Vor 50 Jahren Stars des Genfer Salon 1962: Was ist aus ihnen geworden?

Vor 50 Jahren Stars des Genfer Salon 1962: Was ist aus ihnen geworden? Bilder

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Anfang März ist Genf in der Schweiz Jahr für Jahr der Nabel der automobilen Welt. Auf der wichtigsten internationalen jährlichen Automobilausstellung übertrumpfen sich die Hersteller traditionell mit der Vorstellung ihrer Neuheiten. Zwischen dem 8. und 18 März 2012 zum nunmehr 82. Mal. Die Flut der Neuheiten war vor 50 Jahren prinzipiell nicht weniger spektakulär. Ein Rückblick auf den Salon von 1962 dokumentiert jedoch einen gewaltigen Wandel. Etliche damals aktive Marken sind längst von der Bildfläche verschwunden und die Marktbedeutung noch unbekannter Hersteller hat sich teilweise gravierend verändert. Vor allem bei den Japanern.

Natürlich war 1962 in Genf vieles anders.

Der Salon war noch ein echter Salon im Zentrum der Stadt angesiedelt. Kompakt und übersichtlich. Mehr als zwei, drei Autos pro Hersteller fanden nicht Platz. Zu den verblichenen Marken, die 1962 noch im [foto id=“403367″ size=“small“ position=“left“]Rampenlicht standen, zählt beispielsweise der Anbieter AC. Die Briten zeigten damals den ACE 2,6 und Aceca 2,6. Die Grundform des puristischen Roadsters lebt und begeistert durch die sagenumwobene AC Cobra und ihre Replicas bis heute. Cisitalia ist dagegen nur noch wenigen Enthusiasten bekannt. Zwischen 1943 und 1964 baute die italienische Marke sportliche Autos in Kleinserie, die meistens wie etwas verunglückte Ferraris aussahen. Ebenso der französische Luxusautomobil-Anbieter Facel-Vega, der damals die Facellia F-2-S und den Facel II präsentierte. Der Facel II setzte als luxuriöser Grantourismo mit bis zu 390 PS starken Chrysler-V8-Motoren die Tradition des Vorgängers HK fort. Mit dem Facellia wollte die Nobelmarke jedoch in das Segment der Mittelklasse einsteigen, was wegen einer vollkommen misslungenen Motorentwicklung mißlang und 1964 die zehnjährige Unternehmensgeschichte mit einer Pleite besiegelte.[foto id=“403368″ size=“small“ position=“right“]

Auch den deutschen Markennamen Glas hätte die Geschichte bis heute fast völlig verschluckt, wäre da nicht noch das winzige Goggomobil in Erinnerung und die Übernahme des Herstellers 1966 durch BMW. 1962 stellten die Münchner das S 1004 Coupé und Cabrio vor. BMW, in jenem Jahr ein echter Pleitekandidat, zeigte übrigens den BMW 700 als Cabrio und das Modell LS Luxus. Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklungsschub der Marke sorgte jedoch der BMW 1500, die sogenannte „Neue Klasse“. Die moderne Mittelklasselimousine mit ihren klaren Linien und den modernen, leistungsstarken Motoren führte BMW auf die Straße des Erfolgs, den die Bayern bis heute nicht mehr verlassen haben. DKW ging 1962 in Genf mit dem Auto Union 1000 S Coupé de Luxe auf Kundenfang. Der Spezialist für Zweitaktmotoren befand sich seinerzeit im Besitz von Mercedes. Mit der Übernahme durch VW 1966 starb der Name „DKW“ wie „Auto Union“ zugunsten des aktuellen Markennamens Audi. Heute längst Geschichte sind 1962 in Genf noch die aktiven deutsche Marken wie Borgward, FMR (Messerschmitt), Fuldamobil, Hansa, Lloyd, NSU, Trabant und [foto id=“403369″ size=“small“ position=“left“]Wartburg.

