lösung sein: 227 kW/309 PS im 2,3-Liter-Ecoboost-Vierzylinder mit immerhin 407 Newtonmetern Drehmoment sind auch eine Ansage. Ein manuelles Sechsgang-Getriebe mit Berganfahr-Hilfe gehört zur Serienausstattung, optional ist eine Sechsstufen-Automatik mit Schaltwippen erhältlich.

In den USA ist der Ford Edge seit mehreren Jahren bekannt, jetzt kommt die neueste Version zur ihrer Europa-Premiere. Das 4,70 Meter lange SUV ist oberhalb des Ford Kuga angesiedelt, zielt also eher in Richtung VW Touareg und Mercedes GLK. Für die Motorisierung hat der Edge die Auswahl im Ford-Programm: Vom 2,3-Liter-Ecoboost-Motor über V6-Triebwerke aus dem US-Angebot bis zur Hybrid-Kombination aus kleinen Vierzylindern plus E-Motor ist früher oder später vieles möglich.

Honda[foto id=“500500″ size=“small“ position=“right“]

Mit der Europapremiere des FCEV Concept (Fuel Cell Electric Vehicle) bereitet Honda die nächste Generation des seit vier Jahren in Kleinserie gebauten Brennstoffzellenautos Honda Clarity vor. Das etwas kompakter als der Vorgänger gezeichnete Modell soll ab 2015 zunächst in den USA, später auch in Europa verkauft werden.

Weltpremiere feiert der Civic Type R Concept, die sportliche Top-Variante der Civic-Reihe. Mit Heckflügel, großen Rädern und Heckdiffusor ausgestattet, wird die Serienversion im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Die seit zwei Jahren bei uns verkaufte Civic-Reihe erhielt eine Überarbeitung an Vorder- und Hinterachse sowie der Servolenkung, wodurch sich Stabilität und Fahrkomfort bei höheren Geschwindigkeiten verbessern sollen. Die Preise blieben unverändert und beginnen bei 16 950 Euro.

Hyundai

Hyundai sorgt mit der spektakulären Studie Intrado des Konzern-Chefdesigners Peter Schreyer für Aufsehen. Das von der Luftfahrt inspirierte Konzeptauto besitzt eine Wasserstoff-Brennstoffzelle, die gegenüber dem Antrieb des bereits in Serie gefertigten Hyundai ix35 Fuel [foto id=“500501″ size=“small“ position=“left“]Cell kleiner und leichter ausfällt. Der im europäischen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim konstruierte Intrado ist aus modernsten und leichten Materialien gefertigt und soll einen Blick in die Zukunft des Automobils geben.

Näher am aktuellen Automarkt ist die neue Genesis-Limousine, die ihre Europapremiere erlebt. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Exemplare nach Deutschland kommen. Für die USA, wo der Verkauf früher beginnt, stehen vier Motoren zur Verfügung. Drei davon sind Sechszylinder mit 3,0 Litern, 3,3 Litern und 3,8 Litern Hubraum– letzterer mit seinen 255 kW/347 PS bereits aus dem Genesis-Coupé bekannt – beim Vierten handelt es sich um einen Vierliter-V8. Wahlweise wird es die Genesis-Limousine mit Hinterradantrieb oder dem neu entwickelten HTRAC Allrad-System mit einer Lamellenkupplung zwischen Vorder- und Hinterachse geben. Die Fünf-Meter-Limousine verfügt über einen Radstand von 3,01 Meter, was für ein gutes Raumangebot sorgt.

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