Ratgeber: Wer sind die Sparfüchse von Minicar bis SUV?

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Der Spritkonsum und die Emissionswerte spielen heute mehr als früher eine Rolle beim Autokauf. Am Anfang stehen zwar zumeist immer noch die Fragen: Welche Marke und welches Modell soll es denn sein? Doch Umwelt und Klima bringen auch eine dritte Fragestellung auf: Wie viel verbraucht das Objekt der Begierde, wieviel CO2 stößt es also aus? Wer will schon ein Auto kaufen, dass einen immer an der Zapfsäule daran erinnert, dass es aus der Vergangenheit stammt? Wer also sind die Saubermänner der Nation in den kleineren Klassen?

Sparmobile gibt es von allen Herstellern

Fast alle Hersteller haben heute Sparmobile mit wohlklingenden Namen wie beispielsweise Blue Motion, Blue Efficienty oder Hybrid-Modelle mit und ohne Stecker sowie reine Elektrofahrzeuge in ihrem Portfolio. Die Marktexperten von Jato Dynamics haben einen Blick auf die ökonomischen und Daten geworfen, beginnend bei den Kleinstwagen bis hin zu den kompakten Fahrzeugen. Eco-Fahrzeuge gehören ebenso wie Hybride und Elektrofahrzeuge mittlerweile zum Standardbild in den Preislisten. Insgesamt stehen in Deutschland über 3000 verschiedene Neuwagenversionen vom Kleinstwagen bis hin zu den kompakten SUVs zum Verkauf. Zwischen deren Verbrauchswerten liegen ebenso Welten wie zwischen den Neupreisen. So konsumiert beispielsweise der 116 PS (85 kW) starke Toyota Yaris Hybrid, dessen Neupreis unter 20.000 Euro liegt, im Schnitt nur 2,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Am unteren Ende der Skala rangiert der 510 PS (375 kW) starke GLC von Mercedes mit einem Normverbrauch von 12,3 Litern und einem stolzen Neupreis von über 90.000 Euro. Beim Kraftstoffverbrauch sowie beim CO2-Ausstoß der einzelnen Modelle werden die jeweiligen Normverbrauchswerte (NEFZ) laut Hersteller genannt. Zu beachten ist jedoch, dass diese Werte je nach Fahrweise überschritten werden. Da aber alle Werte nach denselben gesetzlichen Regeln ermittelt werden, sind sie in solchen Vergleichen aber aussagefähig.
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Die Kleinen fahren verbrauchsarm

In der Klasse der Stadtflöhe führen der Citroen C1 und Peugeot 108 mit 72 PS (53 kW) mit einem Normverbrauch von jeweils nur 3,7 Litern pro 100 Kilometer die Hitliste der Sparfüchse an. Mit Normverbrauchswerten von 4,1 Litern können der kultige Fiat 500 und Panda – beide mit dem Ein-Liter-Hybridantrieb und 70 PS (51 kW) – sowie der Toyota Aygo mit 72 PS-Motorisierung aufwarten. Die Konzernbrüder Kia Picanto 1,0 und Hyundai i10 1,0 dagegen verbrauchen geringfügig mehr (4,2 Liter). Die Verbrauchsschere bei den Kleinstwagen klafft um gute drei Liter auseinander. Am unteren Ende der Skala rangieren die Abarth 595 und 695, unter deren Motorhaube allerdings auch 165 PS (121 kW) beziehungsweise 180 PS (132 kW) werkeln, mit einem Normverbrauch von 6,8 Litern.

Bei den Sparbrötchen unter den Kleinwagen und kleinen SUVs handelt es sich fast durchweg um Hybridmotorisierungen. Ganz oben auf dem Treppchen stehen der Toyota Yaris Hybrid (2,8 Liter), der Renault Clio Hybrid und der Honda Jazz Hybrid (beide 3,6 Liter). Erste deutsche Anwärter unter den verbrauchsarmen Modellen sind der 125 PS (92 kW) starke Ford Fiesta Hybrid und der Opel Corsa 1,2 Liter, unter dessen Motorhaube 75 PS (55 kW) werkeln, mit Normverbrauchswerten von 4,0 beziehungsweise 4,1 Liter. Die Normverbrauchsschere in dieser Klasse bei den Benziner und Hybriden öffnet sich zwischen 2,8 und 6,4 Liter. Das Schlusslicht trägt der Suzuki Jimny. Der Allrad-Japaner mit 102 PS-Motor (75 kW) benötigt 7,5 Liter für die 100-Kilometer-Distanz.

Die dieselgetriebenen Kleinen konsumieren zwischen 3,3 und fünf Liter auf 100 Kilometer. Das verbrauchsgünstigste Fahrzeug ist der 102 PS starke Opel Corsa (3,3 Liter) und dicht dahinter rangiert sein Konzernbruder Peugeot 208 (3,4 Liter). Rang drei der Sparbrötchen kann der Rüsselsheimer Crossland 1,5 Diesel (3,5 Liter) für sich in Anspruch nehmen.

In der so genannten Golf-Klasse und unter den kompakten SUVs sind die Hybridmodelle aus asiatischer Hand die Saubermänner der Nation. So konsumieren die Hybridmodelle Toyota Corolla (3,3 Liter), Suzuki Swace (3,4 Liter), Kia Niro (3,7 Liter) und Toyota C-HR (3,8 Liter) weniger als vier Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Aber wirtschaftlich fahren will auch gelernt sein

Wer die Vorteile eines Hybridantriebs ausnutzen will, muss seinen Fahrstil ändern und vorausschauend fahren. Die Bestwerte bei den Kompaktwagen ohne Akku attestiert Jato Dynamics dem Ford Focus 1,0 Eco Boost (4,2 Liter) mit 125 PS-Benziner, dem Audi A3 30 TFSI (4,2 Liter), dem Opel Astra 1,2 Turbo (4,3 Liter) und VW Golf 1,0 TSI (4,5 Liter). Auch bei den kompakten SUVs haben die asiatischen Hybrid-Modelle die Nase vorn. Allen voran der Lexus UX 250h mit einem Normverbrauch von 4,1 Litern, gefolgt vom Toyota RAV4 (4,5 Liter) und dem Mazda CX-30 (4,6 Liter). Am unteren Ende der Liste mit Normverbrauchswerten von mehr als neun Litern rangieren ausnahmslos SUVs mit Allradantrieb und Motorisierungen von über 220 PS 162 kW). Bei den Kompakten und mittleren SUVs mit Dieselantrieb beziehungsweise Diesel-Hybrid haben der Citroen C4 Cactus (102 PS), der Opel Astra 1,5 Diesel (105 PS / 77 kW)) und die Volkswagen-Konzernbrüder Seat Leon 2,0 TDI sowie VW Golf 2,0 TDI mit jeweils 115 PS-Dieselaggregat (85 kW) mit einem Normverbrauchswert von je 3,4 Litern die Nase vorn. Lediglich 0,4 Liter mehr vom schwarzen Gold konsumieren die PSA-Brüder DS7 Crossback und Opel Grandland X, beide mit 130 PS 96 kW), die bei den mittleren SUVs mit Dieselaggregat am sparsamsten mit dem Sprit umgehen. (ampnet(uk)
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