Völlig abgetaucht ist auch die damals zur englischen Rootes-Gruppe zählende Marke Hillman, die 1962 die Limousine der gehobenen Mittelklasse “Super Minx“ dem Publikum vorstellte. Als Markenname erlosch Hillman 1976 mit dem finalen Aufgehen im Konzern von Britisch-Leyland. Unabhängige englische Hersteller in Genf waren 1962: Allard, Austin, Austin-Healey, Humber, Jensen, Marcos, MG, Morris, Riley, Rover, Ogle, Sunbeam, Singer, Standard, Triumph und Wolseley. Keine davon ist geblieben. Und allenfalls Wikipedia spendiert noch das eine oder andere niedrig auflösende Foto ihrer Produkte. Der 1962 vorgestellte Roadster Triumph TR4 kann dank eines großen Liebhaberkreises zu den populärsten Modellen der verblichenen englischen Pkw-Bauer zählen. Auch die italienischen Hersteller ließen seit 1962 Federn. Marken wie Moretti und Osca sind heute nur Spezialisten noch ein Begriff. Abarth dagegen war damals als selbstständige Marke im Geschäft und ist bis heute mit Fiat verbunden. Seat baute mit Fiat-Lizenz die Modelle Seat 600 und 1400 C. Der niederländische Anbieter Daf hatte für Genf 62 dem ab 1958 gebauten Kleinwagen Daf Variomatic 750 beziehungsweise der Luxusvariante Daffodil etwas mehr Hubraum beim Zweizylinder-[foto id=“403370″ size=“small“ position=“right“]Boxermotor eingeschenkt. Die stufenlose Variomatic als Kraftübertragung ist bis heute unvergessen wie ungeliebt, erlaubte sie doch, den kleinen Daf rückwärts so schnell wie vorwärts zu fahren.

Der Renault 4 war schon in Frankfurt 1961 erstmals zu sehen gewesen und setzte seinen Erfolgsweg in Genf dann fort. Die Franzosen stellten zudem die Modelle Floride S und Caravelle vor, die Cabrio- und Coupé-Version der kleinen Limousine „Dauphine“. Panhard zeigte vor 50 Jahren den PL17 als viertürige Limousine und als zweitüriges Cabriolet. Der 1891 gegründete älteste französische Autobauer endete 1965 als eigenständige Marke und verschwand unter dem Dach von Citroen. Was angesichts der formal gewöhnungsbedürftigen Genf-Neuheiten nicht wirklich verwundern kann. Peugeot hatte 1962 den Peugeot 403 und die moderne, gefällig geformte Mittelklasse- Limousine Peugeot 404 im Gepäck für Genf. Der Peugeot 404 war bereits 1960 erstmals vorgestellt worden, entwickelte sich zu einem der größten Bestseller in der Geschichte der Marke, die in Argentinien bis 1982 vom Band gelaufen war. Simca zeigte eine große Auswahl neuer Autos. Die Marke ist seit 1978 Schnee von gestern. Grégoire? Ab 1972 pleite und längst vergessen. Und das mit Recht!

Vor 50 Jahren ließen sich die Bemühungen der japanischen Hersteller fast belächeln. Nissan hieß noch Datsun. Präsentiert wurde das wirklich ansehnliche Cabriolet Fairlady, dessen Urenkel heute Z 370 heißt. Subaru mit dem originellen Kleinstwagen 360, dem viersitzigen 450 und dem neuen Roadster “Sport“ war noch mit Zweitakt-Motoren unterwegs. Mazda brachte das Modell 700, noch kleiner waren der Mitsubishi 500 Super de Luxe und der von Fuji hergestellte Prince Skyline Sport. Auch die Marke Toyopet, die damals das Kleinstwagen-Modell Publica neben den bekannten Modellen Crown, Tiara und Corona präsentierte, gibt es nicht mehr, doch daraus hat sich keine geringere Marke als Toyota entwickelt, die heute auf dem Weltmarkt eine führende Rolle spielt.

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