Automobiljubiläen 2014 – Viele Feste zum Feiern
Automobiljubiläen 2014 - Viele Feste zum Feiern Bilder

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Mazda MX-5 ab 1989 Bilder

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BMW 850i ab 1989 Bilder

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Peugeot 205 GTI ab 1984 Bilder

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 Saab 90 ab 1984 Bilder

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 Volvo 244 ab 1974 Bilder

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Audi 50 ab 1974 Bilder

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Citroen CX ab 1974 Bilder

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Ford Capri II ab 1974 Bilder

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Porsche 911 Turbo ab 1974 Bilder

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Seat 133 ab 1974 mit Ursula Andress Bilder

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VW Scirocco 1974 Bilder

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Ford Mustang-Premiere, New York Weltausstellung 1964 Bilder

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Opel Kapitäen, Admiral, Diplomat ab 1964 Bilder

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Skoda 1000 MB ab 1964 Bilder

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Trabant 601 ab 1964 Bilder

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Mercedes 300 SL und 190 SL Bilder

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Borgward Isabella ab 1954 und Volvo PV444 ab 1944 Bilder

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Nissan Datsun DAT 1914 Bilder

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Peugeot Typ 1 Serpollet Dampfwagen, 1889 Bilder

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Volkswagen Golf 1974 Bilder

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Alle Jahre wieder gibt es runde Geburtstage zu zelebrieren und dies in immer größerer Zahl. Automobile Jahrestage, die den noch kleinen Club der 100-Jährigen um große Markennamen erweitern (2014 sind dies Maserati, Dodge und Dat als Datsun/Nissan- Vorläufer), Youngtimer zum 30. Geburtstag in den Rang amtlich anerkannten historischen Kulturguts mit H-Kennzeichen befördern (über 100 Typen im neuen Jahr) oder einen entscheidenden industrie- und modellgeschichtlichen Meilenstein markieren. Ohne große Vergangenheit gibt es keinen Markenmythos und so pflegen heute die meisten Unternehmen ihre historischen Stichtage.

Manchmal sogar, wenn dies das Bekenntnis zu finsteren früheren Tagen verlangt, wie bei der Beschäftigung von Zwangsarbeitern, mit deren Leid sich etwa Ausstellungen der historischen Volkswagen-Kommunikation auseinandersetzen. Hinzu kommen Marksteine und Wendepunkte in der Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte wie die Folgen der ersten Ölkrise von 1973/74, die Einführung neuer Gesetze und Erfindungen zur Verkehrssicherheit (wie die ersten unabhängigen Fahrschulen in Deutschland vor 110 Jahren, die Pionierrolle der elektrischen Verkehrsampel in Cleveland/USA vor 100 Jahren) oder die Entwicklung neuer Straßen (wie die weltweit erste Autobahn von Mailand zu den lombardischen Seen vor 90 Jahren).[foto id=“496038″ size=“small“ position=“right“]

Ihren Anfang nahm die automobile Entwicklung zwar bereits 1886, so richtig ins Rollen kamen die Räder aber erst mit der Pariser Weltausstellung vor 125 Jahren. Dort zeigte der zweitälteste noch heute existierende Hersteller, Peugeot, seinen ersten Motorwagen, einen Dampfwagen. Aber auch das Auto mit Ottomotor macht einen Sprung nach vorn. Daimler präsentierte in Paris den Stahlradwagen, das erste moderne Auto mit Zweizylinder-V-Motor und Vierganggetriebe. Ein Konzept, das die Franzosen begeisterte und von Peugeot sofort adaptiert wurde. Schon am Tag nach der Weltausstellung trafen sich die Automobilpioniere Gottlieb Daimler, Emile Levassor und Armand Peugeot zwecks Lizenzvereinbarungen über die Nutzung von Daimler-Motoren. Der Anfang vom Aufstieg Frankreichs zum damals weltweit größten Autobauer. Erst als die von Oldsmobile und Ford erfundene Fließbandfertigung vor genau 100 Jahren so richtig in Fahrt kam, lagen die Amerikaner scheinbar unaufholbar vorn.[foto id=“496039″ size=“small“ position=“left“]

Ihren 110. Geburtstag begehen im neuen Jahr die deutsche Luxusmarke Horch (heute als Audi weiter präsent) und der englische Prestigehersteller Rolls-Royce. Für die breite Bevölkerung wichtiger war die Lancierung des bezahlbaren Modells „Laubfrosch“, mit dem Opel vor 90 Jahren als erster deutscher Hersteller auf Fließbandproduktion umstellte. Preiswerte Fahrspaßgarantie boten ab 1924 die legendären britischen Sportwagen aus „Morris Garages“ mit MG-Logo. Dagegen setzte der Chevrolet Superior im gleichen Jahr einen akustischen Meilenstein: Für den Chevy gab es optional ein exorbitant teures Autoradio. 200 US-Dollar kostete das Radio – etwa ein Viertel des Fahrzeugpreises. Erschwinglich waren dagegen die Osram Zweifaden-Bilux-Glühlampe, die kombiniertes Fern- und Abblendlicht ermöglichte und der erste elektrische Scheibenwischer bei Buick. Auch der vorübergehend drittgrößte Autobauer der Welt, Chrysler, startete 1924.[foto id=“496040″ size=“small“ position=“right“]

Die Schlagzeilen des Jahres 1934 bestimmten das amerikanische Gangsterpaar Bonnie & Clyde, dessen Leben in einem gestohlenen Ford V8 endete, die nach Europa überschwappende Mode des Stromliniendesigns (initiiert vom Chrysler Airflow), der geniale Citroen Traction Avant („Gangsterlimousine“) mit Vorderradantrieb, dessen hohe Entwicklungskosten das Unternehmen finanziell ruinierten und die Serienproduktion der Peugeot Eclipse mit elektrisch versenkbarem Hardtop.

Vor 75 Jahren debütierte der erste Ford Taunus mit rundlichem Heck als Vorreiter der sogenannten Buckel-Form. Berühmtester Buckel wurde der Volvo PV 444, der vor 70 Jahren als erstes schwedisches Volksauto vorgestellt wurde. Das Autojahr 1954 sonnte sich gleich im Glanz einer Vielzahl unvergänglich schöner Designikonen: Alfa Romeo enthüllte die bei Bertone gebaute Giulietta Sprint, Borgward die Isabella, Ferrari die Racer 250 Europa GT, GT Berlinetta und Monza, Ford den Thunderbird, Mercedes-Benz den Roadster 190 SL und den Flügeltüren-Jahrhundertsportwagen 300 SL sowie Porsche den Speedster. Dagegen waren dichte Diesel-Rußwolken das Kennzeichen der modernen Selbstzünder Fiat 1400 und Mercedes 180 D.[foto id=“496041″ size=“small“ position=“left“]        

Dabei blieben die Benzinpreise vorläufig relativ konstant: Ungefähr 57 Pfennige kostete der Liter Normal noch 1964. Ein Jahr, das so unterschiedliche Goldjubiläumskandidaten hervorbrachte wie den Trabant P 601 als Volksfahrzeug der DDR, die Heckmotormodelle Fiat 850, Skoda 1000 MB und Renault R8 Major, den Renault 16 im damals avantgardistischen Fastbackdesign mit Heckklappe, den Ford Mustang als Urvater aller Pony-Cars, Sechszylinder für die bürgerliche Mittelklasse im Ford 20 M, und die neuen Opel-Flaggschiffe Kapitän, Admiral und Diplomat erstmals mit amerikanischer V8-Power.[foto id=“496042″ size=“small“ position=“right“]

Sparen war dagegen zehn Jahre später, also anno 1974 angesagt. Die erste Ölkrise hatte die westliche Welt vorübergehend fest im Griff und die Autohersteller antworteten mit leistungsschwächeren Einstiegsmotorisierungen. So bei BMW 518, Mercedes-Benz 280 SL/SLC oder den auf preiswerteres Normalbenzin ausgelegten und nur noch 29 kW/40 PS entwickelnden Fiat 127 und Opel Kadett. Sensationell war der Mercedes 240 D 3.0 mit dem ersten Fünfzylinder-Diesel. Passend zur Zeit debütierte die Minis Audi 50 (der Vater des Polo), Seat 133 (erste Loslösung von Fiat-Lizenzbauten) und Peugeot 104 C sowie kurz nacheinander die revolutionären Volkswagen Scirocco und Golf. Letzter wurde auf Anhieb der Deutschen liebstes automobiles Kind und schickte den Käfer in den Ruhestand. Seit 15. März 1974 gilt auf bundesdeutschen Autobahnen Richtgeschwindigkeit 130 und fast passgenau gewann der Premierenreigen potenzieller Autobahnraser an Tempo. Sei es das Aerodynamikwunder Citroen CX, Ford Capri II, Opel Manta GT/E, Alfa Romeo Alfetta GT, Maserati Merak oder Porsche Turbo. Dagegen wirkte der neue Schweden-Panzer Volvo 244 fast wie ein Sicherheits-Concept Car.

Wie ein Ritterschlag wirkt der 30. Geburtstag für automobile Klassiker. Der Youngtimer ist nun ein Oldtimer und Kandidat fürs historische H-Kennzeichen mit steuerlichen Vorteilen. Erstmals ums H-Kennzeichen bewerben können sich 2014 vergessene Helden wie Alfa Arna, Alfa 90, Fiat Regata Weekend, Lada Samara, Honda Shuttle 4WD, oder Skoda 130. Aber auch einstige Chartstürmer in den Verkaufsstatistiken wie Opel Kadett E, Mercedes-Benz 200-300 E (W 124), Renault 5 und Seat Ibiza. Hinzu kommen die ersten Minivans wie der Renault Espace und Charakterköpfe wie Saab 90, Volvo 740 oder Toyota MR2 sowie die Schwestermodelle Lancia Thema und Saab 9000.[foto id=“496043″ size=“small“ position=“left“]

Oftmals noch relativ günstig zu erwerben, allerdings bisweilen doch schon selten sind die 25-jährigen Youngtimer. Darunter diesmal auffallend viele Sportwagen wie BMW 850i mit V12, Mercedes-Benz SL (R 129) und Opel Calibra, die Ferrari-Jäger Chrysler Viper R/T und Honda NSX sowie die Wiedergeburt des klassischen Roadsters in Form des Mazda MX-5. So unterschiedlich die bis heute überlebenden Jubilare aus über 125 Jahren Automobilität auch sind: Sie alle vermögen zu begeistern, ihre Besitzer ebenso wie ihre Bewunderer. Gelegenheit dazu geben im neuen Jahr einmal mehr über 1.000 Oldtimerrallyes, Clubtreffen und Autoshows.

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